USA untersucht Koran-Schändung
publiziert: Samstag, 14. Mai 2005 / 17:39 Uhr

Washington - Angesichts anhaltender Proteste in der islamischen Welt nach Berichten über eine Schändung des Koran durch US-Soldaten bemüht sich die US-Regierung um Schadensbegrenzung. Sie kündigte eine Untersuchung an.

Der Koran wurde scheinbar in Guantánamo in die Toilette geworfen.
Der Koran wurde scheinbar in Guantánamo in die Toilette geworfen.
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Die Vorwürfe würden sehr ernst genommen und es gebe dazu eine Untersuchung des Verteidigungsministeriums, sagte der Sprecher des Weissen Hauses, Scott McClellan. Die Religionsfreiheit sei einer der Werte, den die USA sehr achteten.

Respektlosigkeit wird nicht toleriert

Respektlosigkeit gegenüber dem Koran werde nicht toleriert, sagte McClellan. Die USA verstünden die Sorgen der Moslems weltweit. Es werde geprüft, ob es im Gefangenlager Guantánamo auf Kuba eine Entweihung des Korans gegeben habe.

Auslöser der gewaltsamen Proteste in Afghanistan und Ländern wie Pakistan und Indonesien war ein Bericht im US-Nachrichtenmagazin Newsweek, wonach US-Verhörspezialisten im Gefangenenlager Guantánamo auf Kuba eine Ausgabe des Korans in die Toilette warfen. In dem Lager befinden sich mehrheitlich Gefangene aus Afghanistan.

14 Menschen starben

Dort starben bei den Unruhen, die nach dem Bericht ausbrachen mindestens 14 Menschen. Die Unruhen hatten am Mittwoch in der Provinzhauptstadt Dschalalabad begonnen. Sie dehnten sich auf andere Städte aus, unter anderem auf Faisabad.

Am Samstag waren die Streitkräfte in Afghanistan in erhöhter Alarmbereitschaft. Wie Diplomaten in der afghanischen Hauptstadt Kabul mitteilten, bereiteten sich die Internationale Schutztruppe für Afghanistan (ISAF) und US-geführte Truppen für den Fall einer Zuspitzung der Lage auf Evakuierungen vor.

(pt/sda)

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