Über eineinhalb Millionen Obdachlose nach Monsunregen in Südasien
publiziert: Mittwoch, 9. Jul 2003 / 22:37 Uhr

Guwahati - Heftiger Monsunregen hat in weiten Teilen Südasiens schwere Überschwemmungen ausgelöst. Über 100 Menschen kamen ums Leben, mehr als eineinhalb Millionen Menschen wurden obdachlos.

Monsun-Regen in Indien.
Monsun-Regen in Indien.
Am stärksten betroffen sind Indien, Bangladesch und Nepal, wie die Behörden mitteilten. Allein im ostindischen Staat West Bengal barg die Polizei nach einem Erdrutsch am Dienstag nach eigenen Angaben 20 Leichen, acht weitere Menschen werden noch vermisst.

Der Bau- und Entwicklungsminister der Region, Amar Chowdhury, sprach von über 50 000 Obdachlosen, nachdem am Fusse der Darjeeling-Berge 18 Teeplantagen und etliche Dörfer überschwemmt worden waren.

Im nordostindischen Bundesstaat Assam ertranken zwei Menschen, die mit einem Boot vor den Fluten fliehen wollten und dabei kenterten. Mindestens 75 Menschen starben dort seit Anfang Juni, weil sich verschiedene Krankheiten über das verschmutzte Wasser ausbreiten.

In Assam waren nach Behördenangaben bis zu 1,5 Millionen Menschen in 19 der 24 Provinzen von den Fluten betroffen. Laut Meteorologen sollten die diesjährigen Monsunregen 98 Prozent der durchschnittlichen Niederschlagsmenge erreichen, so dass die indischen Bauern zumindest keine erneute Dürreperiode befürchten mussten.

In Nepal starben bei schweren Monsunstürmen insgesamt acht Menschen durch Blitzschlag. Im Osten des Landes wurden nach Behördenangaben zwei Menschen von den Fluten mitgerissen und dabei vermutlich getötet.

In Bangladesch stabilisierte sich die Lage gemäss Flutvorhersage- und Warnzentrum, nachdem dort bis vor wenigen Tagen Zehntausende von Menschen obdachlos geworden waren.

(bert/sda)

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