Jüdische Gemeinde alarmiert
Ungarn will Neonazis abschaffen
publiziert: Dienstag, 7. Mai 2013 / 16:02 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 7. Mai 2013 / 20:30 Uhr
Die Jüdische Weltgemeinschaft fühlt sich bedrängt.
Die Jüdische Weltgemeinschaft fühlt sich bedrängt.

Budapest - Der Jüdische Weltkongress (WJC) hat vor einem Erstarken von Neonazi-Parteien in Europa gewarnt. Für solche Parteien gebe es mehrere Beispiele.

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Der Bericht «Der Aufstieg des Neonazismus im politischen Parteiensystem», der am Dienstag beim WJC-Plenum in Budapest vorgestellt wurde, greift drei Beispiele heraus: die rechtsextreme ungarische Parlamentspartei Jobbik (Die Besseren), die ultranationalistische «Goldene Morgenröte» in Griechenland und die deutsche NPD.

Neonazis sind auch anti-kapitalistisch und anti-sozialistisch

Der antisemitische Diskurs, der aggressive Chauvinismus und die anti-kapitalistische und anti-sozialistische Rhetorik dieser politischen Organisationen wiesen frappierende Gemeinsamkeiten mit der Ideologie der nationalsozialistischen NSDAP auf, sagte der Autor des Berichts, der britische Experte Robin Shepherd. «Deshalb ist die Bezeichnung Neonazi-Parteien angebracht», fügte er hinzu.

Der Bericht empfiehlt unter anderem, diese Parteien zu isolieren. Vertreter der demokratischen Kräfte sollten sich strikt weigern, mit Personen aus diesen Parteien bei öffentlichen Ereignissen zusammenzutreffen oder privaten Umgang mit ihnen zu pflegen.

Das WJC-Plenum war am Sonntag in Budapest zusammengetreten, um ein Zeichen gegen den zunehmenden Antisemitismus in Ungarn zu setzen, wie ihn vor allem die Jobbik vertritt. Die Tagung endete am Dienstag.

(dap/sda)

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