Unglaublich starke Schweizerinnen in Val d'Isère
publiziert: Sonntag, 20. Dez 2009 / 11:23 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 22. Dez 2009 / 00:23 Uhr

Das Schweizer Frauen-Team trumpfte in Val d'Isère praktisch aus dem Nichts ganz gross auf. Die 28-jährige Walliserin Fränzi Aufdenblatten feierte nach rund zehnjähriger Karriere im Super-G ihren ersten Weltcupsieg, indem sie ihre Innerschweizer Teamkollegin Nadia Styger mit 23 Hundertstel Vorsprung auf Platz 2 verwies.

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Der Amerikanerin Lindsey Vonn, derzeit im Ski-Weltcup das Mass aller Dinge, blieb nur Rang 3.

Die unglaubliche Schweizer Bilanz wurde zudem noch aufgewertet: Fabienne Suter belegte Platz 4, und zeitgleich landeten Martina Schild und Dominique Gisin auf Rang 6. Gisin war mit Nummer 42 gestartet.

Der 5. Platz, den Dominique Gisin in der zweiten Abfahrt in Lake Louise eingefahren hatte, war bisher die beste Schweizer Klassierung in einer gesamthaft unbefriedigenden Saison.

Die Frauen kamen nicht annähernd an die Leistungen der Männer heran, doch in Val d'Isère war auf einen Schlag plötzlich alles anders.

Endlich ein Sieg

Fränzi Aufdenblatten war schon zweimal Dritte einer Abfahrt gewesen, im Januar 2004 in Haus und im Januar 2006 in Bad Kleinkirchheim. Doch nun schlug sie unvermittelt zu, nachdem sie in diesem Winter erst ein einziges Mal, in Lake Louise als Achte, einen Rang in den Top 10 erreicht hatte.

Und mit ihr erwachten auch ihre Kolleginnen aus der Lethargie. Nadia Styger, vor knapp zwei Jahren Abfahrts-Gewinnerin der Olympia-Hauptprobe in Whistler Mountain, seither aber fast immer weit unter Wert geschlagen, überraschte als Zweite. Die 31-Jährige hat schon vier Weltcuprennen gewonnen, doch noch niemals war sie zuvor Zweite oder Dritte.

Alte Klasse

Fabienne Suter, die letzten Winter als Zweite im Super-G von St. Moritz hinter Lara Gut für den bisher letzten doppelten Schweizer Erfolg gesorgt hatte, bewies ihre Klasse als Vierte, und die Berner Oberländerin Martina Schild, 2006 an den Spielen von Turin Olympia-Zweite in der Abfahrt, fuhr als Sechste plötzlich wieder so stark wie einst.

Rang 6 teilte sich Schild letztlich mit Dominique Gisin, die mit Nummer 42 ebenfalls noch weit nach vorne fuhr. Gisin hat zwar schon zwei Abfahrten gewonnen, im Super-G aber war sie zuvor nie besser als auf dem 19. Rang klassiert.

Das Rennen war längere Zeit unterbrochen nach einem schweren Sturz von Marie Marchand-Arvier. Die Französin war kurze Zeit bewusstlos, dürfte sich aber nicht so schwerwiegend verletzt haben wie ursprünglich befürchtet.

Resultate:
1. Fränzi Aufdenblatten (Sz) 1:26,43. 2. Nadia Styger (Sz) 0,23 zurück. 3. Lindsey Vonn (USA) 0,26. 4. Fabienne Suter (Sz) 0,90. 5. Nadia Fanchini (It) 1,02. 6. Dominique Gisin (Sz) und Martina Schild (Sz) 1,07. 8. Viktoria Rebensburg (De) 1,10. 9. Andrea Fischbacher (Ö) 1,18. 10. Ingrid Jacquemod (Fr) 1,40. 11. Elisabeth Görgl (Ö) 1,42. 12. Anna Fenninger (Ö), Nicole Schmidhofer (Ö) und Kathrin Zettel (Ö) 1,46. 15. Julia Mancuso (USA) 1,53.

Ferner: 20. Maria Riesch (De) 2,02. 22. Monika Dumermuth (Sz) 2,05. 29. Nadja Kamer (Sz) 2,43. - Ausgeschieden: Anja Pärson (Sd), Marie Marchand-Arvier (Fr), Tina Weirather (Lie).

(bert/Si)

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