USA wollen im Insel-Streit vermitteln
USA warnen vor Eskalation zwischen China und Japan
publiziert: Dienstag, 18. Sep 2012 / 21:34 Uhr
Heute forderterten chinesische Demonstranten vor der japanischen Botschaft ein Boykott japanischer Waren.
Heute forderterten chinesische Demonstranten vor der japanischen Botschaft ein Boykott japanischer Waren.

Peking - Die USA haben China und Japan in ihrem erhitzten Streit um eine Inselgruppe im Ostchinesischen Meer zur Zurückhaltung aufgerufen.

9 Meldungen im Zusammenhang
«Es ist in nicht im Interesse irgendeines Landes, wenn diese Situation in einen Konflikt eskaliert, der Frieden und Stabilität in dieser wichtigen Region untergräbt», sagte der US-Verteidigungsminister Leon Panetta am Dienstag nach Gesprächen mit seinem chinesischen Kollegen Liang Guanglie in Peking.

Die USA seien besorgt über die Herausforderungen für die Sicherheit der Meere in Ostasien, sagte Panetta ferner. Er weilt seit Montagabend zu einem länger geplanten dreitägigen Besuch in China.

Friedliche Lösung gesucht

China seinerseits erklärte, es suche im Streit mit Japan eine friedliche Lösung. Der Anspruch auf das Seegebiet sei aber unstrittig.

«Wir behalten uns das Recht auf weitere Schritte vor, hoffen aber, dass diese Frage auf friedlichem Wege und durch Verhandlungen angemessen gelöst wird», sagte Guanglie nach dem Gespräch mit Panetta.

Die Inseln gehörten zu China, was rechtlich und historisch bewiesen sei. Für das neue Aufflammen der Spannungen sei allein die japanische Regierung verantwortlich.

Demonstrationen zum Jahrestag der Mandschurei-Krise

Die unbewohnten Felseninseln, die auf Chinesisch Diaoyu und auf Japanisch Senkaku genannt werden, sind seit Jahrzehnten zwischen beiden Nachbarländern umstritten. In dem Seegebiet gibt es reiche Fischgründe sowie Öl- und Gasvorkommen. Wegen des Streits um die Inseln ist es in China in zahlreichen Städten zu Protesten gekommen.

Tausende Demonstranten zogen etwa zur japanischen Botschaft in Peking. Die riefen patriotische Sprüche und forderten einen Boykott japanischer Waren. Die chinesische Regierung forderten sie auf, an ihrem Anspruch auf die umstrittenen Inseln festzuhalten.

Spannungen nehmen seit Wochen zu

Der 18. September ist der Jahrestag eines Anschlags, der 1931 zur Mandschurei-Krise geführt hatte. Japan besetzte damals die Provinz im Nordosten Chinas.

Die Spannungen zwischen Japan und China wegen der Inselgruppe im Ostchinesischen Meer nehmen schon seit Wochen zu. Am Wochenende hatte sich der Streit in zum Teil massiven Protesten in zahlreichen chinesischen Städten entladen.

Auslöser der aktuellen Proteste war der Kauf der umstrittenen Inseln durch die japanische Regierung von einem Unternehmer, was in China als Affront betrachtet wurde. Japan kontrolliert die Inseln seit 40 Jahren, nachdem sie von den USA, die sie im Zweiten Weltkrieg erobert hatten, aufgegeben worden waren.

 

(fest/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Tokio - Inmitten des Streits um eine Inselgruppe im Ostchinesischen Meer haben sich chinesische Kriegsschiffe mehreren japanischen ... mehr lesen
Chinesische Kriegsschiffe nähern sich japanischen Inseln(Symbolbild)
Tokio/Peking - Im Streit zwischen China und Japan um die unbewohnte Inselgruppe im Ostchinesischen Meer gibt es neue ... mehr lesen
Neue Spannungen im Inselstreit zwischen China und Japan
Peking - Eine Flotte chinesischer Fischerboote ist auf dem Weg zu der mit Japan umstrittenen Insel-Gruppe im Ostchinesischen Meer. Wie viele das zwischen Japan und China umstrittene Meeresgebiet anlaufen wollen, blieb aber unklar. mehr lesen 
Weitere Artikel im Zusammenhang
Peking - Im Streit mit Japan um eine Inselgruppe werden die Proteste in China heftiger. Tausende von Demonstranten versammelten sich am Samstag vor der japanischen Botschaft in Peking. Steine und Flaschen wurden auf das Gebäude geworfen, Japan-feindliche Parolen skandiert. mehr lesen 
Tokio - Im diplomatischen Streit mit Japan über eine unbewohnte Inselgruppe im Ostchinesischen Meer hat China am ... mehr lesen
Die Inselgruppe im Ostchinesischen Meer sorgt weiterhin für Spannungen zwischen China und Japan.
Tokio/Peking - Im Territorialstreit mit China um eine Inselgruppe im Ostchinesischen Meer hat Japan Tatsachen geschaffen. Die Regierung in Tokio schloss am Dienstag mit den japanischen Privateigentümern einen Kaufvertrag über drei unbewohnte Inseln in der umstrittenen Region ab. mehr lesen 
Peking - Der Streit zwischen China und Japan um einige Inseln im Ostchinesischen Meer hat am Samstag in beiden Ländern Tausende Menschen zu Demonstrationen auf die Strasse geführt. Die Kundgebungen waren grösser als in der Vergangenheit bei territorialen Streitigkeiten. mehr lesen 
In den vergangenen Wochen war eine zunehmende ...
150 Bewohner betroffen  Tokio - Mit einer spektakulären Explosion ist im Südwesten Japans der Vulkan Shindake ausgebrochen. Mehr als neun Kilometer türmten sich die dicken schwarzen Aschewolken über dem Krater in den Himmel, wie Videobilder im japanischen Fernsehen zeigen. 
Das Atomkraftwerk in Hamaoka.
Bevölkerung ist skeptisch  Tokio - In Japan sollen Atomkraftwerke trotz grosser Skepsis der Bevölkerung künftig wieder ein Fünftel ...  
Japanisches Gericht unterbindet Wiederanfahren von Atomreaktor Tokio - In Japan hat erstmals ein Gericht das geplante Wiederanfahren von Atomreaktoren ...
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3129
    Es... heisst immer wieder, dass der Terror in Nahost aufhören würde, wenn ... gestern 15:28
  • Kassandra aus Frauenfeld 1377
    Oder die Afrikaner übernehmen nach und nach unsere Banken und retten Afrika. Heute hat der ... gestern 13:02
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3129
    Genau... wie erwartet will den Donbass dem Grunde nach niemand mehr, weil er ein ... gestern 12:41
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3129
    Afrikas Bevölkerung wird sich verdoppeln Es ist ja nett, diese emotionalen Szenen aus Afrika zu publizieren, ... gestern 11:40
  • Kassandra aus Frauenfeld 1377
    Feld für Rechstradikale Jetzt können Sie hetzen, zombie und sich erst noch ein besorgtes ... gestern 00:34
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3129
    Europa als nächstes Schlachtfeld! Man weiss längst welche Routen IS-Schläfer benutzen, um nach Westeuropa ... Di, 30.06.15 07:49
  • thomy aus Bern 4248
    Liebe/r zombie1969 Ich denke, es ist weitgehend leider so, wie Sie dies schildern! Es kann ... Mo, 29.06.15 19:16
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3129
    Daesh nur Mittel zum Zweck! Man sollte die Lage topologisch, nicht topografisch denken. Es geht um ... Mo, 29.06.15 13:35
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DO FR SA SO MO DI
Zürich 19°C 28°C sonnig und wolkenlos leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Basel 16°C 31°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
St.Gallen 21°C 31°C sonnig und wolkenlos leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Bern 17°C 34°C sonnig und wolkenlos leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Luzern 19°C 34°C sonnig und wolkenlos leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Genf 19°C 35°C sonnig und wolkenlos leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Lugano 22°C 31°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten