Uneinsichtig: Iran will weiter Uran anreichern
publiziert: Samstag, 19. Jul 2008 / 19:38 Uhr / aktualisiert: Samstag, 19. Jul 2008 / 20:22 Uhr

Genf - Nach der Verhandlungen über das iranische Atomprogramm in Genf ist der Iran eine Antwort auf das Kooperationsangebot der fünf UNO-Vetomächte sowie Deutschlands schuldig geblieben. Weitere Gespräche sind jedoch möglich.

EU-Chefdiplomat Janvier Solana: «Wir haben weder ein Ja noch ein Nein erhalten.»
EU-Chefdiplomat Janvier Solana: «Wir haben weder ein Ja noch ein Nein erhalten.»
4 Meldungen im Zusammenhang
«Wir haben ein Angebot gemacht. Wir haben aber keine klare Antwort, weder ein Ja, noch ein Nein, erhalten», sagte der EU-Aussenbeauftragte Javier Solana nach einem Treffen mit dem iranischen Chefunterhändler Said Dschalili.

Sie hatten über ein neues Kooperationsangebot der fünf Vetomächte plus Deutschland beraten.

Konstruktive Begegnung

Solana sprach von einer «konstruktiven Begegnung», zugleich aber von «ungenügendem Fortschritt». Er hoffe aber, dass dies innerhalb von zwei Wochen der Fall sein werde, sagte Solana weiter. Ein konkretes Datum sei nicht vereinbart worden.

Dschalili sagte, bei der Unterredung seien Fortschritte gemacht worden. Über die jeweiligen Positionen, wie die Verhandlungen fortgesetzt werden könnten, sei ein «besseres Verständnis» erzielt worden.

Das Angebot der fünf UNO-Vetomächte (neben den USA auch Grossbritannien, Frankreich, Russland und China) und Deutschland sieht eine enge wirtschaftliche, wissenschaftliche aber auch politische Zusammenarbeit mit dem Iran vor. Als Bedingung für die Kooperation wird allerdings gefordert, dass Teheran sein Urananreicherungsprogramm aussetzt.

Keinesfalls auf die Anreicherung von Uran zu verzichten

Bereits zum Auftakt des mit Spannung erwarteten Treffens hatte der Iran den Hoffnungen auf eine Entspannung im Atomstreit einen Dämpfer verpasst. Mehrere Vertreter der Teheraner Regierung betonten, keinesfalls auf die Anreicherung von Uran zu verzichten.

Die islamische Republik beharrt auf ihrem Recht auf eine friedlich Nutzung der Atomenergie; insbesondere die USA verdächtigen den Iran, Atomwaffen zu entwickeln.

Positiv auf die Atmosphäre habe sich die Anwesenheit des US- Staatssekretärs William Burns bei den Verhandlungen in Genf ausgewirkt, hiess es in diplomatischen Kreisen. Es war das erste Mal seit 30 Jahren, dass ein US-Regierungsvertreter zusammen mit einem iranischen Diplomaten an einem Tisch sass.

Die Schweiz wünscht sich eine diplomatische Lösung

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) begrüsst, dass die Parteien die Gespräche weiterführen wollen.

Bundesrätin Micheline Calmy-Rey habe den EU-Aussenbeauftragten Javier Solana und den iranischen Chefunterhändler Said Dschalili nach dem Treffen zu separaten Gesprächen empfangen. Sie wiederholte die Position der Schweiz, welche sich stets für eine diplomatische Lösung in der iranischen Nuklearfrage eingesetzt hat, schrieb das EDA.

(li/sda)

Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von 8 Leserinnen und Lesern kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Shannon - US-Aussenministerin Condoleezza Rice forderte vom Iran eine klare ... mehr lesen
US-Aussenministerin Condoleezza Rice geht die Geduld aus.
Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad.
Teheran - Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat die jüngsten Atomgespräche in Genf als «Schritt nach vorn» bezeichnet. mehr lesen
Genf - Im Atomstreit mit Iran hat in ... mehr lesen
Javier Solana traf mit dem iranischen Chefunterhändler Said Dschalili zusammen.
Sieht den Iran nicht als ewigen Feind: Condoleezza Rice.
Ankara/Washington/Teheran - Vor ... mehr lesen
passender Link
Nicht mit der Presse...
nun dann frage ich mich, woher Sososo seine Informationen bezieht. Sind Sie ein Agent oder haben Sie Kontakte zu jedem Regiergungsmitglied dieser Welt? Woher haben Sie denn die Informationen mit den 200 (warens nicht mal 250?) Atombomben der Israelis? Ach, das stand glaub ich in der Presse, darum ist es wohl irrelevant. Übrigens las ich vom IRAK Krieg bislang auch nur in Zeitungen oder sah was im Fernsehen. Daraus schliesse ich, dass dies wahrscheinlich gar nicht wahr ist.

Nun, Sososo, ihr Argument mit der Presse lies sich so ziemlich einfach gegen Sie verwenden.
HEuchelei und Bedrohung
Israel ist ständig bedroht - die Kriegserklärung von mehreren arabischen Staaten an seine Adresse erfolgte noch in der Gründungsnacht. Sie besteht noch immer. An den zivilen Plänen der iranischen Urananreicherung hege nicht ich Zweifel, sonder besser Informierte. Wieso meinen Sie, bemüht sich Solana schon zum xten Mal? Und von wegen Todschalg und Aggressionen - sie lesen offensichtlich eine andere "Presse" als ich. Mir genügen die Transskripte von Achmedinejads regelmässigen Hasstiraden. Und was in den palästinensischen Schulen über die "Juden" verbreitet wird ist haarsträubend. Der kürzlich vollzogene "Gefangenenaustausch" inkl. Staatsfeier für die heimkehrenden lebendigen (!) "Helden" spricht Bände.

sososo
Liebe logine

ich möchte gerne wissen von wo du weisst, dass die Iraner an einer A-Bombe basteln?? Und komme mir bitte nicht mit der lieben Presse!!

Es gibt nur ein Land im Nahen Osten, dass seine Nachbarn mit Massenvernichtungswaffen bedroht, über 200 Atomwaffen hat, NICHT den Atomsperrvertrag unterschrieben hat und sich keinerlei Prüfung durch die IAEA der UNO-Atomaufsichtsbehörde unterwirft ... und das ist ISRAEL.

Im Gegensatz dazu hat der Iran den Sperrvertrag unterschrieben, lässt eine laufende Prüfung durch die IAEA zu, besitzt keine Atomwaffen, arbeitet laut US-Geheimdienstbericht an keinem Waffenprogramm und hat keine seiner Nachbarn jemals bedroht oder das Land seiner Nachbarn je besetzt ... im Gegensatz zu ISRAEL, das nur Kriege, Mord und Totschlag betreibt.

Dies zeigt, was für eine Doppelmoral, Heuchelei und schlichtweg totale Lüge über diese "Bedrohung" aus dem Iran erzählt wird und wer der wirklich Aggressor ist.
Verträge
Iran bastelt an der Bombe. Es existiert ein internationaler Atomsperrvertrag, den gilt es einzuhalten, damit es nicht zu einer unkontrollierten Verbreitung von nuklearen Waffen kommt. Da geht es auch um geopolitische Gleichgewichte. Nicht zuletzt auf dieser staatsrechtlichen Grundlage verhandeln der EU-Gesandte Solana und andere Diplomaten mit Teheran - Nordkorea zeigte sich nach langem Starrsinn schliesslich doch noch einsichtig und stoppte sein umstrittenes Programm.
wären sie doch nur lieb
es geht um ein sacrosantes Prinzip des zivilen Zusammenlebens, nämlich, daß nicht auf bloße Vermutung hin gehandelt werden kann.
Immer muß erst eine Tat geschehen, dann kann bestraft werden (obwohl auch das schon Kleinkinderkram ist).
Es wird die Polizeistreife nicht einen Ehemann verhaften, weil sich die Frau bedroht fühlt, erst muß er sie geschlagen haben. So ist das nun mal.
Daß Israel sich bedroht fühlt, ist nur zu gut nachzuvollziehen. Sie dürfen auch alle Vorkehrungen treffen, gegen eine vermutete Bedrohung. Man kann aber daraus nicht ableiten einem Staat etwas zu verwehren was man selbst ja besitzt.
Und - hat der Iran vielleicht auch das Recht sich bedroht zu fühlen?
Also, wenn der Iran keine Atomwaffen haben darf, dann muß Israel die seinen abschaffen. Vielleicht wird so ein Schuh daraus?
Die lieben Nachbarn
Sie haben in weiten Teilen recht - nur, der gute Nachbar (Iran) droht ganz offen damit mit seinem "Messer" (Raketen, wie kürzlich demonstriert) ihre Verwandten (Israel) abzustechen - was machen Sie da? Wahrscheinlich beobachten Sie ihn genauer, als wenn er mit dem Messer bloss täglich um 7h unkoordiniert in der Luft herumfuchtelt. Wir sehen ja, was Raketen in den Händen von Terroristen à la Hamas, Hizbollah & Co. anrichten, das sind keine glitzernden Murmeln, mit denen alle Buben auf der Welt spielen können. Die machen buuuuum, und dabei spritzt Blut. Also ganz so harmlos wie Sie die Sache darstellen ist sie doch nicht.
keine Lösung ist die beste
hier wird ein Popanz aufgebaut, oder besser, ein Problem erfunden, das mit allergrößter Anstrengung, gelöst werden muß. ..so als hätte man sonst nichts zu tun.
Hilfe, meine Tochter wird schwanger, sofort zum Arzt, dabei ist sie noch Jungfrau, aber sie könnte es ja werden, deshalb gleich vorsehen. Welch ein Irrsinn treibt die Politiker um? Jeder Staat kann Atomkraftwerke betreiben, nur die Muselmänner nicht, weil sie so gar nicht in das Weltbild bornierter, von den USA dominierter Politiker passen.
Die könnten noch nicht einmal mich überzeugen, mich so zu verhalten wie die es wollen, geschweige denn einen souveränen Staat.
Wo leben wir denn? Jeder Staat hat die Freiheit seine Entscheidungen in völliger Autonomie zu treffen - basta. Er kann sogar beschließen einen anderen Staat anzugreifen. Kein Mensch hat das Recht da hereinzureden und ihm seine Sicht der Dinge aufzuzwingen, wobe für jeden ersichtlich ist, daß die gesamte Argumentationskette auf Lügen und bestenfalls Halbwahrheiten aufgebaut ist.
Ich werden demnächst meinen Nachbarn präventiv killen, weil der sich ein langes Haushaltsmesser gekauft hat, früher oder später kann er ja damit auf mich losgehen.
Beweise? Fehlanzeige
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Kein Psychopath, sondern ein der Realität verpflichteter Diktator: Kim Jong-un.
Kein Psychopath, sondern ein der Realität verpflichteter ...
Achtens Asien Kim Jong-un ist ein Meister der Propaganda und (Selbst)Inszenierung. Nach vier Jahren an der Macht liess er sich nun am VII. Kongress der Koreanischen Arbeiterpartei zum Vorsitzenden krönen. mehr lesen  
Mehr Qualität und Quantität  Seoul - Nordkorea will seine Atomwaffenkapazitäten weiter ausbauen. Dies betreffe sowohl die Qualität als auch die Quantität der Waffen, beschloss der Kongress der regierenden Arbeiterpartei am Sonntag, wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA meldete. mehr lesen  
Die USA, Deutschland, Frankreich und Grossbritannien rufen den rat auf Massnahmen zu ergreifen.
Brief an UNO  New York - Mehrere westliche Staaten ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Der Remoteserver hat einen Fehler zurückgegeben: (500) Interner Serverfehler.
Source: http://www.news.ch/ajax/top5.aspx?ID=0&col=COL_3_1
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich 0°C 11°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Basel 2°C 13°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
St. Gallen 2°C 9°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Bern 1°C 10°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Luzern 4°C 11°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Genf 2°C 13°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Lugano 8°C 17°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten