Schweizer spenden fleissig
Über 50 Millionen Franken für Syrer
publiziert: Donnerstag, 10. Mrz 2016 / 11:29 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 10. Mrz 2016 / 12:57 Uhr
820'000 Menschen profitierten von insgesamt 78 Projekten der elf Nichtregierungsorganisationen.
820'000 Menschen profitierten von insgesamt 78 Projekten der elf Nichtregierungsorganisationen.

Bern - Die Schweizerinnen und Schweizer zeigen sich ausserordentlich solidarisch mit den Opfern des Krieges in Syrien. Seit August 2012 haben sie 51,5 Millionen Franken gespendet - so viel wie noch nie für Kriegsopfer, wie die Glückskette am Donnerstag mitteilte.

3 Meldungen im Zusammenhang
Mit den Spenden seien bis jetzt 78 Projekte von elf Nichtregierungsorganisationen (NGOs) unterstützt worden. 820'000 Menschen hätten insgesamt von dem Geld profitiert.

Die Summe von 51,5 Millionen Franken sei die höchste je gesammelte für Opfer eines Konflikts, schreibt die Glückskette. Sie übersteige auch die 49 Millionen Franken, welche Ende der 90er Jahre für die Opfer des Kosovokrieges gesammelt worden seien.

Die Glückskette setzt die Gelder einerseits direkt in Syrien und den Nachbarländern ein, wo sich die meisten vom Krieg Geflüchteten aufhalten. Andererseits unterstützt die Organisation seit September 2015 auch jene Flüchtlinge, welche über die Balkanroute nach Europa zu gelangen versuchen.

Essen und medizinische Versorgung

240'000 Flüchtlinge in Griechenland, Mazedonien und Serbien profitierten von den Projekten der Partnerorganisationen, schreibt die Glückskette. Die NGOs verteilten Essen und Trinken, Hygieneartikel, Decken und Wintersachen. An der Grenze von Griechenland zu Mazedonien, wo derzeit tausende Flüchtlinge gestrandet sind, versorgten sie die Menschen auch medizinisch.

In Syrien, sowie im Libanon, Jordanien, Irak und der Türkei würden vor allem «Cash»-Projekte finanziert, heisst es in der Mitteilung weiter. Die Flüchtlinge könnten sich darüber mit lebensnotwendigen Gütern eindecken.

Zudem unterstütze die Glückskette dort Gesundheits- und Wohnprogramme oder Therapien für traumatisierte Kinder. 13 der insgesamt 65 finanzierten Projekte seien noch im Gang; sie würden dort 580'000 Menschen zu Gute kommen.

Der Konflikt in Syrien gehe nun in sein sechstes Jahr und eine politische Lösung zeichne sich nicht ab, schreibt die Glückskette. Die Nothilfe müsse darum ergänzt werden mit Projekten, welche den Flüchtlingen helfen, selbst für sich zu sorgen. Um herauszufinden wie das getan werden könne, habe die Glückskette kürzlich eine Studie in Auftrag gegeben.

(kjc/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Berlin - Vor der Londoner Geberkonferenz für Syrien am kommenden Donnerstag hat die Hilfsorganisation Oxfam eine ... mehr lesen
Oxfam zufolge zahlen die meisten reichen Länder weniger als sie eigentlich sollten. (Symbolbild)
Schweizerinnen und Schweizer haben 2014 mehr als 1,7 Milliarden Franken an Hilfswerke gespendet. (Symbolbild)
Bern - Schweizer spenden immer häufiger online. Innerhalb eines Jahres hat das digitale Spendenvolumen um gut einen ... mehr lesen
Bern - Die Glückskette hat innerhalb eines Monats 20 Millionen Franken an Spenden für Flüchtlinge erhalten. Das sei das ... mehr lesen
20 Millionen Franken hat die  Glückskette erhalten.
Gemeinnützige internationale Hilfsorganisation
Plan Interntional ist ein unabhängiges Hilfswerk, das sich weltweit für ...
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 16
Die Fluchtroute auf der Seestrecke zwischen Nordafrika ...
Erschreckende Zahlven von der UNO  Berlin - Bei Bootsunglücken im zentralen Mittelmeer sind in der zurückliegenden Woche nach UNO-Angaben wahrscheinlich mindestens 880 Flüchtlinge umgekommen - und damit weit mehr als ohnehin schon befürchtet. mehr lesen 
Dutzende Flüchtlinge vermisst Rom - Bei einem erneuten Bootsunglück im Mittelmeer sind dutzende Flüchtlinge ums Leben gekommen. Die italienische Marine ... 2
Die italienische Marine hat 130 Flüchtlinge gerettet.
Amnesty International berichtet  Kabul - Die Zahl der Binnenflüchtlinge hat sich wegen des Kriegs in Afghanistan in nur drei Jahren mehr als ... mehr lesen  
Afghanische Binnenflüchtlinge vegetierten unter «abscheulichen Bedingungen gerade so am Rande des Überlebens dahin». (Symbolbild)
Weltweit mussten im vergangenen Jahr rund 8,6 Millionen Menschen innerhalb des eigenen Landes fliehen. (Symbolbild)
Binnenflüchtlinge vor allem im Nahen Osten London - Fast 41 Millionen Menschen sind weltweit vor Krieg und Gewalt im eigenen Land auf der Flucht. Alleine im vergangenen ... 1
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 18°C 25°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Basel 20°C 25°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen Wolkenfelder, kaum Regen
St. Gallen 17°C 24°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Bern 18°C 24°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Luzern 18°C 24°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen Wolkenfelder, kaum Regen
Genf 20°C 24°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft Wolkenfelder, kaum Regen
Lugano 21°C 27°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft vereinzelte Gewitter
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten