USA zeigen Schweizer Banker und Anwalt an
publiziert: Donnerstag, 20. Aug 2009 / 21:57 Uhr / aktualisiert: Freitag, 21. Aug 2009 / 13:14 Uhr

Zürich - Der Angestelle einer Zürcher Privatbank, der von den US-Behörden wegen Beihilfe zu Steuerbetrug angezeigt wurde, ist entlassen worden. Der Bankangestellte sei per sofort freigestellt worden, sagte NZB-Sprecherin Franziska Gumpfer.

Beginnt in den USA nun eine Anklagewelle?
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Dem Banker und mit ihm einem Anwalt wird vorgeworfen, Kunden geholfen zu haben, ihr Vermögen vor dem Fiskus zu verstecken. Wie das US-Justizministerium am Donnerstag bekanntgab, sollen die beiden dazu Briefkastenfirmen gegründet und unlautere Geschäfte in Steuroasen betrieben haben.

Mandanten zur Steuerhinterziehung geraten

Insbesondere sollen die beiden Angeklagten verschiedenen Kunden davon abgeraten haben, sich den amerikanischen Steuerbehörden zu stellen. Stattdessen hätten sie empfohlen, die Gelder von der UBS zur NZB zu transferieren, da letztere keine Präsenz in den USA habe und deshalb von den Behörden nicht unter Druck gesetzt werden könne.

Die NZB habe von der Anzeige Kenntnis genommen, sagte Gumpfer weiter. Die Frage, ob es sich bei dem angeklagten Banker um einen Einzelfall handelt, wollte sie nicht kommentieren.

NZB gibt USA-Geschäft auf

Die NZB ist derzeit daran, das Vermögensverwaltungsgeschäft mit amerikanischen Kunden aufzugegeben. Gemäss der NZB-Sprecherin sei dieser Entscheid diesen Frühling gefällt worden. Das Geschäft mit US-Kunden sei am auslaufen, die Neustrukturierung des Geschäftsfelds im Gang.

Als Grund für den Ausstieg der NZB aus dem Geschäft mit amerikanischen Kunden nennt Gumper geänderte rechtliche Rahmenbedingungen. Von den nun zur Anzeige gebrachten Praktiken des entlassenen Mitarbeiters habe die Bank erst jetzt erfahren. Die NZB habe US-Kunden zur Selbstanzeige bei den Steuerbehörden aufgefordert.

(fest/sda)

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Alles eine Frage der Zeit!
Es war wirklich nur eine Frage der Zeit, bis dass diese 'Bombe' gezündet wurde. Dies, weil Finanzinstitute ja vorsätzlich und gezielt dazu beigetragen haben, dass Gelder im Ausland 'versteckt' werden können, um sie so dem Fiskus im eigenen Land zu entziehen.

Wir leben leider in einer globalsierten, komplexen, und zunehmend 'gläsernen' Welt, in welcher Missgunst, Neid und (Geld)Gier gefördert, und künftig zur Tagesordnung gehören - werden. Nach dem Motto 'WIE DU MIR - SO ICH DIR' Niemand will sich dabei aber gerne in seine eigenen Karten schauen lassen. Doch dies wird zunehmend schwieriger, dies künftig so zu handhaben. EUROPA will es ja vormachen! Einheitlichkeit und Einigkeit sind da aber noch längst nicht vorhanden. Und es wird auch nie so sein. Deutschland und Frankreich preschen jeweils vor, sind kaum Teamplayer, und so kommt es, dass beispielsweise China EUROPA nicht als eine einzige Wirtschaftsmacht anerkennt. Ist ja somit auch verständlich!

Und wer den kritischen Artikel von ex Preisüberwacher Rudolf Strahm gelesen hat weiss, dass das Bankgeheimnis längst nicht so viel einbringt, wie viele zu meinen scheinen. Transparenz ist gefordert.

Es lebe der Individualismus eines jeden Landes oder Kontinents!!
Da sind wir nun
Das Bankgeheimnis ist abgeschaft. Der Finanzplatz Schweiz wird geschleift werden.
Die Steuerbeamten tun ihre Pflicht und sind davon überzeugt, dass das so seine Richtigkeit hat.
Ein paar Dutzend Banker der UBS haben es mithilfe des Bundesrates geschafft, den ganzen Finanzplatz inklusive der Credit Suisse, der Kantonal- und Privatbanken dem Zugriff des Fiskus jegweder Staaten auszuliefern.
Die Idee der OECD ist es, am Schluss soweit zu kommen, dass die Überweisungen des Steuerzahlers per Knopfdruck abrufbar sind. Weit davon sind wir nicht mehr entfernt. Wohlgemerkt. Wir sprechen hier vor allem von hart erarbeiteten oder über Generationen in der Schweiz deponierte Vermögen.

Die gleichen Leute, die sich jetzt darüber freuen, dass es den "Reichen" endlich an den Kragen geht, sind die gleichen, die nachher Bundesgelder für die Unterstützung ihrer Anliegen und das ihrer Klientel verlangen. Woher es kommen soll, ist nebensächlich. Alleine darüber nachdenken zu müssen, stört die Kreativität.

Dabei sprechen wir nicht mal so sehr über schmutziges Geld.
Für die amerikanischen Steuerbehörden scheint es allemal einfacher zu sein, die Schweiz anzugehen, als die Drogendealer, die in Miami ihre Gelder z.B. via Bahamas auf die englischen Kanalinseln auslagern, zu verfolgen.
Während die Schweiz eines der schärfsten Geldwäschereigesetze der Welt hat - dies zugegebenrmassen auf Druck der USA - und das wohl am besten kontrollierteste, reicht es in den Staaten, am Schalter einen gefälschten Führerschein hinzuhalten und man bekommt ohne weiteres ein Konto.
Es ist für kriminelle Geldwäscher einfacher, in Delaware waschen zu lassen, als in der Schweiz.

Quick wins. In dieser Finanzkrise ist es wichtig, Geld zu beschaffen. Sinnvollerweise holt man es aus dem Ausland. Die USA haben Übung darin. Aber, da die Geldpresse heiss gelaufen ist und Ruhe benötigt, musste man sich andere Einnahmequellen eröffnen.

Nachdem die Hürde Bankgeheimnis genommen ist, ist die Schweiz eine reife Frucht geworden, die jeder pflücken kann. Die Steurbehörden der USA haben schon klargemacht, dass sie nun jeden agressiv verfolgen werden, der bei einer Steuerhinterziehung mitgemacht hat. Ein Delikt, dass bei uns mit Geldstrafe geahndet wird, in anderen Ländern aber schon als Vorstufe der Geldwäscherei oder gar als solche bestraft wird.
Das trifft, falls ein Richter das ausreizen und den Preis im Rechtspoker erhöhen will, im Extremfall auch den Schalterbeamten, der eine Überweisung entgegengenommen hat. Die Prozesslawine ist gerade erst am Anrollen.

Gleichzeitig haben nun die Franzosen und Deutschen Geld geleckt. Sie werden als nächste einhaken.

Es bleibt spannend. Wir haben keine Rohstoffe und sind dazu verdammt, von unseren
grauen Zellen zu leben.
Das ist deshalb ein Segen, weil wir so nie behäbig werden konnten.

Ich mein damit nicht den Polit- und Finanzklüngel, der uns unter anderem das Swissairgrounding und das aktuelle UBS Disaster eingebrockt hat.

Wir werden uns wohl in Zukunft noch mehr auf unsere Gehirnsubstanz verlassen müssen, um die wegbrechenden Steuereinnahmen aus dem Bank- und Finanzwesen ausgleichen zu können.

Zum Thema Gier- wieviele Vereine, Organisationen und Parteien die UBS und andere Banken gerne auf ihrer Spenderliste gehabt hätten oder schon hatten, wird man wohl nie mehr vollständig erfahren.
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