Verschärfter Druck auf Syrien auch ohne Russland
USA wollen stärkeren Druck auf Assad-Regime
publiziert: Sonntag, 9. Sep 2012 / 11:55 Uhr
US-Aussenministerin Hillary Clinton
US-Aussenministerin Hillary Clinton

Wladiwostok - Die USA wollen im Fall einer weiteren Blockadehaltung Russlands im Syrien-Konflikt notfalls mit gleichgesinnten Staaten die syrische Opposition stärken. Es nütze nichts, eine Resolution ohne Druckmittel im UNO-Sicherheitsrat zu verabschieden, sagte US-Aussenministerin Hillary Clinton am Sonntag.

8 Meldungen im Zusammenhang
Die Erfahrung habe gezeigt, dass Präsident Baschar al-Assad eine solche Resolution ignorieren würde, sagte Clinton am Rande des Gipfeltreffens der Asiatisch-pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft APEC in Wladiwostok.

Die USA wolle Russland davon überzeugen, dass eine Erhöhung des internationalen Drucks auf das Regime notwendig sei, erklärte Clinton, doch das sei eine schwierige, wenn nicht sogar unrealistische Aufgabe.

Nur begrenzte Fortschritte

Eine Einigung zwischen Russland und den USA auf eine Lösung des Konflikts liegt nach Ansicht von Clinton in weiter Ferne. In Gesprächen mit Kremlchef Wladimir Putin sowie ihrem russischen Kollegen Sergej Lawrow habe es nur «begrenzte Fortschritte» gegeben, sagte Clinton. Sie werde aber die Gespräche mit Lawrow fortsetzen.

Lawrow hatte nach einem Treffen mit Clinton am Samstag bekräftigt, Russland sei gegen neue Sanktionen gegen Syrien und den Iran. Die USA hätten eine Neigung zu Drohungen und erhöhtem Druck auf die beiden Länder, sagte er. Die bestehenden Sanktionen würden mittlerweile die Interessen der russischen Wirtschaft gefährden, vor allem der Banken.

Seit dem Ausbruch der Gewalt in Syrien im März 2011 verhinderte Russland gemeinsam mit China mehrmals eine Verurteilung der Assad-Regierung durch den UNO-Sicherheitsrat.

(asu/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Moskau - Nach dem milliardenschweren Asien-Pazifik-Gipfel (APEC) im Fernen ... mehr lesen
Wladimir Putin in Wladiwostok.
Der Syrienbeauftragte der UNO, Lakhdar Brahimi, berichtete heute vor dem Sicherheitsrat über seinen Besuch in Syrien.
New York - Der neue internationale ... mehr lesen
Der Iran ist einer der wenigen und zugleich wichtigsten Verbündeten von Präsident Baschar al-Assad. (Archivbild)
Dubai - Die Revolutionsgarden des ... mehr lesen 1
Genf - Wegen des blutigen Konflikts in Syrien ist nach Angaben der UNO inzwischen ... mehr lesen
Mehr als 253'000 Menschen Syrien hätten verlassen. (Archivbild)
Weitere Artikel im Zusammenhang
Paris - Der übergelaufene syrische Ex-General Manaf Tlass hat bei seiner Flucht aus Syrien nach eigenen Angaben Hilfe aus Frankreich erhalten. Französische Geheimdienstagenten hätten ihm geholfen, das Land zu verlassen, und er danke ihnen dafür, sagte Tlass am Montag dem französischen Fernsehsender BFM. mehr lesen 
Der «konfrontative Schritt» trage nicht zur Lösung bei, sagte Sergej Lawrow. (Archivbild)
Wladiwostok - Im Syrienkonflikt hat ... mehr lesen
Brüssel - Die Gespräche von US-Aussenministerin Hillary Clinton in ... mehr lesen
Clinton rief China zu Verhandlungen mit der südostasiatischen Staatengemeinschaft ASEAN auf. (Archivbild)
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Über 500 Menschen waren an der Übung beteiligt.
Übung mit 500 Helfern  Mit einem simulierten Attentat im Stade de France ist am Dienstag ein Worst-Case-Szenario für die EM in Frankreich durchgespielt worden. mehr lesen 
Keine unabhängigen Informationen  Beirut - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat ihre Offensive im Norden Syriens am Dienstag fortgesetzt. ... mehr lesen   1
Idlib wurde mindestens sieben Mal aus der Luft angegriffen.
Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck nahm an der Gedenkfeier teil.
Erster Weltkrieg  Hamburg - Zum 100. Jahrestag der Skagerrak-Schlacht haben Deutschland und Grossbritannien am Dienstag gemeinsam der tausenden Toten des grössten Seegefechts der Geschichte ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 10°C 19°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Basel 9°C 21°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
St. Gallen 10°C 16°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen freundlich
Bern 6°C 19°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt recht sonnig
Luzern 10°C 19°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Genf 11°C 19°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Wolkenfelder, kaum Regen recht sonnig
Lugano 16°C 20°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, etwas Regen recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten