Über 30 Tote bei Anschlägen im Irak
publiziert: Montag, 20. Jun 2005 / 17:59 Uhr

Erbil/Bagdad - Bei Anschlägen sind im Irak mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen. Der grösste Anschlag galt Verkehrspolizisten in der Stadt Erbil im kurdischen Norden.

In Erbil fuhr ein Selbstmordattentäter auf einen Sportplatz, auf dem 160 Verkehrspolizisten trainierten.
In Erbil fuhr ein Selbstmordattentäter auf einen Sportplatz, auf dem 160 Verkehrspolizisten trainierten.
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Nach Angaben von Gouverneur Nosad Hardi fuhr ein Selbstmordattentäter auf einen Sportplatz, auf dem 160 Verkehrspolizisten trainierten. Dort brachte er sein Auto zur Explosion. Je nach Quelle starben zwischen 13 und 20 Menschen; über 100 wurden verletzt.

In der Hauptstadt Bagdad starben gemäss US-Angaben fünf irakische Polizisten bei einem Feuergefecht. Vier starben, als eine Autobombe explodierte, einer wurde erschossen; 19 wurden verletzt.

Bei der Explosion eines mit Sprengstoff präparierten Autos nahe des Flughafens wurde ein Iraker getötet. Im Stadtteil Mansur starben zudem vier Polizisten bei einem Anschlag auf ihre Patrouille. Ein US-Soldat starb am Montag in Tal Afar nahe der Stadt Mossul im Norden.

Sprunghafte Zunahme

Seit der Bildung der neuen Regierung im Irak ist die Zahl der Anschläge sprunghaft gestiegen. In den vergangenen Wochen wurden bislang 1000 Iraker und 120 US-Soldaten getötet.

Die Menschen leiden nicht nur unter der Gewalt, sondern auch unter der zerstörten Infrastruktur. Die Bagdader Bewohner am Westufer des Tigris sind deswegen bei Temperaturen von über 40 Grad den zweiten Tag in Folge ohne Trinkwasser. Aufständische hatten eine Hauptwasserleitung zerstört.

Druck auf Bush nimmt zu

Auch die Menschen der an der Besatzung des Irak beteiligten Länder müssen Opfer beklagen. So wurde offenbar die Leiche des Italieners Salvatore Santoro identifiziert, wie die irakischen Zeitung "Bagdad" berichtete.

Überlebt hat ein Australier die Geiselhaft: Der 63-jährige Douglas Wood kehrte am Montag in seine Heimat zurück. Er war Ende April entführt worden. Die Kidnapper hatten den Abzug der 900 australischen Soldaten gefordert. Am Mittwoch war Wood befreit worden.

Angesichts der steigenden Zahl getöteter US-Soldaten nimmt in den USA der Druck auf US-Präsident George W. Bush zu. Zuletzt forderten zwei republikanische Senatoren die Regierung auf, die Öffentlichkeit ehrlicher zu informieren.

(sl/sda)

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