Ungleiche Verteilung: Lohnschere weit offen
publiziert: Montag, 23. Apr 2012 / 11:32 Uhr
Hohen Einkommen und Vermögen profitieren von Steuerentlastungen.
Hohen Einkommen und Vermögen profitieren von Steuerentlastungen.

Bern - Nach Berechnungen des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) geht die Lohnschere in der Schweiz immer weiter auf. Die hohen Löhne seien in den vergangenen Jahren viel stärker gestiegen als die tiefen und mittleren Einkommen.

Gemeinnützige internationale Hilfsorganisation
6 Meldungen im Zusammenhang
Gut eine Woche vor dem 1. Mai stellte der SGB am Montag in Bern seinen neusten Verteilungsbericht vor. Dieser zeige, in welch «dramatischem Ausmass» in den letzten zehn bis 15 Jahren die Einkommens- und Vermögensungleichheit zugenommen habe, hielt der SGB fest.

Schuld an der sich öffnenden Lohnschere sei auch die Steuer- und Abgabepolitik. Diese sei weiterhin geprägt von Steuerentlastungen für die hohen Einkommen und Vermögen, während die Krankenkassenprämien und die Mieten die Normalverdienenden unverhältnismässig belasten würden.

Der Gewerkschaftsbund rechnet vor: Eine vierköpfige Familie mit hohem Einkommen hatte im Jahr 2010 real 15'000 Franken mehr frei verfügbares Einkommen als im Jahr 2000. Eine vierköpfige Familie mit einem tiefem Einkommen hingegen nur 1'300 Franken zusätzlich. Die alleinstehenden Normalverdiener hatten 2010 gemäss SGB sogar weniger Geld zum Leben als zehn Jahre zuvor.

Ein Mittel gegen die Lohnschere sieht der Gewerkschaftsbund in seiner Mindestlohn-Initiative. Zudem soll es wieder vermehrt klassische Lohnsysteme mit generellen Lohnerhöhungen geben - dies statt einer individualisierten Lohnpolitik. Längerfristig will der SGB für einkommensabhängige Prämien bei den Krankenkassen kämpfen.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - In der Debatte um die Mindestlohn-Initiative ist jetzt das Parlament am Zug. Der Bundesrat hat am Mittwoch die ... mehr lesen
Bundesrat hält nichts von Mindestlohn als Mittel gegen Armut
Neuenburg - Die Sozialpartner in der Schweiz haben für 2012 im Rahmen von Gesamtarbeitsverträgen (GAV) Lohnerhöhungen von 1,1 Prozent beschlossen. Wegen des sinkenden Preisniveaus werden die Reallöhne stärker wachsen. mehr lesen 
Angestellte können sich etwas mehr leisten.
Neuenburg - Die Löhne in der Schweiz sind im vergangenen Jahr im Durchschnitt ... mehr lesen
Bern/Berlin - Auf Arbeitseinkommen in der Schweiz sind 2011 leicht mehr ... mehr lesen
Eine kinderlose alleinstehende Person mit durchschnittlichem Bruttolohn muss 21% des Einkommens in die öffentlichen Kassen abliefern.
Die Initianten fordern faire Löhne.
Bern - Wer Vollzeit arbeitet, soll davon auch leben können - dies verlangen ... mehr lesen 2
Weitere Artikel im Zusammenhang
Zürich - Die Löhne der höheren Kader von Schweizer Unternehmen wachsen kontinuierlich. In diesem Jahr sind die ... mehr lesen 1
Gefüllte Manager-Koffer: Die Löhne steigen und steigen.
Gemeinnützige internationale Hilfsorganisation
Plan ist ein unabhängiges Hilfswerk, das sich weltweit für benachteiligte Kinder und deren Familien stark macht.
Bis Anfang der 1980er Jahre wurden Jugendliche oder junge Erwachsene, welche angeblich ein «liederliches Leben» führten, zur Arbeitserziehung  fremdplatziert.
Bis Anfang der 1980er Jahre wurden Jugendliche oder junge ...
Vergangenheitsbewältigung  Bern - Die Wiedergutmachungs-Initiative für Verdingkinder und andere Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen dürfte zustandekommen: Die Initianten haben nach eigenen Angaben bereits rund zehn Monate vor Ablauf der Sammelfrist die nötigen Unterschriften zusammen. 
Der Präsident wird sich heute Abend im Fernsehen an die US-Bevölkerung richten.
Sturm gegen Obamas Einwanderungspläne Washington - Die Republikaner im US-Kongress laufen Sturm gegen die Pläne von Präsident Barack Obama, im Alleingang Millionen illegal ...
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1065
    Die Musen sterben! Es wäre ja eine schöne Sache, wenn alle Waren der Welt überall frei ... gestern 20:28
  • LinusLuchs aus Basel 48
    Demokratie im Niedergang? Ihre Überlegungen finde ich absolut plausibel und sehr spannend, ... gestern 11:32
  • Kassandra aus Frauenfeld 1065
    Kapitalismus im Niedergang? Ich möchte mich mal nur auf den Schluss ihres Beitrages konzentrieren, ... Fr, 21.11.14 18:36
  • LinusLuchs aus Basel 48
    Inquisition Reloaded Das Festhalten am Bekannten, Bewährten und damit am Sicheren, ... Fr, 21.11.14 13:45
  • jorian aus Dulliken 1521
    Die verdammten Fakten Warum heisst Grönland Grönland? Warum kann man in Schottland keinen ... Fr, 21.11.14 04:03
  • Kassandra aus Frauenfeld 1065
    Ideologische Scheuklappen? Sie haben wohl Recht, LinusLuchs, wenn Sie bezüglich der Aussage "„Dass ... Do, 20.11.14 18:34
  • Kassandra aus Frauenfeld 1065
    Das kann ich aus meinem Berufsleben unbedingt bestätigen. Mitarbeiter im Verkauf und den ... Do, 20.11.14 00:51
  • LinusLuchs aus Basel 48
    Neoliberalismus keine Ideologie? Patrik Etschmayer war bei diesem Satz wohl einen Moment etwas ... Mi, 19.11.14 13:18
Christian Schaffner ist Executive Director vom Energy Science Center (ESC) an der ETH Zürich.
ETH-Zukunftsblog Chancen und Risiken im Energiesektor Mit der Energiestrategie 2050 will der Bund das ...
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SO MO DI MI DO FR
Zürich 7°C 10°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Basel 2°C 12°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 5°C 11°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Bern 3°C 10°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Luzern 4°C 9°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Genf 7°C 12°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Lugano 5°C 12°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
mehr Wetter von über 6000 Orten