Über 700 Zivilklagen gegen Schmidheiny
publiziert: Donnerstag, 9. Apr 2009 / 18:20 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 9. Apr 2009 / 18:42 Uhr

Rom - Im Asbest-Verfahren gegen den Schweizer Milliardär Stephan Schmidheiny und den belgischen Baron Jean Louis de Cartier wollen 736 Personen als Zivilkläger zugelassen werden. Auch 29 Verbände und Lokalverwaltungen reichten Antrag auf Zivilklage ein.

Schwere Anschuldigungen gegen Stephan Schmidheiny. (Archivbild)
Schwere Anschuldigungen gegen Stephan Schmidheiny. (Archivbild)
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Darunter seien auch die Regionen Piemont und Emilia Romagna, teilten die Turiner Justizbehörden mit. Schmidheiny und de Cartier droht ein Prozess wegen Asbests in italienischen Eternit-Fabriken.

Die beiden ehemaligen Besitzer von vier Asbest-Fabriken der Eternit S.p.A. (Italien) sollen Sicherheitsmassnahmen am Arbeitsplatz unterlassen haben und darum für zahlreiche asbestbedingte Krankheiten und Todesfälle verantwortlich sein. Ihnen wird vorsätzliche Verursachung eines Unglücks vorgeworfen.

Schmidheiny und de Cartier sollen sich in 2889 Fällen für die Krankheit ehemaliger Mitarbeiter verantworten, forderte Staatsanwalt Raffaele Guarinello vor Gericht.

Vorverhandlungen seit Montag

Die Vorverhandlungen im Fall haben am Montag begonnen. Dabei geht es um Arbeiter, welche zwischen 1973 und 1986 in den italienischen Eternit-Werken beschäftigt waren. Es handelt sich um das Jahr der Übernahme der italienischen Fabriken durch de Cartier und Schmidheiny sowie das Jahr des Konkurses der italienischen Werke.

Eine Richterin in Turin will am 22. April entscheiden, wer als Zivilkläger im Verfahren zugelassen werden soll. Sie wird auch beschliessen, ob die Voraussetzungen für einen Prozess gegeben sind. Wann dies der Fall ist, steht noch offen.

(bert/sda)

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