Unfall fordert dutzende Todesopfer
Über 500 Verletzte bei Zugunglück in Buenos Aires
publiziert: Mittwoch, 22. Feb 2012 / 16:11 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 22. Feb 2012 / 20:56 Uhr
Dem Verkehrsminister zufolge fuhr der Zug mit einer Geschwindigkeit von 20 Kilometern pro Stunde in den Bahnhof ein und rammte den Bahnsteig.
Dem Verkehrsminister zufolge fuhr der Zug mit einer Geschwindigkeit von 20 Kilometern pro Stunde in den Bahnhof ein und rammte den Bahnsteig.

Buenos Aires - Bei einem schweren Zugunglück in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires sind am Mittwoch 49 Menschen gestorben. Rettungskräfte hatten zuvor mitgeteilt, mindestens 550 Menschen seien verletzt worden.

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Das Unglück ereignete sich am Morgen um 8.36 Uhr Ortszeit (12.36 Uhr MEZ) im Bahnhof Once im Westen der Hauptstadt. Der mit 2000 Passagieren vollbesetzte Zug fuhr mit einer Geschwindigkeit von 20 Kilometern pro Stunde in den Bahnhof ein und rammte aus zunächst ungeklärter Ursache einen Prellbock.

Nach Angaben von Verkehrsminister Juan Pablo Schiavi erlitten viele der Verletzten Brüche, Quetschungen und Schürfwunden sowie schwerere Verletzungen wie Brustkorbprellungen. Die Waggons hätten sich bei dem Aufprall ineinander geschoben, einer davon habe sich sechs Meter weit in einen anderen Waggon verkeilt.

Laut Schiavi gibt es Videoaufnahmen von dem Unfall, die nun bei der Suche nach der Unglücksursache ausgewertet werden sollen. Die Züge des betroffenen Unternehmens stammen aus den 60er Jahren.

Ein Mitarbeiter der Betreibergesellschaft Sarmiento Line erklärte, der verunfallte Zug habe die Werkstatt erst am Dienstag verlassen und die Bremsen hätten gut funktioniert: «Soweit wir wissen, bremste die Maschine ohne Probleme bei den vorigen Stationen.»

Rettungskräfte überfordert

Dutzende Rettungswagen rasten nach dem Aufprall zu dem Bahnhof. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie der Zugführer aus den Wrackteilen befreit wurde. Er konnte noch nicht befragt werden. Zahlreiche Verletzte wurden auf Tragen abtransportiert.

«Der Zug war voll und der Aufprall war furchtbar», berichtete einer der Passagiere. Die Rettungskräfte seien vom Anblick der blutüberströmten Fahrgäste überwältigt und mit der Situation überfordert gewesen.

Sanitäter und Feuerwehr waren über Stunden hinweg im Einsatz, um die in den Wrackteilen eingeschlossenen Fahrgäste zu befreien. Die Verletzten wurden in Spitäler der Umgebung gebracht.

Schwerstes Zugunglück 1970

Der Bahnhof Once liegt im Westen von Buenos Aires und wird täglich von hunderttausenden Passagieren genutzt. Erst im September hatte es ein schweres Zugunglück im Westen der argentinischen Hauptstadt gegeben, als im Berufsverkehr zwei Züge und ein Bus kollidierten. Elf Menschen wurden dabei getötet und mehr als 200 verletzt.

Bei einem weiteren Zugunglück im Dezember wurden in einem Vorort von Buenos Aires 17 Menschen verletzt. Beim schwersten Zugunglück in der Geschichte des Landes starben 1970 insgesamt 200 Menschen.

(bg/sda)

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