Unfallverhütungskommission der Armee ersatzlos aufgelöst
publiziert: Montag, 23. Jun 2008 / 11:31 Uhr / aktualisiert: Montag, 23. Jun 2008 / 15:36 Uhr

Bern - Die Militärische Unfallverhütungskommission (MUVK) wurde auf Ende 2007 aufgelöst, weil die Armeeführung sie als «zu einseitig strassenverkehrslastig» einstufte. Stattdessen will die Armee künftig direkt mit Fachorganisationen kooperieren.

Auch die Unfallverhütungskommission hätte das Unglück nicht verhindern können.
Auch die Unfallverhütungskommission hätte das Unglück nicht verhindern können.
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Das Netzwerk der Armee ermögliche auch ohne MUVK die direkte Zusammenarbeit mit Fachspezialisten von der SUVA, der Beratungsstelle für Unfallverhütung, dem Bundesamt für Sport, dem Touring Club Schweiz oder der Polizei, sagte Armeesprecher Christoph Brunner auf Anfrage.

Diese Form der Zusammenarbeit erhöhe das Know-how auf beiden Seiten. Es bestehe deshalb auch nicht die Absicht, die MUVK in gleicher oder anderer Form wieder ins Leben zu rufen.

Während der Verwaltungsreform habe noch nicht die Absicht bestanden, die MUVK aufzulösen.

Know-how nicht verloren gegangen

Mit der Auflösung habe man einerseits der Strassenverkehrslastigkeit begegnen und andererseits die Effizienz steigern wollen, sagte Brunner. Externes Know-how sei der Armee nicht verloren gegangen.

Im Falle des Unglücks auf der Kander werde die Militärische Unfallverhütung die Lehren und Konsequenzen aus dem Fall ziehen, sobald die Ergebnisse der laufenden Untersuchung vorlägen, sagte Brunner.

(rr/sda)

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sinnlos
und wieder mal wird bestätigt was ich schon lange vermute

Die Armee hat definitiv ein Imageoproblem.. nun versuchen die sich aus der Verantwortung zu "stehlen"... anstatt mal ehrlich dazustehen und sagen: "es ist uns ein Mist passiert, wir schauen aber in Zukunft dass sowas nie mehr vorkommt"

Aber im Militär zählt nur eines: "Hirn abschalten", es wird einem ja sowieso alles vorgekäut..

Vor lauter nicht mehr wissen, was es zu tun gibt, werden solche hirnlose Aktionen gestartet, bei denen dann sinnlos Leute ums Leben kommen.. aber eben der Adjudant hockt ja in seinem Bunker und schert sich einen Teufel um das "Kanonenfutter" = gemeines Fussvolk... nicht umsonst heisst AdA = A**** der Armee..
Fatales Signal
Die Auflösung der MUVK ist ein fatales Signal für alle Möchtegern-Rambos wie Yv. Maag.
Was, wenn nicht eine dedizierte Arbeitsgruppe für Unfallverhütung soll denn diesem Treiben Einhalt gebieten?
Wie auch immer, es passt wunderbar zu einem Statement des Kommandanten, bei ich meine RS vor 15 Jahren gemacht habe: "Eine RS ohne einen Toten ist keine richtige RS"
.
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