Angst vor Seuchen im Nacken
Über tausend Sturmopfer auf den Philippinen
publiziert: Mittwoch, 21. Dez 2011 / 07:33 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 21. Dez 2011 / 15:53 Uhr

Manila - Nach dem Durchzug des Tropensturms «Washi» ist die Zahl der Toten auf den Philippinen auf mehr als tausend gestiegen. Seit dem Unwetter vom vergangenem Freitag seien mindestens 1002 Todesopfer geborgen worden, teilte der nationale Katastrophenschutz am Mittwoch mit.

Entfeuchtung, Bauaustrocknung, Wasserschadentrocknung
Easytrock GmbH
Bahnhofstrasse 31
8932 Mettmenstetten
9 Meldungen im Zusammenhang
Das Gesundheitsministerium schickte am Mittwoch Hilfsmannschaften in die am schlimmsten betroffenen Städte Cagayan de Oro und Iligan. Sie sollen verhindern, dass ansteckende Krankheiten ausbrechen.

Laut Zivilschutz sind mehr als 340'000 Menschen auf der Insel Mindanao obdachlos geworden. Mindestens 44'000 seien in Notunterkünften wie Schulen oder Kirchen untergebracht. Andere schliefen auf der Strasse.

Katastrophale Bedingungen

Die sanitären Bedingungen für die in Notunterkünften untergebrachten Überlebenden seien katastrophal, sagte Vize-Gesundheitsminister Eric Tayag am Mittwoch. Daher wachse die Seuchengefahr.

«Sollte es Seuchen geben oder andere Gefahren für die Gesundheit, dann werden sie von den Notlagern ausgehen», sagte Tayag dem Fernsehsender ABS-CBN. Er warnte davor, sich zu sehr auf die Toten zu konzentrieren und dabei die Lage der obdachlos gewordenen Menschen zu vergessen.

Warnung ignoriert

Zivilschutzschef Benito Ramos gab die Zahl der Todesopfer am Mittwoch mit mindestens 1002 an. Er rechne damit, dass sie weiter steigen werde, sagte Ramos. Allerdings wisse niemand mehr, wie viele Menschen noch vermisst würden. Die Behörden von Iligan und Cagayan de Oro nahmen nach heftigen Protesten Pläne zurück, die Leichen in Massengräbern beizusetzen.

Der Tropensturm «Washi» war am vergangenen Wochenende über die philippinische Insel Mindanao hinweggefegt und hatte Sturzfluten sowie Erdrutsche ausgelöst. Die meisten Menschen wurden im Schlaf überrascht, viele konnten sich deshalb nicht mehr retten.

Vor der Ankunft des Tropensturms hatten die Behörden die Bewohner vor dem Unwetter gewarnt. «Es gibt viele Lehren, welche die Leute ziehen müssen, die nicht auf die Regierung gehört haben», sagte Ramos. «Es ist jetzt aber nicht die Zeit, ihnen Vorwürfe zu machen.»

Beobachter gingen davon aus, dass illegale Rodungen zu der hohen Opferzahl beigetragen hatten. Präsident Benigno Aquino hatte das Fällen von Bäumen im Februar untersagt, die Behörden waren jedoch offenbar nicht in der Lage, das Verbot durchzusetzen.

(bg/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Manila - Ein tropischer Sturm hat die philippinische Hauptstadt Manila und mehrere Provinzen im Nordosten teilweise unter Wasser gesetzt und 14'000 Menschen in die ... mehr lesen
Manila und mehrere Provinzen sind teilweise unter Wasser gesetzt und es herrsch ein Chaos. (Archivbild)
Manila - Neue Überschwemmungen auf den Philippinen erschweren die Hilfe für die Opfer der Flutkatastrophe in Mindanao. Von ... mehr lesen
Der Tropensturm «Washi» hatte Sturzfluten und Erdrutsche ausgelöst.
Manila - Nach den schweren Überschwemmungen im Süden der Philippinen ist die Zahl der Opfer auf über 1200 angestiegen. Mehr als eine Woche nachdem ein Tropensturm die Springfluten ausgelöst hatte, bargen Suchmannschaften 150 weitere Leichen aus dem Meer. mehr lesen 
Manila - Soldaten und Helfer suchen im Süden der Philippinen weiter nach Opfern der Überschwemmungskatastrophe. Soldaten und Mitarbeiter der Rettungsdienste verschoben die Weihnachtsferien, um den Angehörigen der Vermissten zur Seite zu stehen. mehr lesen 
Weitere Artikel im Zusammenhang
Manila - Bei den verheerenden Überschwemmungen im Süden der Philippinen sind vermutlich deutlich mehr Menschen ums Leben gekommen als bisher angenommen. Wie die Regierung in Manila am Freitag mitteilte, gelten noch mindestens 1079 Menschen als vermisst. mehr lesen 
Bern - Die Schweiz schickt sechs Experten in das philippinische Katastrophengebiet, wo vor fünf Tagen der Tropensturm «Washi» verheerende Schäden angerichtet hatte. Die Schweizer sollen für eine bessere Trinkwasserversorgung und Hygiene mithelfen. mehr lesen 
Manila - Die Zahl der Todesopfer nach schweren Unwettern im Süden der Philippinen ist bis Dienstagmorgen auf 957 gestiegen. Viele Opfer, die von den Sturzfluten ins Meer gerissen wurden, seien inzwischen geborgen worden, sagte Zivilschutzsprecher Benito Ramos. mehr lesen 
Manila - Dramatische Lage im Süden der Philippinen: Bei der Überschwemmungskatastrophe sind ... mehr lesen
Entfeuchtung, Bauaustrocknung, Wasserschadentrocknung
Easytrock GmbH
Bahnhofstrasse 31
8932 Mettmenstetten
Bauaustrocknung Wasserschadensanierung
Die diesjährige Hurrikan-Saison dürfte etwas ruhiger verlaufen.
Die diesjährige Hurrikan-Saison dürfte etwas ruhiger verlaufen.
Vorsichtiger Optimismus  New Orleans - Die amerikanische Wetterbehörde NOAA erwartet eine Hurrikan-Saison mit weniger atlantischen Tropenstürmen als im langjährigen Schnitt. Doch Entwarnung geben die Meteorologen trotzdem nicht. 
World Vision Unterstützung der Nothilfe  Nach dem schweren Erdbeben sendet die Schweizer Firma ...  
Harald Schreiber, Public Relations Manager der Mammut Sports Group AG, übergibt Mathias Gehrig von World Vision Schweiz Hilfsgüter für Nepal.
Nepal: World Vision baut Hilfsmassnahmen aus Knapp zwei Wochen nach dem Erdbeben in Nepal wird die Verteilung von Hilfsgütern weiter intensiviert. World ...
Auch in sehr abgelegenen Dörfern am Himalaya kommt die Hilfe an. Im Bergdorf Gowda, knapp 4 700 m.ü.M, werden auf einem Marktplatz Güter an die Bevölkerung verteilt.
In Kathmandu hat World Vision eine erste Kinderschutzzone eingerichtet, wo Kinder in geschütztem Umfeld spielen können
Erdbeben Nepal: Erste Kinderschutzzone errichtet Zerstörte Infrastruktur und der überlastete Flughafen erschweren die Hilfsmassnahmen nach dem fatalen Erdbeben. World ...
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3057
    Die... muslimischen Rohingya sind nicht eine friedliche Gruppe wie die Jesiden ... Do, 28.05.15 10:30
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3057
    "Die Flucht der Rohingya vor Verfolgung in ihrer Heimat" CNN berichtete vor einigen Tagen, dass diese Flüchtlinge ein Angebot ... So, 24.05.15 10:17
  • PMPMPM aus Wilen SZ 193
    Witzig... ...dass der Schreibende bei seiner Mobile-Nummer immer noch 8038 Zürich ... Sa, 23.05.15 19:33
  • gerdpost aus berlin 1
    Spendet an kleine Organisationen! Ganz im Ernst: das rote Kreuz ist bei Insidern schon immer für Klotzen ... Sa, 23.05.15 18:43
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3057
    Dieser... Jihadist dürfte genau so ein "Franzose" sein, wie diejenigen ... Fr, 22.05.15 14:24
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3057
    Die... Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) umfasst 57 Staaten. ... Fr, 22.05.15 09:54
  • Kassandra aus Frauenfeld 1346
    Wie bitte geht der Satz weiter, verehrter zombie? Mi, 20.05.15 23:47
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3057
    Das... Dubliner Übereinkommen verpflichtet die Mitgliedsstaaten, dass ein ... Mi, 20.05.15 10:14
Das Genfer Polizeigericht ist der Auffassung, dass der Imker beim Zerstören eines Wespennests seine Sorgfaltspflicht verletzt habe. (Symbolbild)
Unglücksfälle Genfer Imker hat fahrlässig gehandelt Genf - Das Genfer Polizeigericht hat am Freitag einen ...
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SA SO MO DI MI DO
Zürich 10°C 18°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 8°C 20°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 11°C 22°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Bern 11°C 23°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 11°C 25°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Genf 10°C 25°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Lugano 13°C 23°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten