Umfrage: Mehrheit gegen Einbürgerungs-Initiative
publiziert: Mittwoch, 21. Mai 2008 / 18:52 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 21. Mai 2008 / 19:27 Uhr

Bern - Die Einbürgerungs-Initiative und der Gesundheitsartikel geraten ins Wanken. Laut der neuesten SRG-Umfrage findet sich erstmals eine Mehrheit gegen das Volksbegehren der SVP. Der Gesundheitsartikel steht auf der Kippe.

«Sonntagsfrage»: 56 % der Stimmberechtigten hätten gegen die Einbürgerungs-Initiative votiert und 33 % dafür.
«Sonntagsfrage»: 56 % der Stimmberechtigten hätten gegen die Einbürgerungs-Initiative votiert und 33 % dafür.
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Wäre am letzten Wochenende abgestimmt worden, hätten 56 % der Stimmberechtigten gegen die Einbürgerungs-Initiative votiert und 33 % dafür. Zu diesem Ergebnis kam das Forschungsinstitut gfs.bern, das im Auftrag der SRG SSR idée suisse 1209 Personen befragte.

Vor vier Wochen hatte sich die Ausgangslage anlässlich der ersten Abstimmungsumfrage der SRG noch ganz anders präsentiert: Damals lagen die Befürworter noch mit 48 % Ja und 37 % Nein vorn, wie die SRG mitteilte.

Ins Wanken gerät aber auch der Gesundheitsartikel in der Verfassung: Neu lehnen 45 % der Befragten die Vorlage ab, während ihr 39 % zustimmen. Mitte April waren es noch 62 % Ja gegen 18 % Nein gewesen.

gfs.bern führt die «unüblich starke Veränderung» bei der Einbürgerungs-Initiative unter anderem auf zwei Faktoren zurück: Eine unterdurchschnittliche Mobilisierung der SVP-Wählerschaft und einen Stimmungswandel bei FDP- und CVP-Wählerschaft.

Späte Meinungsbildung

«Ausserordentlich» sei auch der Meinungsumschwung beim Gesundheitsartikel, schreibt die SRG weiter. Die Meinungsbildung habe hier unüblich spät eingesetzt. Ausschlaggebend dafür sei, dass wichtige Akteure des Gesundheitswesens sich spät, aber klar gegen die Vorlage geäussert hätten.

Nach wie vor klar abgelehnt wird die Maulkorb-Initiative: Der Nein-Anteil stieg seit Mitte April um 3 Prozentpunkte auf 60 %. Die Ja-Seite blieb dagegen mit 26 % gegenüber 27 % vor vier Wochen relativ stabil.

(fest/sda)

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