USA entschuldigt sich erneut
Unglücks-U-Boot wurde von Laien gelenkt - Japan protestiert
publiziert: Donnerstag, 15. Feb 2001 / 09:50 Uhr

Tokyo - Japan hat gegen die unglaubliche Tatsache protestiert, dass das Atom-U-Boot "USS Greeneville" zum Zeitpunkt der Kollision mit einem japanischen Frachter von Gästen gesteuert wurde.

Aussenminister Yohei Kono habe deswegen 20 Minuten mit seinem US- Kollegen Colin Powell telefoniert, teilte das Aussenministerium in Tokio mit. In dem Gespräch habe Kono betont, dass es sich um eine «extrem ernste Angelegenheit» handle.

Zudem kritisierte er den Angaben zufolge, dass Japan nicht umgehend darüber informiert wurde, dass Zivilisten während der Havarie Kommandopositionen inne hatten.
Powell habe sich in dem Telefongespräch erneut für das Unglück entschuldigt, hiess es in der Erklärung weiter. Der US- Aussenminister betonte demnach jedoch, dass die Gäste an Bord der «USS Greeneville» die Kollision nicht verursacht hätten.

Bei einer Auftauchübung hatte die «USS Greeneville» am Freitag das japanische Fischerei-Schulschiff «Ehime Maru» in der Nähe von Hawaii gerammt. Der Kutter ging sofort unter. Neun Menschen kamen dabei vermutlich ums Leben, 26 wurden gerettet. Am Mittwoch räumte die US-Marine ein, dass bei dem Zusammenstoss zwei Gäste Kontrollpositionen des Unterseebootes inne hatten.

(sda)

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