Über 1500 Tote nach Erdbeben und Flutwellen im indischen Ozean
publiziert: Sonntag, 26. Dez 2004 / 11:25 Uhr

Jakarta/Colombo - Nach dem schweren Seebeben vor der indonesischen Küste steigt die Zahl der Todesopfer stündlich an. Auf Sri Lanka kamen in den Flutwellen mindestens 1000 Menschen ums Leben, wie ein Regierungsberater in Colombo sagte.

1000 Menschen kamen in den Flutwellen auf Sri Lanka ums leben.
1000 Menschen kamen in den Flutwellen auf Sri Lanka ums leben.
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Zahlreiche weitere Menschen würden vermisst. Die Regierung rief den Notstand aus. Mehr als die Hälfte der Küste war demnach von den Flutwellen betroffen. Präsidentin Chandirka Kumaratunga bat die internationale Gemeinschaft um Unterstützung.

An der Ostküste Indiens rissen die gewaltigen Flutwellen nach dem Seebeben mehr als 500 Menschen in den Tod. Das berichtete ein indischer Minister im örtlichen Fernsehen. Mindestens 315 Menschen seien allein im südindischen Staat Tamil Nadu ums Leben gekommen, hiess es.

Im touristischen Süden Thailands starben durch die Flutwellen nach neuesten offiziellen Angaben mindestens 84 Menschen; mehr als 400 weitere wurden demnach verletzt.

Stärkstes Beben seit 64 Jahren

Auf der nordindonesischen Insel Sumatra, in deren Nähe das Epizentrum des Bebens lag, wurden mehr als 100 Menschen getötet, wie ein Regierungssprecher in Jakarta sagte. Es seien aber noch weitaus mehr Tote zu befürchten. In der Unruheprovinz Aceh kamen nach jüngsten Angaben mindestens 72 Menschen ums Leben.

Der Erdstoss hatte nach indonesischen Angaben mindestens die Stärke 6,4. US-Geologen haben gemäss japanischen Medien die Stärke auf 8,9 auf der Richterskala angehoben. Es sei das stärkste Beben seit 64 Jahren.

(mo/sda)

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