Über 60 Tote bei verheerenden Anschlägen im Irak
publiziert: Montag, 30. Apr 2007 / 23:08 Uhr

Bagdad/Basra - Im Irak sind bei zwei verheerenden Anschlägen fast 60 Menschen getötet worden. Bei einem Selbstmordattentat auf eine schiitische Trauerfeier wurden in Khalis nördlich von Bagdad 32 Menschen getötet und über 60 verletzt.

Die Autobombe sei in der Nähe eines Restaurants detoniert. (Archivbild)
Die Autobombe sei in der Nähe eines Restaurants detoniert. (Archivbild)
Der Attentäter habe seine mit Sprengstoff gefüllte Weste in einem Zelt der Trauergemeinde zur Explosion gebracht, wie die Polizei mitteilte. Die Bestattung hatte dem Sohn einer Schiiten-Familie gegolten, der selber getötet worden war.

Zuvor waren in der Nacht bei einem Anschlag in der südirakischen Grossstadt Basra 25 Menschen getötet worden. Die Nachrichtenagentur Aswat al-Irak meldete unter Berufung auf die Polizei, Dutzende weitere Menschen seien verletzt worden.

Die Autobombe sei in der Nähe eines Restaurants detoniert. Nach Angaben der US-Armee kamen bei diesem Anschlag sechs Zivilisten ums Leben.

Bei einem Sprengstoffanschlag auf einen Polizeiposten in West-Bagdad wurden am Montag nach Angaben aus irakischen Sicherheitskreisen mindestens fünf Menschen getötet. Zwölf Personen erlitten dabei Verletzungen.

Der christliche Parlamentsabgeordnete Efraim Abdul Ahad forderte die Regierung derweil auf, den Christen in dem vorwiegend von sunnitischen Muslimen bewohnten Stadtteil Al-Dura in Süd-Bagdad zu helfen.

Wie das US-Militär am Montag mitteilte, wurden bei Anschlägen und Kampfeinsätzen über das Wochenende fünf Soldaten getötet. Damit sei die Zahl der im April gefallenen US-Soldaten im Irak auf mehr als 100 gestiegen. Damit gilt dieser Monat für die US-Truppen als einer der folgenschwersten seit dem Einmarsch im März 2003.

(li/sda)

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