Über 1 Mio. Frühgeborene sterben pro Jahr
publiziert: Mittwoch, 2. Mai 2012 / 21:54 Uhr
Mutterschaft im Alter erhöht das Risiko einer Frühgeburt. (Symbolbild)
Mutterschaft im Alter erhöht das Risiko einer Frühgeburt. (Symbolbild)

Genf - Jedes Jahr kommen weltweit 15 Millionen Babys zu früh zur Welt, das ist eine von zehn Geburten. 1,1 Millionen verlieren das Leben kurz nach ihrer Geburt, wie die Weltgesundheitsorganisation WHO am Mittwoch mitteilte. In der Schweiz kommen 7,4 Frühgeburten auf 100 Geburten.

3 Meldungen im Zusammenhang
Laut einem Bericht der WHO und ihren Partnerorganisationen, an dem mehr als 100 Wissenschaftler aus aller Welt mitgearbeitet haben, könnten rund 75 Prozent der verstorbenen Babys überleben. Das Problem sei nicht bekannt genug, erklärten die Autoren.

Die Zahl der Frühgeburten habe einen Höchststand erreicht, betonte Joy Lawn, Mitautorin des Reports und Direktorin der Nichtregierungsorganisation «Save the Children».

In den ärmsten Ländern werden 12 Prozent der Babys zu früh geboren, in Ländern mit höherem Einkommen 9 Prozent. Allerdings rangieren die USA unter den Ländern mit den meisten Frühgeburten, mit 12 Prozent. Die meisten Frühgeburten gibt es in Indien, nämlich 3,5 Millionen pro Jahr, gefolgt von China, mit 1,1 Millionen.

6000 Frühgeborene pro Jahr in der Schweiz

Die Schweiz gehört zu den Ländern mit der tiefsten Rate, nämlich mit 7,4 Kindern auf 100 Geburten. Das sind knapp 6000 Frühchen pro Jahr. In einigen europäischen Ländern wie Frankreich, Italien, Norwegen und Schweden liegt die Zahl noch tiefer. Am wenigsten Frühgeborene gibt es in Weissrussland, wo es nur 4,1 Prozent sind.

Viele Frühgeburten in entwickelten Ländern sind darauf zurückzuführen, dass immer mehr Frauen in höherem Alter Kinder bekommen. Auch Fruchtbarkeitsmethoden und die daraus resultierenden Mehrlingsschwangerschaften spielten eine Rolle, wie es im Bericht heisst.

In Entwicklungsländern sind die Hauptursachen für Frühgeburten Infektionen, Malaria, HIV und Teenager-Schwangerschaften. Die Aussichten dieser Babys unterscheiden sich drastisch von jenen in reicheren Ländern: Dort sterben 90 Prozent der extrem früh geborenen Kinder, während es in entwickelten Ländern nur 10 Prozent sind.

(bert/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
London - Mütter, die ihren zu früh ... mehr lesen
Vor der 32. Schwangerschaftswoche sind die Lungen nicht vollständig ausgebildet und die Frühchen brauchen Unterstützung beim Atmen.
Forscher zeigten, dass es mit Muttermilch früher als durch rein intravenöse Versorgung gelingt, die volle Ernährung zu erreichen.
Oxford/Berlin - Stillen ab der Geburt ist ... mehr lesen
Köln - Mit dem weltweiten rasanten ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Nicht nur im medizinischen Bereich finden CBD Produkte Akzeptanz.
Nicht nur im medizinischen Bereich finden CBD Produkte Akzeptanz.
Publinews Nahrungsergänzungsmittel erfreuen sich seit Jahren hoher Beliebtheit bei den Deutschen. Der Trend, Nahrungsmittelergänzungsmittel zu verwenden, stammt aus den USA. In den USA finden sie bereits seit Jahren regelmässigen Einsatz und werden täglich benutzt. mehr lesen  
Publinews    Wenn man von optimaler Begleitung von Schulkindern spricht, denken wohl die wenigsten Menschen an einen Schulthek. Der ... mehr lesen  
Einschulung.
Wie man die Zukunft sieht...
Der Sehsinn gilt als wichtigster Sinn des Menschen. Rund 90 Prozent aller Umwelteindrücke hängen von den Augen ab. Trotzdem steigt die Anzahl an fehlsichtigen Menschen seit einigen Jahren auf der ganzen ... mehr lesen  
ZHAW - Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften  Bei der Digitalisierung im Gesundheitswesen belegt die Schweiz im internationalen Vergleich ... mehr lesen  
Auch das ist Digital Health: Trainingsspiele für ältere Menschen (ZHAW-Forschungsprojekt «WeTakeCare»)
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 3°C 4°C Schneeschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig starker Schneeregen wolkig, aber kaum Regen
Basel 4°C 6°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass freundlich
St. Gallen 1°C 1°C gewittrige Schneeschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig starker Schneeregen Schneeregenschauer
Bern 2°C 4°C Schneeschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig starker Schneeregen wolkig, aber kaum Regen
Luzern 3°C 4°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig starker Schneeregen Schneeregenschauer
Genf 4°C 5°C starker Schneeregenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen wechselnd bewölkt
Lugano 6°C 12°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten