Umfrage: Befürworten Sie Schuluniformen?
publiziert: Mittwoch, 2. Dez 2009 / 16:10 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 3. Dez 2009 / 23:52 Uhr

Zürich - Sind Schuluniformen ein geeignetes Mittel zur Integration von Kindern und Jugendlichen? Wie eine Kurz-Umfrage von news.ch ergab, findet sich kaum jemand, der sich eindeutig gegen Schuluniformen ausspricht. Es bestehen Hoffnungen auf mehr mehr Gleichheit und weniger Ausgrenzung.

1 Meldung im Zusammenhang
Ronny Koch, 20, Velomechaniker, Zürich

«Ich weiss nicht, ob das etwas bringt, ich gehe nicht mehr in die Schule. Es wäre einfach etwas anderes, dann sehen in den Kleidern alle gleich aus. Vielleicht läuft man dann ein bisschen anständiger herum», sagt Ronny.

Agnes, Basel

Für Agnes ist sofort klar: «Ich bin voll dafür.» In der Gruppe der sieben Frauen, die mit Agnes auf das Tram warten, spricht sich nur eine gegen Schuluniformen aus. Alle anderen sind dafür. Dies, obwohl der Versuch mit obligatorischer Schulbekleidung in Basel ein Misserfolg war, wie Agnes zugibt. Doch dann muss die Gruppe aufs Tram.

Edi Odermatt, 67, Ex-Wirt, Zürich

«Ich habe keine Kinder. Aber ich könnte mir vorstellen, dass Schuluniformen Vorteile haben, so dass es weniger Diskriminierungen gibt», so Edi Odermatt.

Loli Anta, 24, nicht berufstätig, Zürich

«Als ich in Spanien zur Schule ging, war ich gegen Schuluniformen, wie es die Privatschulen hatten. Heute bin ich dafür. In den öffentlichen Schulen in Spanien konnte man Schuluniformen kaufen. Diese waren aber freiwillig», erzählt Loli Anta.

Barbara Rigassi, 53, kaufmännische Angestellte auf Stellensuche, Zürich

«Mit Schuluniformen würden Kinder von den Mitschülern weniger diskriminiert. Kinder sind relativ gnadenlos, wenn jemand nicht dazu gehört. Es sollten aber keine Schottenröckchen sein, wie man es aus Grossbritannien kennt. Ich habe modemässig selber nicht dazu gehört und musste Strumpfhosen tragen, während alle anderen schon Kniesocken anziehen durften. Es hiess immer: Du bist nicht wie die anderen», erinnert sich Barbara Rigassi.

(Harald Tappeiner/news.ch)

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unbedingt!
zwar keine Einheitsuniform, aber es wäre gut wenn die Schule eine Auswahl an Kleidern vorschreiben würde. Zum einen würde der Markenwahn etwas eingedämmt werden, zum anderen könnten "Stringtanga im Unterricht" Diskussionen aus der Welt geräumt werden.
Ich hatte damals unter der "Marcel Scheiner Uniform" gelitten, da wir uns keine Marcel Scheiner Jeans leisten konnten.

Mit einer Schuluniform könnte mindestens auf dem Schulweg und während es Schulbetriebs solchem Gruppendruck entgegengewirkt werden.

Wichtig wäre aber auf jeden Fall, dass dies keine "Militäruniform" wird und dass sie bequem zu tragen ist. Auch im Geschäftsalltag wird die Krawatte mehr und mehr verdrängt, eine Schuluniform kann auch ziemlich légère aufgemacht sein.
Ja zu Schuluniformen
Ich persönlich sehe nur Vorteile in der Verwendung von Schuluniformen. Die ganzen Diskussionen darum, ob Schüler X jetzt auch die neueste Hose von Hersteller Y trägt oder ob sich seine Eltern "nur" die Hose vom Discounter leisten können würde endlich entfallen.

Die Gefahr, dass sich die eigene Persönlichkeit der Schüler nicht entwickeln kann, halte ich für unlogisch. Ich denke, die Schüler werden so wieder mehr Wert auf den Inhalt (sprich den Menschen) und weniger auf die Verpackung (Kleider, Labels) legen.

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