Überdosis muss nicht bezahlt werden
publiziert: Donnerstag, 20. Okt 2005 / 12:14 Uhr

Luzern - Krankenkassen müssen für Medikamente nur im Umfang der von Swissmedic genehmigten Dosierung aufkommen.

Die Dosierung der Medikamente ist entscheidend.
Die Dosierung der Medikamente ist entscheidend.
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Verschreibt ein Arzt mehr als diese Menge, besteht laut Eidgenössichem Versicherungsgericht (EVG) nur in Ausnahmefällen eine weitergehende Vergütungspflicht.

Die Luzerner Richter hatten den Fall einer Frau zu prüfen, die seit Jahren täglich mehrmals unter Attacken rasender Kopfschmerzen (sog. Cluster-Kopfschmerzen) leidet. Ihr Arzt hatte ihr dagegen bis zu täglich 12 Injektionen des Migränemittels Imigran verschrieben.

Beschwerde gutgeheissen

2003 verfügte ihre Krankenkasse, die Provita, künftig nur noch maximal zwei Injektionslösungen täglich vergüten zu wollen, weil dies der vom Hersteller empfohlenen und von Swissmedic genehmigten maximalen täglichen Dosierung entspreche. Das Aargauer Versicherungsgericht entschied letztes Jahr zu Gunsten der Frau.

Das EVG hat nun die Beschwerde der Krankenkasse teilweise gutgeheissen. Gemäss dem Urteil der Luzerner Richter muss die obligatorische Krankenversicherung die Kosten nur im Umfang der von Swissmedic genehmigten Dosierung übernehmen, soweit wie bei Imigran die Spezialitätenliste selber keine Limitierung vorsieht.

Placebowirkung

Eine weitergehende Vergütungspflicht kann gemäss EVG nur in Ausnahmefällen bestehen. Voraussetzung ist einerseits, dass eine schwere und chronische Beeinträchtigung der Gesundheit vorliegt. Andererseits muss das Medikament einen hohen therapeutischen Nutzen haben, also wirken.

Ersteres ist laut EVG hier angesichts des enormen Leidensdrucks der Betroffenen erfüllt. Zu prüfen sei hingegen noch, ob ein objektiv feststellbarer therapeutischer Effekt resultiere und nicht nur eine subjektive Placebowirkung.

(sda)

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