Umstrittener Bischof will Beweise für den Holocaust
publiziert: Samstag, 7. Feb 2009 / 14:54 Uhr / aktualisiert: Samstag, 7. Feb 2009 / 15:43 Uhr

Passau - Der umstrittene Bischof der Piusbruderschaft, Richard Williamson, will seine Aussagen zum Holocaust vorerst nicht widerrufen. Er wolle zunächst die historischen Beweise prüfen, sagte er dem Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» laut einem Vorabbericht.

Der umstrittene Bischof Richard Williamson muss nochmal auf die Schulbank.
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«Und wenn ich diese Beweise finde, dann werde ich mich korrigieren. Aber das wird Zeit brauchen», fügte Williamson hinzu. Der Vatikan hatte Williamson am Mittwoch aufgefordert, er solle seine Äusserungen zum Holocaust öffentlich und eindeutig widerrufen.

Williamson hatte in einem Interview mit dem schwedischen Fernsehen gesagt, er denke, dass «200'000 bis 300'000 Juden in den Konzentrationslagern gestorben» seien, aber «nicht ein einziger von ihnen in Gaskammern».

Die Aufhebung der Exkommunizierung von Williamson und drei weiteren Bischöfen der erzkonservativen Piusbruderschaft am 24. Januar durch Papst Benedikt XVI. hatte einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Nach Angaben des Vatikans wusste Benedikt XVI. nichts von den Interview-Äusserungen Williamsons, die drei Tage zuvor veröffentlicht worden waren.

(tri/sda)

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