Umfrage: Neun von zehn Schweizern für Neutralität
publiziert: Montag, 18. Aug 2003 / 14:42 Uhr

Bern - Die Neutralität wird seit dem Irak-Krieg wieder höher bewertet. Zudem befindet sich die UNO als Garantin des Völkerrechts im Meinungshoch. Dies zeigt die jährliche Umfrage der Forschungsstelle für Sicherheitspolitik an der ETH Zürich.

Die vor und nach dem Irak-Krieg durchgeführte Doppelumfrage zeigt, dass neun von zehn Schweizerinnen und Schweizern an der Neutralität festhalten. Der Staatsmaxime wird nach den Terrorattacken in den USA und dem Irak-Krieg auch wieder eine Schutzfunktion zugesprochen.

Die repräsentative Umfrage zeige einen tief sitzenden Reflex gegen die Vormachtstellung eines einzelnen Staates und einen relativ hohen Grad von Antiamerikanismus, sagte Projektleiter Karl Haltiner. Schweizerinnen und Schweizer seien sich bewusst, dass der Kleine ohne allgemeine Respektierung des internationalen Rechts der Macht der Grossen ausgeliefert sei.

Die UNO habe seit dem Irak-Krieg an Ansehen und Statur gewonnen, sagte Haltiner. Das Prestige der Weltorganisation als Hüterin des Völkerrechts legte zwischen Februar und April 2003 um volle 14 Prozentpunkte auf 79 Prozent zu.

Völkerrecht und Kriegsverhinderung seien Schweizerinnen und Schweizern erstrangige Anliegen. Das Vorgehen der USA in Irak habe diese Haltung bestärkt, kommentiert die Forschungsstelle.

Das allgemeine Sicherheitsgefühl der Schweizerinnen und Schweizer ist gemäss der Umfrage sehr gut. Unter dem Gesichtspunkt der inneren Sicherheit sind aber 91 Prozent für eine intensivere polizeiliche Zusammenarbeit: Ein Beitritt zum Schengen-Abkommen der EU könnte derzeit mit hoher Billigung rechnen.

Die Armee wird grossmehrheitlich bejaht. Sie wird jedoch stärker denn je als multifunktionale Sicherheitsorganisation für Katastrophenhilfe und Polizeiassistenz statt als militärisches Verteidigungsinstrument wahrgenommen.

Die aussenpolitische Öffnungsbereitschaft hat sich nicht verändert. Eine Zweidrittelsmehrheit begrüsst eine moderate, die Souveränität nicht einschränkende Öffnung der Schweiz. Ein Beitritt zur EU und zur NATO wird nach wie vor wuchtig abgelehnt. Die Miliz wird einer Berufsarmee wieder stärker vorgezogen als früher.

(fest/sda)

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