Überschwemmungen: Millionen von Menschen brauchen Hilfe
publiziert: Donnerstag, 29. Jul 2004 / 19:47 Uhr

Dhaka/Neu Delhi - Steigende Fluten und beginnende Epidemien fordern in den Katastrophenregionen in Bangladesch und Indien immer mehr Todesopfer. Drei Wochen nach Beginn der Überschwemmungen sind mindestens 1150 Menschen ums Leben gekommen.

Die Notleidenden am Leben zu halten, werde in vielen Fällen bald äusserst schwierig.
Die Notleidenden am Leben zu halten, werde in vielen Fällen bald äusserst schwierig.
In beiden Ländern geht die Angst vor Epidemien um, weil sich das Hochwasser mit verseuchten Abwässern aus Kanälen und offenen Latrinen vermischt hat. In der ostindischen Krisenregion starben bis Donnerstag bereits 44 Menschen an Durchfallkrankheiten.

In Bangladesch ist fast die Hälfte der 130 Millionen zählenden Bevölkerung nach Angaben des führenden Wirtschaftsverbands des Landes mittlerweile durch die Fluten obdachlos geworden. Die Regierung in Dhaka will die immensen Schäden nun gemeinsam mit den wichtigsten Geberländern abschätzen und in der kommenden Woche einen Hilfsappell an die Staatengemeinschaft richten.

Hilfslieferungen

Die UNO teilte mit, dass sie und ihre Unterorganisationen mit Hilfslieferungen begonnen haben. Von den 60 Millionen Betroffenen seien ein Drittel Frauen, Kinder und Ältere, berichteten Bangladeschs Wirtschaftsführer.

Diese bräuchten sofort Nahrung, Trinkwasser und Medizin, um Hunger und die Ausbreitung von Cholera, Typhus und Ruhr zu verhindern. Heute wurden weitere Bezirke der Zehn-Millionen-Metropole Dhaka überschwemmt.

Die Notleidenden am Leben zu halten, werde in vielen Fällen bald äusserst schwierig. Noch immer stiegen die Pegelstände Dutzender Ströme und Flüsse weiter an.

Drohende Dürre

In Nordwesten Indiens, fast 2000 Kilometer vom Hochwassergebiet entfernt, beteten die Menschen unterdessen gegen eine drohende Dürre. Im Bundesstaat Rajasthan blieb der Regen in dieser Saison um zwei Drittel unter dem Durchschnitt.

Nach der Flutkatastrophe in Asien stellt die Schweiz den Opfern in Bangladesch und Tadschikistan 450 000 Franken für Nothilfemassnahmen zur Verfügung. Ausserdem werde das Büro der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) in Dhaka mit einem Experten verstärkt.

Spenden

Auch die Hilfsorganisation World Vision Schweiz hat den Flutopfern in Bangladesch und in der nordindischen Provinz Assam 200 000 Franken gesprochen, wie das Hilfswerk mitteilte.

Die Glückskette sammelt Spenden auf dem Sammelkonto 10-15 000-6 (Vermerk Asien) oder unter www.glueckskette.ch.

(bert/sda)

.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die Fluchtroute auf der Seestrecke zwischen Nordafrika ...
Erschreckende Zahlven von der UNO  Berlin - Bei Bootsunglücken im zentralen Mittelmeer sind in der zurückliegenden Woche nach UNO-Angaben wahrscheinlich mindestens 880 Flüchtlinge umgekommen - und damit weit mehr als ohnehin schon befürchtet. mehr lesen 
Amnesty International berichtet  Kabul - Die Zahl der Binnenflüchtlinge hat sich wegen des Kriegs in Afghanistan in nur drei Jahren mehr als ... mehr lesen  
Afghanische Binnenflüchtlinge vegetierten unter «abscheulichen Bedingungen gerade so am Rande des Überlebens dahin». (Symbolbild)
Mit 124 zu 64 Stimmen genehmigte die grosse Kammer den Bundesbeschluss über den Nachtrag I zum Voranschlag 2016.
353 Millionen Franken für den Asylbereich  Bern - Der Nationalrat hat am Dienstag die Staatsrechnung 2015 sowie die Nachtragskredite zum ... mehr lesen  1
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mo Di
Zürich 19°C 28°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Basel 19°C 30°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
St. Gallen 17°C 26°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Bern 19°C 29°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Luzern 20°C 28°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Genf 20°C 33°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Lugano 22°C 31°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten