Triumphzug lanciert
Übergangsminister treffen in Tripolis ein
publiziert: Donnerstag, 25. Aug 2011 / 18:23 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 25. Aug 2011 / 21:13 Uhr
In Tripolis herrscht zurzeit Hochbetrieb.
In Tripolis herrscht zurzeit Hochbetrieb.

Tripolis - In einem Triumphzug ist die Hälfte der Minister des libyschen Übergangsrates in den Westen von Tripolis eingefahren. Als der Konvoi die Strasse entlanggefahren sei, hätten viele Einwohner den politischen Führern des Aufstandes zugejubelt.

6 Meldungen im Zusammenhang
Das berichtete eine dpa-Korrespondentin, die die Fahrt begleitete. Der Verantwortliche des Übergangsrates für das Ölgeschäft, Ali al-Tarhuni, sagte: «Endlich sind wir da.»

Eine zunächst geplante Pressekonferenz wurde verschoben, weil sie aus symbolischen Gründen im Stadtzentrum stattfinden sollte. Die von schwerbewaffneten Rebellen begleiteten Minister wirkten angespannt als auch euphorisch.

Allerdings machten einige Passanten auch skeptische Gesichter. Der Übergangsrat ist von Rebellen, früheren Politikern des Regimes von Muammar al-Gaddafi sowie Stammesältesten gegründeten worden. Der Rat wurde damit nicht demokratisch gewählt.

Ihm gehören derzeit 31 Vertreter an. Rund 40 Länder haben den Übergangsrat als legitimen Vertreter des libyschen Volkes anerkannt, darunter auch die Schweiz. Am Donnerstag folgte auch die Arabische Liga.

Jagd nach Gaddafi

Die NATO hilft nach Angaben des britischen Verteidigungsministers Liam Fox den Aufständischen in Libyen bei ihrer Jagd nach dem untergetauchten Diktator Muammar al-Gaddafi. Die NATO biete dem Übergangsrat der Rebellen «Geheimdienstinformationen und Ausrüstung zur Aufklärung», sagte Fox dem Sender Sky News.

Ein Sprecher seines Ministeriums in London nannte in diesem Zusammenhang unter anderem Militärflugzeuge. Die NATO hatte bislang stets erklärt, Gaddafi sei nicht das Ziel ihrer Einsätze. Ziel sei der Schutz der Zivilbevölkerung. Allerdings hatte NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen am Montag auch erklärt, Gaddafi müsse realisieren, dass er den Kampf nicht gewinnen könne.

Auch zwei Tage nach der Erstürmung seiner Residenz in Tripolis durch Rebellen fehlt von Gaddafi jede Spur. Kämpfer der Aufständischen durchkämmten die Bunkeranlagen unter der riesigen Militäranlage Bab al-Asisija. In der Nacht zum Mittwoch hatte Gaddafi in Audio-Botschaften erklärt, er wolle notfalls den «Märtyrertod» sterben.

(bg/sda)

Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von einer Leserin oder einem Leser kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Washington - Die neue libysche Führung hat nun offiziell einen Botschafter in den ... mehr lesen
Die USA hatten den Nationalen Übergangsrat Libyens bereits Mitte Juli als rechtmässigen Vertreter des Landes anerkannt.
Die Rebellen sind in Tripolis.
Tripolis - Trotz andauernder Kämpfe ... mehr lesen
Tripolis - Libyens Rebellen machen ... mehr lesen
Wo steckt Gaddafi? Die Rebellen sind auf der Suche nach dem libyschen Machthaber.
Tripolis - In Libyen dauern die ... mehr lesen
Tripolis - Nach dem Fall der ... mehr lesen
Wo steckt Muammar al-Gaddafi?
Weitere Artikel im Zusammenhang
Alles deute daraufhin, dass Muammar al-Gaddafi alle seine Optionen ausgeschöpft habe.
Tripolis - Die Rebellen in Libyen ... mehr lesen
Staatsreligiös
Die gefeierten Helden haben gerade ihre erste Verfassung veröffentlicht. Der Islam wird Staatsreligion und die Sharia geltendes Recht.
War zu erwarten.
Die kampferprobtesten Rebellen haben ihr Können in Afghanistan und dem Irak geübt.

Der Müllsack für "menschlichen Abfall" wird auch in Libyen Standard werden.

Danke Nato. Was man alles so tut, damit die Chinesen nicht ans Qualitätsöl kommen.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die Lage in Libyen ist sehr schlecht - in wirtschaftlicher, finanzieller Hinsicht, aber auch in puncto Sicherheit.
Die Lage in Libyen ist sehr schlecht - in ...
Bedürfnisse der Einheitsregierung  Wien - Die internationale Gemeinschaft hat sich zur Aufhebung des seit fünf Jahren gegen Libyen bestehende UNO-Waffenembargos bereit erklärt. Damit soll den Bedürfnissen der kürzlich gebildeten Einheitsregierung im Kampf gegen islamistische Milizen Rechnung getragen werden. mehr lesen 
Ministerpräsident kehrt zurück  Tripolis - Die von Islamisten dominierte Schattenregierung in der libyschen Hauptstadt Tripolis hat nach eigener Darstellung zugunsten der von den UNO vermittelten Übergangsregierung aufgegeben. Damit soll weiteres Blutvergiessen und eine Spaltung des Landes vermeiden werden. mehr lesen  
Behinderung des Friedensprozess  Brüssel - Die EU hat wegen der Behinderung des Friedensprozesses in Libyen Sanktionen gegen drei Politiker beschlossen. Die Strafmassnahmen umfassen ein Einreiseverbot in die EU und ... mehr lesen
In Tripolis wurde gestern ein TV-Sender gestürmt. (Archivbild)
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 11°C 26°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Basel 12°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
St. Gallen 14°C 23°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
Bern 11°C 25°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Luzern 15°C 24°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig Nebel
Genf 15°C 26°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Lugano 18°C 24°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft vereinzelte Gewitter
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten