Über 40'000 Unterschriften für Schwimmunterricht
publiziert: Freitag, 4. Apr 2008 / 17:15 Uhr / aktualisiert: Freitag, 4. Apr 2008 / 17:46 Uhr

Bern - Bereits über 40'000 Unterschriften hat die Schweizerische Lebensrettungsgesellschaft (SLRG) für die Petition «Schulschwimmen für alle» gesammelt. Im Mai wird das Begehren an die Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) übergeben.

Ertrinken ist bei Kindern die zweithäufigste Todesursache, so die SLRG.
Ertrinken ist bei Kindern die zweithäufigste Todesursache, so die SLRG.
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«Es werden noch einige Unterschriften dazukommen», sagte Prisca Wolfensberger, Mediensprecherin der SLRG, auf Anfrage. Die Frist für die Petition lief am vergangenen Montag ab, seither ist die SLRG mit dem Zählen der Unterschriften beschäftigt. Lanciert wurde die Petition im Juli 2007.

Wolfensberger zeigte sich zufrieden mit dem bisherigen Resultat. «Es wäre noch mehr dringelegen, wir sind jedoch eine ehrenamtliche Organisation und stiessen an Grenzen», sagte sie. Bei der EDK wollte man zur Petition, die einen obligatorischen Schwimmunterricht an allen Schweizer Schulen fordert, keine Stellung nehmen.

Mit der Petition will die SLRG den Abbau des Schwimmunterrichtes an vielen Schulen stoppen, wie die Gesellschaft in einer Mitteilung schreibt. Die Kinder können heute laut SLRG immer weniger gut schwimmen. Rund 30 Prozent der Kinder erhielten in der Schule nie Schwimmunterricht.

Fall sich diese Tendenz noch verstärkt, befürchtet die SLRG eine «massive Zunahme» der Badeunfälle. Schon jetzt sei Ertrinken bei Kindern die zweithäufigste Todesursache. Im letzten Jahr ertranken 45 Menschen in der Schweiz.

(tri/sda)

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