USA wollen wieder verletzte Haitianer ausfliegen
publiziert: Montag, 1. Feb 2010 / 16:53 Uhr / aktualisiert: Montag, 1. Feb 2010 / 17:21 Uhr

Port-au-Prince - Schwer verletzte Erdbebenopfer aus Haiti sollen erneut zur Behandlung in die USA geflogen werden: Die USA nehmen die Evakuierungsflüge wieder auf. Die zehn mutmasslichen amerikanischen Kinderhändler sollten sich in Port-au-Prince vor Gericht verantworten.

Haitianische Kinder werden Opfer von Menschenhändlern, die das Chaos ausnutzen.
Haitianische Kinder werden Opfer von Menschenhändlern, die das Chaos ausnutzen.
6 Meldungen im Zusammenhang
Die US-Missionare hätten am Samstag das Land mit 33 Kindern ohne die nötigen Genehmigungen verlassen wollen, berichtete der Sender Radio Metropole in Port-au-Prince. Sicherheitskräfte hatten sie an der Grenze zur Dominikanischen Republik aufgegriffen.

Missionare als Menschenhändler?

Es soll sich um eine christliche Gruppe handeln, die die Kinder zunächst ins Nachbarland bringen wollte. Unklar ist, ob sie die Kinder zur Adoption vermitteln wollten. Einige der Kinder im Alter von wenigen Monaten bis zu 14 Jahren sollen noch Familien haben. Die Kinder wurden zunächst in ein SOS-Kinderdorf in Santo bei Port-au-Prince gebracht.

Eine gute Nachricht kam aus Washington: Ein Sprecher des Weissen Hauses teilte mit, die USA wollten die ausgesetzten Evakuierungsflüge aus Port-au-Prince wieder aufnehmen. Die US-Evakuierungsflüge nach Florida waren am Mittwoch ausgesetzt worden, weil nicht geklärt war, wer die Behandlung der Verletzten bezahlt.

Spitäler an Grenzen der Belastbarkeit

Zuvor hatte sich der Gouverneur Floridas bei der Regierung in Washington darüber beklagt, dass die Spitäler an die Grenzen ihrer Belastbarkeit geraten seien. Crist forderte ausserdem, Bundesmittel freizugeben sowie zusätzliches Personal. Auch solle es Evakuierungsflüge in andere US-Staaten geben.

Das Welternährungsprogramm (WFP) der Vereinten Nationen startete derweil am Sonntag einen neuen Versuch, in einer grossangelegten Aktion Lebensmittel zu verteilen. An der Verteilungsaktion der Lebensmittel des WFP sind zahlreiche internationale Hilfsorganisationen beteiligt.

(fest/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Port-au-Prince - Eine Anklage ... mehr lesen
Es seien inzwischen 212'000 Leichen geborgen worden, sagte Premierminister Jean-Marc Bellerive.(Archivbild)
Die Kinder ohne Begleitung Erwachsener müssten registriert und wenn möglich mit Familienmitgliedern vereint werden.
Genf - In Haiti steigen die Gefahren für Waisen und Kinder ohne Begleitung Erwachsener. Vier Experten der UNO haben in Genf vor den Risiken für die Minderjährigen gewarnt: Die ... mehr lesen
Port-au-Prince - Das US-Militär will ... mehr lesen
Verletzte werden wieder aus Haiti ausgeflogen.
Die Rechtmässigkeit für Adoptionen konnte gemäss den Behörden nicht belegt werden. (Symbolbild)
Port-au-Prince - Die haitianische Polizei hat im Grenzgebiet zur Dominikanischen Republik zehn US-Bürger festgenommen. Sie hätten versucht, mehr als 30 Kinder zwischen zwei Monaten und ... mehr lesen
Port-au-Prince - Die UNO-Konferenz ... mehr lesen
Für Haiti brauche es eine Art Marshall-Plan, forderte die UNO-Organisation UNCTAD.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Banditen belästigten und vergewaltigten Frauen und junge Mädchen, die in Zelten Zuflucht gesucht hätten, sagte der haitianische Polizeichef Mario Andrésol am Donnerstag. (Archivbild)
Port-au-Prince - Gut zwei Wochen nach dem Erdbeben in Haiti werden obdachlose Frauen zunehmend Opfer von Gewalt. Banditen belästigten und vergewaltigten Frauen und junge Mädchen, die in ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die Zahl der Einbrüche ist in der Schweiz seit Jahren rückläufig. So viel zu den guten Nachrichten. Damit das auch so bleibt, ist es wichtig, grundsätzlich auf gutes Material an den Schwachstellen (Türen, Fenster, Tore) zu setzen und zusätzliche Sicherungen zu installieren.
Die Zahl der Einbrüche ist in der Schweiz ...
Publinews Smarter Einbruchschutz  Nahezu alle Diebstahlkategorien weisen eine rückläufige Tendenz auf. 2017 wurden in der Schweiz 4,9 Einbrüche pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner gezählt. Das entspricht 113 Einbruch- und Einschleichdiebstählen pro Tag. 2012 lag diese Zahl bei 202. mehr lesen  
Opfer weiterhin vermisst  Rafz ZH - Die Kantonspolizei Zürich hat am Dienstagvormittag in Rafz ZH zwei Personen verhaftet: Sie stehen unter dem dringenden Verdacht, einen seit dem 22. April vermissten Mann aus Eglisau getötet zu haben. mehr lesen  
Deutlich höhere Zahl  Sydney/London - Mindestens 45,8 Millionen Menschen leben zurzeit weltweit in modernen ... mehr lesen  
In Indien hat es 18,3 Millionen Sklaven.
Flüchtiger Mörder  Aarau - Der flüchtige Mörder, der aus der Psychiatrischen Klinik Königsfelden in Windisch AG ausgebrochen ist, hätte in einer Einrichtung mit höherer Sicherheitsstufe untergebracht werden sollen. Von möglichen Institutionen erhielten die Aargauer Behörden allerdings Absagen. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • paparazzaphotography aus Muttenz 1
    Foto Sanatorio Liebes news.ch Team, es ist für mich eine Ehre dass sie mein Foto des ... Di, 03.01.17 22:12
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Motor hinten oder vorne war dem Tram in Basel völlig egal! Ob ein Auto über- oder untersteuert, ist nicht von der Lage des Motors ... Mi, 01.06.16 10:54
  • Mashiach aus Basel 57
    Wo bleibt das gute Beispiel? Anstatt sichere, ÜBERSTEUERNDE Heckmotorwagen zu fahren, fahren sie ... Mo, 30.05.16 11:56
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Zugang "Das sunnitische Saudi-Arabien, das auch im Jemen-Konflikt verstrickt ... So, 29.05.16 22:06
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Pink Phanter-Bande? Am 25. 7. 2013 hat eine Befreiung von Pink Panther-Mitglied Milan ... So, 29.05.16 15:38
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    ja, weshalb sollte man solches tun? Ist doch krank, Gott zu beschimpfen! Das hat etwas, ... So, 29.05.16 12:12
  • Gargamel aus Galmiz 10
    Warum sollte man überhaupt den Glauben an Gott beschimpfen oder verspotteten? Wie krank ... So, 29.05.16 10:11
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wir sind ja alle so anders als diese "Flüchtlinge". Warum sind auch nicht alle so edel, wie ... Sa, 28.05.16 20:25
Unglücksfälle Zorn über Tötung von Gorilla in US-Zoo Cincinnati - Die Tötung eines Gorillas im Zoo der ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich 7°C 9°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Basel 8°C 10°C bedeckt, wenig Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen 6°C 7°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Bern 6°C 9°C bedeckt, wenig Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen freundlich
Luzern 8°C 9°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wolkig, aber kaum Regen
Genf 7°C 11°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass wolkig, aber kaum Regen
Lugano 11°C 18°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten