Über tausend Flüchtlinge warten an jordanisch-irakischer Grenze
publiziert: Montag, 21. Apr 2003 / 07:23 Uhr

Amman - An der westirakischen Grenze warten über 1000 Flüchtlinge auf eine Einreiseerlaubnis nach Jordanien. Ihre Zahl erhöhte sich innerhalb von 24 Stunden um mehrere hundert. Bei den Flüchtlingen handelt es sich vor allem um iranische Kurden.

In einem Flüchtlingslager des Roten Kreuzes in Ruweishid, Jordanien fanden diese Sudanesen Hilfe.
In einem Flüchtlingslager des Roten Kreuzes in Ruweishid, Jordanien fanden diese Sudanesen Hilfe.
Sie harrten im Niemandsland aus. Viele von ihnen bräuchten medizinische Hilfe, sagte Peter Kessler, Sprecher des UNO-Flüchtlingshilfswerks UNHCR in Amman. Die Menschen seien vor den Bedrohungen durch die irakische Bevölkerung geflohen. Auch immer mehr Palästinenser würden an der jordanischen Grenze ankommen.

Die Einheimischen hätten ihnen zu verstehen gegeben, dass sie in Irak nicht mehr erwünscht seien. Das UNHCR verhandelte dem Sprecher zufolge mit Amman über die Aufnahme der Flüchtlinge.

Der jordanische Informationsminister Mohammed Adwan sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Fälle würden untersucht. Im Moment könnten die Menschen aber nicht reingelassen werden. Nur Transitreisende, deren Herkunftsländer eine Aufnahme garantieren, dürften die Grenze passieren, sagte Adwan.

Nach Angaben von Nichtregierungsorganisationen gehören viele der aus Irak fliehenden Iraner den Volksmudschahedin an, einer bewaffneten Oppositionsgruppe, die in Irak Aufnahme gefunden hatte.

UNO-Generalsekretär Kofi Annan zeigte sich bei einem Besuch in Jordanien besorgt über gewaltsame Vertreibungen von Arabern aus Nordirak. Die US-Streitkräfte vor Ort müssten für Sicherheit sorgen, sagte ein UNO-Sprecher.

Medienberichten und Augenzeugenberichten der Organisation Human Rights Watch zufolge sei vor allem die Gegend um die Kurden-Stadt Kirkuk betroffen, sagte der Sprecher. Unter der Herrschaft von Saddam Hussein waren in Nordirak einheimische Kurden vertrieben und Araber angesiedelt worden.

(fest/sda)

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