Die halbe Stadt Manila ist überschwemmt
Über eine Million rund um Manila von Überschwemmungen betroffen
publiziert: Mittwoch, 8. Aug 2012 / 07:54 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 8. Aug 2012 / 15:33 Uhr
Mehr als die Hälfte der Stadt Manila ist überschwemmt.
Mehr als die Hälfte der Stadt Manila ist überschwemmt.

Manila - Angesichts des fortdauernden Monsun-Regens ist auf den Philippinen kein baldiges Ende der Überschwemmungen in Sicht. Mehr als die Hälfte der Fläche der Hauptstadt Manila stand am Mittwoch nach Behördenangaben unter Wasser.

Feuchte Mauer, abblätternder Verputz? Hydroment bringt Schutz!
6 Meldungen im Zusammenhang
In der gesamten Region waren mehr als eine Million Menschen von den Überschwemmungen betroffen. Nach offiziellen Angaben kamen bisher mindestens 20 Menschen durch das Unwetter ums Leben.

«In einigen Gebieten sind die Strassen wie Flüsse», sagte der Leiter des philippinischen Zivilschutzes, Benito Ramos, nach einem Rundflug über Manila. Die Menschen müssten Boote benutzen.

Nach Angaben des Wetterdienstes fielen binnen 48 Stunden mehr als 70 Zentimeter Regen - so viel, wie in einem durchschnittlichen August im ganzen Monat. Für die Nacht zum Donnerstag wurde mit weiterem Niederschlag gerechnet.

Unter den 20 Toten seien auch neun Mitglieder einer Familie, die bei einem Erdrutsch ums Leben gekommen seien, teilte das Katastrophenschutzamt mit. Seit der Taifun «Saola» Ende Juli schwere Regenfälle ausgelöst hatte, gab es damit in dem südostasiatischen Land bereits mehr als 70 Unwettertote.

An die Arbeit

In Manila und Umgebung waren nach Angaben des Katastrophenschutzes insgesamt 1,23 Millionen Menschen von den Überschwemmungen betroffen. Rund 850'000 Bewohner flohen demnach aus ihren Häusern. Von ihnen wurden 250'000 in Schulen, Turnhallen und anderen Gebäuden untergebracht, die anderen fanden Zuflucht bei Freunden oder Verwandten.

Trotz der chaotischen Zustände ordneten die Behörden an, dass die Beamten und Angestellten an ihre Arbeitsplätze zurückkehren sollten. Am Dienstag waren die Büros geschlossen geblieben.

Bei einer vom Fernsehen übertragenen Krisensitzung sagte ein Beamter von Präsident Benigno Aquino, das grösste Problem bei den Rettungsarbeiten sei der Mangel an Freiwilligen, die bei der Verteilung von Lebensmitteln, Wasser und Notfall-Ausrüstung helfen könnten.

Arme und Reiche betroffen

Vor allem die Armenviertel der 15-Millionen-Einwohner-Stadt Manila waren von den Überschwemmungen betroffen. Millionen Menschen haben ihre Behausungen entlang von Flüssen oder Kanälen errichtet oder am sumpfigen Ufer eines grossen Sees.

Aber auch Nobelgegenden wurden überschwemmt, etwa das an einem Fluss gelegene umzäunte Viertel Provident, in dem die Erdgeschosse der rund 2000 Wohnhäuser unter Wasser standen. Rettungskräfte fuhren mit Schlauchbooten zwischen im Wasser stehenden Luxusautos umher und holten Bewohner von Hausdächern, für viele der letzte Zufluchtsort.

Im Slum Santo Domingo berichtete die Bewohnerin Anita Alterano, sie und ihre Familie hätten auf einem Hausdach vergeblich auf Hilfe gewartet. «Wir haben uns dann mit einem Seil aneinander gebunden und sind von Dach zu Dach gestiegen, bis wir eine Schule erreichten», sagte die dreifache Mutter. Dort gebe es aber weder Wasser noch Nahrung.

Die Philippinen erleben jedes Jahr etwa 20 heftige Stürme oder Taifune. Die aktuellen Überschwemmungen in Manila sind die schwersten seit 2009, als 460 Einwohner durch den Taifun «Ketsana» ums Leben kamen.

(laz/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Manila - Vor der Küste der Philippinen hat sich am Freitag ein schweres Erdbeben der Stärke 7,9 ereignet. Nach den Angaben des US Geological Survey (USGS) lag das ... mehr lesen
Die Philippinen liegen auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, wo sich besonders häufig Erdbeben ereignen. (Archivbild)
Manila - Nach den verheerenden Überschwemmungen brauchen auf den Philippinen mehr als zwei Millionen Menschen dringend Hilfe. Seit Anfang der Woche kamen in der Hauptstadt Manila und umliegenden Provinzen 36 Menschen ums Leben, berichtete das Büro für Zivilschutz am Donnerstag. mehr lesen 
Manila - Schwere Monsunregen haben die philippinische Hauptstadt Manila und nördliche Provinzen in ein Notstandsgebiet ... mehr lesen
Heftige Regenfälle in Manila. (Archivbild)
Manila - Ein tropischer Sturm hat die philippinische Hauptstadt Manila und mehrere Provinzen im Nordosten teilweise unter Wasser gesetzt und 14'000 Menschen in die Flucht getrieben. Drei Menschen kamen am Wochenende ums Leben. Das Tief zog dann über Taiwan ab. mehr lesen 
Weitere Artikel im Zusammenhang
Manila - Ein Grossfeuer in einem Elendsviertel am Rande der philippinischen Hauptstadt Manila hat Hunderte Bewohner obdachlos gemacht. Die Feuerwehr habe grosse Probleme gehabt, das am Mittwoch im Stadtteil Pasay ausgebrochene Feuer zu bekämpfen. mehr lesen 
Entfeuchtung, Bauaustrocknung, Wasserschadentrocknung
Easytrock GmbH
Bahnhofstrasse 31
8932 Mettmenstetten
Bauaustrocknung Wasserschadensanierung
Viele Regionen Malawis sind von der Umwelt abgeschnitten. World Vision nutzt Helikopter, um die Hilfsgüter zu verteilen.
Viele Regionen Malawis sind von der Umwelt abgeschnitten. World ...
World Vision Südosten Afrikas unter Wasser  Schwere Regenfälle haben im Südosten Afrikas grosse Überschwemmungen verursacht. World Vision leistet Not- und Katastrophenhilfe.  
World Vision verteilt in Tacloban bereits am Sonntag Soforthilfe-Sets für die Opfer von Taifun Hagupit.
Philippinen: World Vision versorgt Betroffene nach Taifun Über 100'000 Menschen sind in der Stadt Tacloban vor Taifun Hagupit in Evakuierungszentren geflüchtet. World ...
Malaysia kämpft mit den schwersten Fluten in seiner jüngeren Geschichte.
Erdrutsche und Hochwasser fordern in Asien 45 Menschenleben Colombo/Kuala Lumpur - Bei Unwettern in mehreren asiatischen Ländern sind bislang mindestens 45 Menschen ums ...
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1212
    Ausnahmsweise mal Recht, oder eher doch nicht? Es steht nirgendwo geschrieben, dass diese Kosovaren eine ... gestern 12:38
  • Kassandra aus Frauenfeld 1212
    So, so! Der zombie würde wohl sofort aus der Schweiz flüchten, wenn ihm jemand ... gestern 12:29
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2837
    Ein... weiterer grandioser Erfolg hiesiger Schlepper-Subventionierer namens ... gestern 11:40
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2837
    Kein Problem! Religiös-kulturell begründete Parallelgesellschaften mit eigenen ... gestern 10:42
  • PMPMPM aus Wilen SZ 183
    Neuwagen? Totale Geldverschwendung. Lieber ein 1jähriges Auto kaufen oder ein ... Mo, 02.03.15 22:04
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2837
    Da... man radikale Islamisten auf der Strasse, im Kaufhaus oder in der Bahn ... Sa, 28.02.15 16:56
  • Cataract aus Zürich 32
    Achtung Witz! *Ironie ein* Haha, selten soooo gelacht *Ironie aus* Do, 26.02.15 09:02
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2837
    Der... Westen will einen westlichen Islam. Österreich will eigene Imame ... Mi, 25.02.15 19:55
Feuchte Mauer, abblätternder Verputz? Hydroment bringt Schutz!
Übrigens: Hier könnte auch Ihr Unternehmen gefunden werden.
Erfassen Sie zuerst Ihr kostenloses Firmenporträt! Mit dem Firmenporträt präsentieren Sie Ihr Unternehmen und Ihre wichtigsten Dienstleistungen schnell und einfach auf dem wichtigsten KMU-Marktplatz der Schweiz.
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DO FR SA SO MO DI
Zürich -4°C -2°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Basel -4°C -1°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
St.Gallen -3°C 0°C bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Bern -1°C 3°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Luzern -0°C 3°C bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Genf 0°C 5°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Lugano 7°C 12°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
mehr Wetter von über 6000 Orten