«Umma Schweiz» - neue Islamorganisation
publiziert: Sonntag, 13. Mrz 2011 / 22:34 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 13. Mrz 2011 / 23:05 Uhr
Hisham Maizar: Umma bedeute «Gemeinschaft aller Muslime».
Hisham Maizar: Umma bedeute «Gemeinschaft aller Muslime».

Bern - Zwei grosse muslimische Dachorganisationen in der Schweiz wollen eine neue Gemeinschaft gründen, die alle hierzulande lebenden Muslime vertritt. Ziel ist Anerkennung des Islams als öffentlich-rechtliche Glaubensgemeinschaft.

5 Meldungen im Zusammenhang
Die neue Gemeinschaft solle «Umma Schweiz» heissen, bestätigte Hisham Maizar einen Bericht der Zeitung «Der Sonntag». Maizar ist Präsident der Föderation islamischer Dachorganisationen der Schweiz (FIDS). Zusammen mit der Koordination Islamischer Organisationen Schweiz (KIOS) werde die neue Gemeinschaft derzeit diskutiert.

Dabei werde auch die Basis der beiden Dachorganisationen miteinbezogen, sagte Maizar. Ziel sei die Gründung einer islamischen Glaubensgemeinschaft analog der christlichen und jüdischen Religionsgemeinschaften. «Umma» ist arabisch und bedeutet «Gemeinschaft aller Muslime».

Image des Islams verbessern

Muslime gebe es schon seit vielen Jahren in Europa, sagte Maizar. Man können nicht so tun, als ob der Islam in der Schweiz nicht existieren würde. Die neue Gemeinschaft würde es den Muslimen erlauben, mit einer Stimme zu sprechen.

Die zukünftige Gemeinschaft solle offen sein für alle Muslime, sagte Maizar weiter. Radikale Gruppen müssten aber auf ihre extremen Positionen verzichten, wenn sie mitmachen möchten, sagte Maizar.

«Wir möchten das Bild des Islams verbessern - unsere Gemeinschaft leistet ebenso ihren Beitrag zur Gesellschaft wie die anderen», sagte Maizar.

Eine Art Parlament

Die beiden Dachorganisationen FIDS und KIOS wollen eine Art Parlament aufstellen, gewählt von den rund 400'000 Musliminnen und Muslimen in der Schweiz. Die Wahl soll spätestens Anfang 2012 stattfinden, wie Maizar weiter sagte.

Eine Kommission, zusammengesetzt aus Experten des öffentlichen Rechts und des islamischen Rechts, sei bereits daran, die Statuten der neuen Gemeinschaft zu erarbeiten, sagte Maizar. Die Gemeinschaft solle im Einklang stehen mit eidgenössischem und kantonalem Recht.

(fest/sda)

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Diskussion
Sie haben recht Kassandra. Eine Diskussion erübrigt sich solange, als Islamorganisationen sich als Vereinigung zur Forderung der Shariaeinführung verstehen.
Europa hat eine Hochkultur geschaffen. Die Aufklärung und die Trenneung von Religion und Staat haben die Fortschritte bewirkt, deren Segnungen wir heute geniessen dürfen.

Ein Verein, der fordert, dass wir uns auf mittelalterliches Niveau zurückentwickeln sollen, damit sich auch die Rückständigen unter den Moslems (die immer noch den öffentlichen Raum mit ihren frauenverachtenden Kopftüchern, der bigotten und kranken Sexualmoral des getrennten Schwimmunterrichtes für Kinder, dem lautstark gebietserobernden Ruf des Muezzins vom Minarett aus, einnehmen wollen) wohl fühlen, hat in einer Demokratie nichts zu suchen.

Das funktioniert nicht. Der wortgetreu gelebte Koran widerspricht der Bundesverfassung und unserem Rechtssystem.

Statt sich Gedanken zu machen, wie man die Umma in die Neuzeit bringen kann und sie mit den Andersgläubigen versöhnt, will man die Andersgläubigen zwingen, sich ihr anzupassen und scheibchenweise die Sharia einführen.

Auf so einen Verein verzichte ich dankend.
Zufällig kenne ich Herrn Dr. Maizar
Ich kann nur sagen, er hat als Arzt mit langjähriger Praxis hier im Thurgau unzähligen kranken Menschen geholfen, egal ob das Schweizer, Juden oder Muslime waren. Ihm vertraue ich voll und ganz.. Er ist für mich das Paradebeispiel eines aufgeklärten und glaubhaften Muslim. In unserer Verfassung ist die Religionsfreiheit gagantiert, also, was gibt es da eigentlich zu diskutieren?
Tolldreist
«Umma» ist arabisch und bedeutet «Gemeinschaft aller Muslime».
Stimmt genau. Wenn ein Finger der Hand juckt, wird vom Rest des Körpers gekratzt, zum Beispiel der anderen Hand.
So war das schon zu Zeiten der Mohhamed Karikaturen, die die dänischen Imame an einem internationalen Imam - Treffen zur Sprache brachten, mit der Aussage "die Dänen werden frech". Nach ein paar Monaten Vorbereitung, brannten in Pakistan dänische Flaggen.

In den Staaten laufen gerade Hearings zu dem Thema, initiert von Kongressabgeordneten, die festgestellt haben, dass die Islamorganisationen die Einführung der Sharia in den Vereinigten Staaten anstreben und bereit sind, dieses Ziel auch mit Gewalt zu erreichen.

Wer weiss, dass der Islam Unterwerfung bedeutet, weiss auch dass Unterwerfung unter das Diktat eines Führers sich seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges als langfristig untauglich erwiesen hat.

Der Islam hat immerhin schon 1400 Jahre als faschistische Ideologie durchgehalten. Es wird Zeit, dass dieses Kapitel der Menschheit zu Ende geht und wieder Frieden einzieht, in die vom Islam gebeutelten Regionen.
Die Moslems werden das entweder selber begreifen, oder es wird ihnen geholfen werden müssen dabei.
Wieso nicht
Vorausgesetzt die Nichtmitglieder von Religionen bezahlen nicht über Steuern mit wie es heute noch höchst stossend praktiziert wird. Dann können die religiösen Menschen ihr Geld in Moscheen, Kirchen, Synagogen stecken soviel sie wollen. Aber nicht mehr das Geld der "Ungläubigen" dazu benutzen!
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