Unfallrisiko Freizeit
publiziert: Donnerstag, 1. Jun 2006 / 10:53 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 1. Jun 2006 / 13:49 Uhr

Bern - Berufstätige verunfallen in der Freizeit deutlich öfter als bei der Arbeit. Heute wurde die Unfallstatistik 2006 veröffentlicht.

Bei schönem Wetter nehmen auch die Unfälle zu.
Bei schönem Wetter nehmen auch die Unfälle zu.
Bei den Freizeit-Unfällen spielt das Wetter eine entscheidene Rolle, wie es in der heute veröffentlichten Unfallstatistik 2006 heisst.

Gab es 1985 noch 110 Berufsunfälle auf 1000 Beschäftigte, so sind es derzeit noch etwa 70 Fälle.

Die Zahl der Unfälle in der Freizeit schwankte in dieser Zeit zwischen 120 und 135 pro 1000 Beschäftigte; 2004 waren es 123.

Das Freizeitunfallrisiko lag also 76 Prozent höher als das Berufsunfallrisiko, wie die Sammelstelle für die Statistik der Unfallversicherung in der Unfallstatistik, schreibt. Deren Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2004.

Mehr Frauen unter den Erwerbstätigen

Einer der Gründe für die unterschiedliche Risiko-Entwicklung in Beruf und Freizeit ist der zunehmende Anteil der Frauen unter den Erwerbstätigen. Die Freizeit-Unfälle der Frauen nahmen 1985-2004 von 107 000 auf 160 000 um 50 Prozent zu.

Bei den Männern schwankten die Freizeitunfall-Zahlen in diesem Zeitraum zwischen rund 270 und 310; 2004 lagen sie bei 278 000. 2004 waren 37 Prozent der in der Freizeit verunfallten Personen Frauen.

Bei den Frauen dominierten Unfälle in Haus und Garten (42 Prozent). Bei Männern stehen Unfälle bei Sport und Spiel mit 48 Prozent im Vordergrund.

Besseres Wetter - Mehr Unfälle

Je besser das Wetter, desto mehr Freizeitaktivität, desto mehr Freizeitunfälle - dies zeigte sich besonders im Jahr 2003 mit seinen guten Schneeverhältnissen im Winter und der langanhaltenden Hitze im Sommer. Es gab 9 Prozent mehr Unfälle bei Sport und Spiel als 2002.

Besonders stark nahmen die Unfallzahlen beim Bergsport zu (plus 30 Prozent, beim Wintersport (19 Prozent), beim Wassersport (23 Prozent) und beim Radsport (39 Prozent). 2004 gab es in diesen Sportarten wieder bedeutend weniger Unfälle.

(rr/sda)

 
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