'100 Prozent Erneuerbare'
Umweltschützer projizieren Klimaforderungen auf Zugspitzmassiv
publiziert: Montag, 8. Jun 2015 / 07:22 Uhr / aktualisiert: Montag, 8. Jun 2015 / 08:17 Uhr
Greenpeace fordert die G7-Länder müssten sich «klar zu den zukunftsweisenden Technologien der Erneuerbaren Energien bekennen».
Greenpeace fordert die G7-Länder müssten sich «klar zu den zukunftsweisenden Technologien der Erneuerbaren Energien bekennen».

Garmisch-Partenkirchen - Umweltschützer haben mit einer riesigen Laserprojektion auf das Zugspitzenmassiv die G7-Staaten zu einer globalen Klimawende aufgefordert. An der Aktion beteiligten sich 25 Greenpeace-Aktivisten.

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«Kanzlerin Merkel muss in Elmau das Ende des Kohlezeitalters einläuten», sagte Tobias Münchmeyer, Greenpeace-Energieexperte am frühen Montagmorgen in Garmisch-Partenkirchen. Auf dem Bergmassiv leuchtete in grünen Buchstaben die doppeldeutige Forderung «G7: 100 Prozent Erneuerbare!».

Umweltschützer fordern die Staats- und Regierungschefs führender Industrienationen (G7) auf, bei deren Treffen im benachbarten Schloss Elmau gemeinsam den Ausstieg aus Kohle- und Atomkraft einzuleiten. Am Montag wollen die G7-Teilnehmer über den Klimaschutz sprechen.

Greenpeace kritisierte, auch weil G7-Länder wie Deutschland ihren Kohleanteil am Strommix nicht schnell genug reduzierten, sei die Gruppe der sieben führenden Industrienationen noch immer für mehr als ein Viertel des globalen Treibhausgasausstosses verantwortlich.

Die G7-Länder müssten sich «klar zu den zukunftsweisenden Technologien der Erneuerbaren Energien bekennen». Atomkraft sei viel zu riskant und daher keine Alternative.

Anzeige möglich

Merkel möchte mit Blick auf die UNO-Klimakonferenz Ende des Jahres in Paris aus Elmau ein möglichst starkes Signal zur Emissionsminderung setzen. Weitere Themen des zweiten und letzten Gipfeltags sind der Kampf gegen den internationalen Terrorismus sowie Entwicklungshilfe und Gesundheitsschutz.

Die Greenpeace-Aktion auf einer Wiese vor dem Zugspitzmassiv alarmierte die Polizei, die mit mehr als 20 Beamten anrückte. Greenpeace muss mit einer Anzeige wegen einer nicht angemeldeten Versammlung rechnen.

(jbo/sda)

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