Hoffnung auf Sitzgewinne bleibt
Ungünstige Prognosen für Grüne laut SRG-Wahlbarometer
publiziert: Samstag, 17. Jan 2015 / 12:16 Uhr
Die Grünen wollen ihren Einfluss bei den kommenden Wahlen ausbauen.
Die Grünen wollen ihren Einfluss bei den kommenden Wahlen ausbauen.

Liestal - Die Grüne Partei der Schweiz will bei den eidgenössischen Wahlen vom kommenden Herbst wieder zulegen. Die Talsohle sei überschritten, sagte Co-Präsidentin Regula Rytz am Samstag vor den Delegierten in Liestal bei der Lancierung des Wahlkampfes.

5 Meldungen im Zusammenhang
Bei den Wahlen vor vier Jahren haben die Grünen fünf von damals 20 Sitzen im Nationalrat verloren. Und das SRG-Wahlbarometer sagt für die fünftgrösste Partei des Landes einen Rückgang des Wähleranteils von 8,4 auf 7,3 Prozent voraus. Die Partei strebt indes gemäss ihrer ihrer Wahlplattform Sitzgewinne sowohl im National- wie im Ständerat an.

Co-Präsidentin Rytz sieht ihre Partei durchaus auf Kurs: Die Grünen hätten nicht nur nach dem Ja zur Masseneinwanderungsinitiative die Richtung vorgegeben, sondern auch bei der Energiepolitik, bei der Raumplanungspolitik und bei der Netzpolitik. Und letztes Jahr habe die Partei unter dem Strich fünf Sitze in Kantonsparlamenten hinzugewonnen und zwei Regierungssitze verteidigt.

Inhaltliche Konkordanz ohne SVP-Bundesrat

Die Grünen wollen ihren Einfluss bei den kommenden Wahlen also ausbauen. Rytz strebt dabei eine Koalition der Verantwortung im Bundesrat und im Parlament an. Nur eine solche Koalition könne für die drängenden Probleme unserer Zeit eine tragfähige Lösung finden.

Und wenn die Schweiz in den nächsten Jahren vorwärts kommen wolle, brauche es im Bundesrat nicht mehr eine arithmetische, sondern eine inhaltliche Konkordanz. Für die Berner Nationalrätin heisst das ein Bundesrat ohne SVP. Indem sie die Grundwerte unserer Demokratie in Frage stelle, habe sich die SVP für die Totalopposition entschieden und nicht für die Regierungsverantwortung, konstatierte Rytz.

In ihrer Wahlplattform stellen die Grünen neben der Umwelt eine nachhaltige Wirtschaft und soziale und weltweite Gerechtigkeit ins Zentrum ihrer Politik. Gerade auch mit Blick auf den durch den Fall der Euro-Untergrenze befürchteten Verlust von Arbeitsplätzen sei die Verbindung von Ökonomie und Ökologie besonders wichtig, sagte Co-Präsidentin Adèle Thorens.

Durch die Energiewende und eine grüne Wirtschaft gebe es zahlreiche neue regional verankerte Arbeitsplätze, sagte die Nationalrätin aus dem Kanton Waadt. Die zehn Milliarden Franken, die in der Schweiz pro Jahr für den Import fossiler Energieträger ausgegeben werden, würden ihrer Ansicht nach besser in der Schweiz Bereiche investiert werden, die ihre soziale und ökologische Verantwortung wahrnehmen.

(asu/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Martigny VS - Die SP Schweiz hat ... mehr lesen 2
Die SP kämpfe derzeit zusammen mit dem Bundesrat für den bilateralen Weg
Jo Lang ist Ende 2012 nach Bern umgezogen. (Archivbild)
Bern - Der Vorstand der bernischen Grünen soll Alt-Nationalrat Jo Lang nicht für die Nationalratswahlen 2015 nominieren. Diesen Antrag stellt die Geschäftsleitung einstimmig. mehr lesen
Zürich - Grünen-Co-Präsidentin ... mehr lesen 2
Regula Rytz, Co-Präsidentin der Grünen Partei Schweiz
Geri Müller: «Meine dunkle Seite».
Bern - Der Auftritt des Aargauer Grünen-Politikers Geri Müller nach Bekanntwerden der Nackt-Selfie-Affäre hat wenig Klarheit darüber gebracht, ob er Badener Stadtammann und Nationalrat ... mehr lesen
Delsberg - Die Grünen wollen den Bund verpflichten, die Produktion und den ... mehr lesen
«Wir wollen ein Angebot an Lebensmitteln, die qualitativ hochstehend, sicher und gesund sind», so Co-Präsidentin Adèle Thorens.(Archivbild)
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Zwischen Bodensee und Säntis ist eine Landesausstellung geplant.
Zwischen Bodensee und Säntis ist eine Landesausstellung geplant.
Abstimmung am 5. Juni  Bern - Neben den fünf eidgenössischen Abstimmungsfragen entscheiden am 5. Juni die Stimmberechtigten über zahlreiche kantonale Vorlagen. In den Kantonen St. Gallen und Thurgau wird über das Schicksal der Expo2027 befunden. mehr lesen 
Laut Umfrage  Zürich - Die Zustimmung für die Pro-Service-public-Initiative schmilzt laut einer Umfrage. Doch die ... mehr lesen  
Mehr Bürger als noch im April lehnen die Pro-Service-public-Initiative ab.
Künftig mindestens 500'000.-- und die ganze Schweiz inklusive: SwissPass, der schon bald mal GACH heissen könnte.
Etschmayer Durch ungeschickte Avancen von SBB- und Post-Chefs, droht die Service-Public-Initiative tatsächlich angenommen zu werden. Von ... mehr lesen  
Wahlen 2015  Bern/Lausanne - Die SVP hat ihr gutes Resultat bei den Wahlen 2015 einer soliden Wählerbasis und der ... mehr lesen  
Migration, Asyl und Flüchtlinge galten bei der Wählerschaft als wichtigstes Problem. (Symbolbild)
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 13°C 18°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Basel 13°C 20°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
St. Gallen 11°C 15°C anhaltender Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Bern 12°C 18°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Luzern 13°C 17°C anhaltender Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Genf 13°C 22°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Lugano 18°C 26°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten