Über 26 Tonnen Fleisch in die Schweiz geschmuggelt
publiziert: Montag, 22. Okt 2007 / 09:20 Uhr / aktualisiert: Montag, 22. Okt 2007 / 11:55 Uhr

Bern - 26,3 Tonnen Fleisch soll ein Metzger innerhalb eines halben Jahres illegal aus Deutschland in die Schweiz eingeführt haben. Das Fleisch wurde ungekühlt im Auto über die grüne Grenze geschmuggelt. Dem Bund entgingen rund 460 000 Franken Abgaben.

Das Fleisch soll der Metzger an Firmen und Restaurants weiterverkauft haben.
Das Fleisch soll der Metzger an Firmen und Restaurants weiterverkauft haben.
Das Fleisch habe der Metzgermeister aus dem Mittelland an Firmen und Restaurants weiter verkauft, teilte die Zollkreisdirektion Basel am Montag mit. Der 37-Jährige hatte zwei Bekannte beauftragt, das vorgängig bestellte Fleisch in Deutschland abzuholen und per Auto und Lieferwagen in die Schweiz zu schmuggeln.

Der Schmuggler habe die Gewinnmarge selber eingesackt, sagte ein Zollsprecher auf Anfrage: Die Kundschaft - zumeist «gutbürgerliche Restaurants» - habe übliche Preise bezahlt. Die Annehmer seien über die Herkunft im Unklaren gelassen worden. Höchstens grössere Kunden hätten Verdacht schöpfen sollen. Die Ermittlungen liefen weiter.

Geständnis

Die drei Tatverdächtigen gestanden den Mitte Oktober von der Zollfahndung Basel aufgedeckten Schmuggel. In ihrem Zuständigkeitsgebiet wohnt der Hauptverdächtigte; ins Land kam die Schmuggelware im Raum Schaffhausen. Bei Hausdurchsuchungen wurden Bargeld, Computer, Fahrzeuge und Dokumente sichergestellt.

Die am Schmuggel Beteiligten hätten in Kauf genommen, dass ungekühltes und grenztierärztlich unkontrolliertes Fleisch in Umlauf gekommen sei, hält der Zoll weiter fest. Das Risiko bei der Einschleppung von Fleisch, das den lebensmittelpolizeilichen Vorschriften nicht entspricht, ist laut der Eidg. Zollverwaltung nicht unerheblich.

(fest/sda)

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