Entlassung nun definitiv
Uni stellt Christoph Mörgeli per sofort frei
publiziert: Freitag, 28. Sep 2012 / 11:42 Uhr / aktualisiert: Freitag, 28. Sep 2012 / 11:59 Uhr
Christoph Mörgeli muss sofort gehen.
Christoph Mörgeli muss sofort gehen.

Zürich - Jetzt ist es klar: Christoph Mörgeli, Konservator des Medizinhistorischen Museums der Universität Zürich (UZH), muss gehen. Die Uni-Leitung hat die vor einer Woche angekündigte Entlassung am Freitag ausgesprochen.

15 Meldungen im Zusammenhang
Mörgeli ist per sofort freigestellt. Das Arbeitsverhältnis wird unter Einhaltung der sechsmonatigen Kündigungsfrist per 31. März aufgelöst. Er erhält also noch ein halbes Jahresgehalt. Laut UZH gibt es zwei Gründe für die Kündigung: Erstens ungenügende Leistung und zweitens illoyales Verhalten.

Der Gekündigte hat die Möglichkeit, gegen die Kündigung und die Freistellung innert 30 Tagen bei der Rekurskommission der Zürcher Hochschulen zu rekurrieren. Den Entscheid der Kommission kann er ans Verwaltungsgericht des Kantons Zürich weiterziehen.

Ziele nicht erfüllt

Laut UZH-Leitung ist Mörgeli seinen Pflichten als Konservator und als Verantwortlicher der Objektsammlung «ungenügend nachgekommen». Bei der Mitarbeiterbeurteilung (MAB) vom Februar 2012 war seine Leistung als ungenügend beurteilt worden. Es wurden Ziele vereinbart, die im Hinblick auf die geplante zweite MAB am 21. September «klar nicht erreicht» wurden.

Zudem habe Mörgeli «die Loyalitätspflicht gegenüber der Universität Zürich schwer verletzt und das Vertrauensverhältnis massiv und unwiederbringlich zerstört». Dieser Vorwurf bezieht sich gemäss Mitteilung der Uni-Leitung beispielsweise auf die verbalen Angriffe gegenüber seinem direkten Vorgesetzten und die Mobbingvorwürfe gegenüber Mitarbeitenden der Universität.

Der ursprünglich geplanten zweiten MAB sei damit die «Grundlage entzogen» gewesen: Die Bewährungsfrist hätte «ihren Zweck nicht mehr erfüllen können».

Professorentätigkeit weiter möglich

Unirektor Andreas Fischer hatte am vergangenen Freitag die Kündigung und Freistellung von Mörgeli angekündigt. Dieser hatte daraufhin Anspruch auf rechtliches Gehör. Die Frist lief bis Mittwoch (Datum des Poststempels). Die Stellungnahme von Mörgelis Anwalt ging am Donnerstag bei der UZH ein, so die Mitteilung.

Nach Überprüfung des Schreibens sei die UZH zum Schluss gekommen, «dass das Anstellungsverhältnis mit Prof. Mörgeli zu kündigen und er per sofort freizustellen sei». Seine wissenschaftliche Tätigkeit als Titularprofessor kann der Gekündigte weiterführen. Laut Mitteilung sieht die UZH diesbezüglich den Abschluss einer separaten Vereinbarung vor.

(bg/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
3
Forum
Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von 3 Leserinnen und Lesern kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Zürich - Die Universität Zürich hat eine Strafanzeige wegen Amtsgeheimnisverletzung gegen ihren ehemaligen Mitarbeiter ... mehr lesen
Christoph Mörgeli wurde angezeigt.
Christoph Mörgeli sei es freigestellt, Aufsichtsbeschwerde beim Regierungsrat zu führen. (Archivbild)
Zürich - Der von der Universität ... mehr lesen
Zürich - Im Zusammenhang mit der Affäre Mörgeli hat die Zürcher Staatsanwaltschaft ein Strafverfahren eingeleitet. Ermittelt ... mehr lesen 1
Universität Zürich.
Zürich - Die Entlassung von Christoph Mörgeli durch die Universität Zürich beschäftigt nun auch das Zürcher Verwaltungsgericht. Mörgelis Anwalt Manfred Küng hat eine Beschwerde eingereicht. Dabei geht es um ein Ausstandsbegehren gegen Uni-Rektor Andreas Fischer, das Bildungsdirektorin Regine Aeppli abgelehnt hat. mehr lesen 
Weitere Artikel im Zusammenhang
Zürich - Die zuständige kantonsrätliche Kommission will zum jetzigen Zeitpunkt keine aufsichtsrechtliche Untersuchung in ... mehr lesen
Christoph Mörgeli.
Dschungelbuch Die Weltwoche setzt renommierte Professoren auf ihr Titelbild mit der Schlagzeile: «Vor diesen Professoren wird gewarnt.» Acht namhafte Wissenschaftler und eine renommierte Wissenschaftlerin werden mit skurilen biographischen Hinweisen zum populistischen Abschuss freigegeben. Damit treibt die Weltwoche die Hetze auf Jeden, der es noch wagt, kritisch und frei zu denken, auf den Höhepunkt. mehr lesen  13
Zürich - Die Jobsuche ist nicht das erste Problem, welches der entlassene Universitäts-Angestellte Christoph Mörgeli gelöst haben will. Zuerst wolle er sich wehren, sagte der Zürcher SVP-Nationalrat im Interview mit der «NZZ». Dabei sieht er sich selber als Winkelried. mehr lesen  3
Zürich - Noch ist offen, ob die kantonsrätliche Aufsichtskommission im Zusammenhang mit der angekündigten Entlassung von Christoph Mörgeli eine Untersuchung einleitet. Dies sagte Kommissionspräsident Hans-Peter Portmann (FDP) am Donnerstag nach einer Anhörung von Bildungsdirektorin und Unirektor. mehr lesen 
Zürich - Die Kantonsratsfraktion der Zürcher SVP fordert eine unabhängige und externe Untersuchung in der Affäre um Christoph Mörgeli. Zudem müsse der entlassene Kurator des Medizinhistorischen Museums auch von der zuständigen Aufsichtskommission angehört werden. mehr lesen 
Zürich - Christoph Mörgeli greift seinen Chef, Professor Flurin Condrau, frontal an. Man müsse dessen Datenbanken, Mail- und Telefonverkehr untersuchen, fordert der frisch gekündigte Kurator des Medizinhistorischen Museums Zürich in einem Interview mit dem «SonntagsBlick». mehr lesen  12
Zürich - Christoph Mörgeli hat seiner eigenen Ansicht nach keine Fehler gemacht im Konflikt mit der Universität Zürich. Dies sagte er in einem Interview mit der «Berner Zeitung» vom Samstag. Mörgeli war am Freitag von der Uni als Kurator des Medizinhistorischen Museums entlassen und per sofort freigestellt worden. mehr lesen  2
Zürich - Für den Präsidenten der SVP Schweiz, Toni Brunner, ist die Entlassung von Christoph Mörgeli «skandalös» und «inakzeptabel». Mörgeli sei «öffentlich vorgeführt» worden. «Das wäre in keinem anderen ... mehr lesen 2
Toni Brunner kritisiert Mörgelis Entlassung als «politisch motiviert».
Zürich - Christoph Mörgeli wird per sofort als Titularprofessor und Konservator des Medizinhistorischen Museums der Universität Zürich freigestellt. Das gab Universitätsrektor Andreas Fischer am Freitag vor den Medien bekannt. mehr lesen  25
Bisher...
konnte man denken, das scheibchenweise Rausrücken mit den Teilwahrheiten sei nur ungeschickt bis saublöd. Inzwischen stinken aber die gesammelten Teilwahrheiten so zum Himmel, dass die bisherige Taktik unserer "Mörgeligegner" nun doch plausibel erscheint: hätten sie die Wahrheit sofort mit einem Mal preisgegeben, dann hätten sie das auch gleich mit ihren Rücktritten verbinden können. Letzteres sollten sie jetzt nachholen. Das Fass ist übergelaufen. Unerträglich!
Bitte nicht lesen!
Zu den schwierigeren Aufgaben eines Vorgesetzten gehört, einen Mitarbeiter zu entlassen. Wie macht man das am besten?

Folgender Ratschlag: «Eine Kündigung wegen ungenügender Leistung muss Folge eines definitiven Beschlusses sein. Auf Diskussionen kann man sich dann nicht mehr einlassen. In einem Moment der Trennung muss man aber dafür sorgen, dass dem Betroffenen die Weiterentwicklung möglich bleibt. Man sollte ihm stets die Möglichkeit geben, selbst zu kündigen, um ihm den Weg nicht zu verbauen. Im Nachhinein ist es auch unwesentlich, warum jemand gehen muss. Entweder das Arbeitsverhältnis funktioniert, oder es funktioniert nicht.»

Wahrlich trefflich beobachtet! Aber bitte Luft anhalten und weiterdenken, Adrenalin bitte noch zurückhalten!


Hier das dicke Ende:

Wer wäre besser geeignet, nützliche Tipps zu vermitteln, als ein erfahrener und erfolgreicher Unternehmer wie Christoph Blocher. Im Führungshandbuch «Das Blocher-Prinzip» findet sich unter dem Kapitel «Wie trennt man sich von Mitarbeitern?» der obige Text!!!!

Aber, wie immer, wenn es sich um Parteiangehörige handelt gelten alle diese gescheiten Gedanken und Sprüche des guten CB natürlich nicht mehr, das Blocherprinzip gilt natürlich nur für Gutmenschen, und Liebe, Nette und 68-er und anderes Getier.
Auf Diskusionen kann ich mich nicht mehr einlassen!

Heute in der NNZ am Sonntag gefunden.
Opfer einer lang geplanten politischen Verschwörung
Nein ich spinne jetzt nicht. Der Titel ist in etwa die Zusammenfassung der "Argumente" der Weltwoche in der aktuellen Ausgabe.

Mörgeli's Entlassung wäre wohl längst fällig gewesen, aber weil er mächtig und ein SVPler ist konnte er wohl lange tun (bzw. nicht tun) was er wollte an der Uni ohne Konsequenzen zu tragen.

Das Gepoltere das die SVP jetzt versucht loszutreten ist lachhaft und völlig durchsichtig.
Man versucht SVPler in Zukunft unkündbar zu machen an öffentlichen Stellen.
Ausserdem wieder eine gute Gelegenheit sich als Opfer darzustellen, eine PUK zu fordern, EWS zum Rücktritt aufzufordern bla bla bla.
Kompetente Sprachschule im Herzen von Zürich!
Privatschule (Mittelstufe, Sek-Vorbereitung, Oberstufe, Handelsschule, Zwischenjahre, Nachhilfe)
Die HSK-Kurse sollen für alle Kinder geöffnet werden.
Die HSK-Kurse sollen für alle Kinder geöffnet ...
Bildung  Bern - Viele Migrantenkinder besuchen neben der Regelschule auch noch Kurse in ihrer Muttersprache. Dieser Unterricht für heimatliche Sprache und Kultur (HSK) soll besser mit dem Regelunterricht verknüpft und langfristig ganz in die öffentliche Schule integriert werden. 
Potenzial der Migrationsbevölkerung soll besser genutzt werden Bern - Das Potenzial der in der Schweiz lebenden Migrantinnen und Migranten soll besser ...
Die allermeisten Migranten sind motiviert und leistungswillig.
Schweiz bei Einwanderung an der Spitze Wien - Pro Kopf hat die Schweiz seit 2012 mit Abstand am meisten dauerhafte ... 1
Sprachaufenthalte  Bern - Die Schweizer lernen im Sprachaufenthalt wieder lieber Französisch als Spanisch. ...  
Englisch bleibt bei Sprachreise-Schülern die Nummer Eins. (Symbolbild)
Ungenügende Vorbereitung auf ein Zukunft als erfolgreiche Unternehmer und Unternehmerinnen?
Prominente Geschäftsleute versuchen, gegen den Trend anzukämpfen  Boston - Der Anteil junger Erwachsener, die ein Unternehmen besitzen, ist in den USA so gering wie seit 24 Jahren nicht mehr.  
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2727
    Die... Asylbewerber können in jedem Land einen Asylantrag stellen, z.B. in ... Mi, 14.01.15 13:01
  • Kassandra aus Frauenfeld 1151
    Die Musen sterben! Es wäre ja eine schöne Sache, wenn alle Waren der Welt überall frei ... Sa, 22.11.14 20:28
  • LinusLuchs aus Basel 55
    Demokratie im Niedergang? Ihre Überlegungen finde ich absolut plausibel und sehr spannend, ... Sa, 22.11.14 11:32
  • Kassandra aus Frauenfeld 1151
    Kapitalismus im Niedergang? Ich möchte mich mal nur auf den Schluss ihres Beitrages konzentrieren, ... Fr, 21.11.14 18:36
  • LinusLuchs aus Basel 55
    Inquisition Reloaded Das Festhalten am Bekannten, Bewährten und damit am Sicheren, ... Fr, 21.11.14 13:45
  • jorian aus Dulliken 1546
    Die verdammten Fakten Warum heisst Grönland Grönland? Warum kann man in Schottland keinen ... Fr, 21.11.14 04:03
  • Kassandra aus Frauenfeld 1151
    Ideologische Scheuklappen? Sie haben wohl Recht, LinusLuchs, wenn Sie bezüglich der Aussage "„Dass ... Do, 20.11.14 18:34
  • Kassandra aus Frauenfeld 1151
    Das kann ich aus meinem Berufsleben unbedingt bestätigen. Mitarbeiter im Verkauf und den ... Do, 20.11.14 00:51
Gabi Hildesheimer ist Geschäftsführerin von Öbu, dem Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften.
ETH-Zukunftsblog Vertrauen stärken für den Klimaschutz Die Parteien haben bei den Klimaverhandlungen in Peru ...
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MI DO FR SA SO MO
Zürich -4°C -0°C leicht bewölkt bedeckt, Schneefall bedeckt, Schneefall bedeckt, Schneefall bedeckt, Schneefall bedeckt, Schneefall
Basel -4°C 0°C leicht bewölkt bedeckt, Schneefall bedeckt, Schneefall bedeckt, Schneefall bedeckt, Schneefall bedeckt, Schneefall
St.Gallen -3°C 1°C leicht bewölkt bedeckt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bedeckt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bedeckt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bedeckt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bedeckt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen
Bern -2°C 3°C leicht bewölkt bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen
Luzern -1°C 2°C leicht bewölkt bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen
Genf -2°C 3°C leicht bewölkt bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen
Lugano 1°C 7°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
mehr Wetter von über 6000 Orten