Unabhängiges Kosovo wird nie UNO-Mitglied
publiziert: Donnerstag, 17. Jan 2008 / 07:35 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 17. Jan 2008 / 16:50 Uhr

New York - Russland hat sich hinter seinen Verbündeten Serbien gestellt. Es sprach sich gegen eine UNO-Mitgliedschaft des Kosovo bei einer einseitigen Unabhängigkeitserklärung aus.

Internationales Recht beachten: Boris Tadic.
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Zudem könnten die Kosovo-Albaner keinen internationalen Organisationen beitreten, sagte der russische UNO-Botschafter, Witali Tschurkin, am Mittwoch (Ortszeit). Auch der serbische Präsident Boris Tadic kündigte an, einen eigenständigen Staat der Kosovo-Albaner niemals anzuerkennen.

Zugleich bekannte sich Tadic zum Gewaltverzicht, den die Serben und die Kosovo-Albaner 2007 bei viermonatigen Verhandlungen um die Zukunft der Provinz vereinbart hatten.

Sein Land werde jedoch seine territoriale Integrität und Souveränität mit allen demokratischen, rechtlichen und diplomatischen Mitteln verteidigen, sagte Tadic.

Zeit für Gespräche ist vorbei

Sowohl Tschurkin als auch Tadic forderten den UNO-Sicherheitsrat auf, weiter nach einer Lösung für das Kosovo zu suchen, mit der sowohl die Regierung in Pristina als auch in Belgrad zufrieden sein können.

Nach Einschätzung von Diplomaten ist die Zeit für Gespräche jedoch vorbei.

Der Ministerpräsident des Kosovo, Hashim Thaci, kündigte eine baldige Unabhängigkeit der Provinz an.

Er und Tadic hätten sich in New York «als Führer von zwei unabhängigen Staaten» die Hand gegeben. Das Kosovo sei «bereit für eine endgültige Lösung», betonte Thaci.

Mehrheit wird neuen Staat anerkennen

Kosovo werde ein «Land mit gleichen Möglichkeiten für alle Bürger» sein, sicherte der ehemalige Unabhängigkeitskämpfer mit Blick auf die serbische Minderheit zu.

Die Provinz wird sich voraussichtlich Anfang Februar von Serbien lossagen.

Die USA und eine Mehrheit der 27 EU-Mitgliedsstaaten dürften nach Angaben von westlichen Diplomaten den neuen Staat dann anerkennen.

(ht/sda)

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