Unruhen in Nigeria - 130 Tote
publiziert: Donnerstag, 23. Feb 2006 / 20:28 Uhr

Onitsha - Bei den religiös motivierten Unruhen in Nigeria sind innerhalb von fünf Tagen mehr als 130 Menschen getötet worden.

Bei den Angriffen handelte es sich um religiös motivierte Racheakte. (Archivbild)
Bei den Angriffen handelte es sich um religiös motivierte Racheakte. (Archivbild)
In der Stadt Onitsha im überwiegend christlich geprägten Süden verbrannten Jugendliche die Leichen getöteter Moslems in den Strassen.

In Onitsha allein seien mindestens 85 Menschen getötet worden, teilte die Organisation für Bürgerrechte (CLO) mit. «Die Leichen lagen in verschiedenen Teilen Onitshas. Wir zählten 60 am Dienstag und 25 am Mittwoch», sagte CLO-Leiter Emeka Umeh.

Nach jüngsten Polizeiangaben flohen mehr als 11 000 Menschen aus ihren Häusern, um in Polizeiwachen und Armeeunterkünften Schutz zu suchen. Bis zum Nachmittag sei es in Onitsha zu keinen neuen Ausschreitungen gekommen. In der Stadt herrsche Ruhe, sagte Umeh.

Racheaktion

Mit ihren Übergriffen auf die Moslems wollten die Christen offenbar die Tötung von mindestens 46 Menschen im überwiegend moslemisch geprägten Norden des Landes am vergangenen Wochenende rächen.

In der Stadt Maiduguri im Norden des Landes starben nach Angaben des Roten Kreuzes bei den Unruhen am Wochenende mindestens 21 Menschen. Die Vereinigung nigerianischer Christen sprach von bis zu 50 getöteten Christen.

Die 140 Millionen Einwohner Nigerias verteilen sich nahezu gleichmässig auf eine christliche Hälfte im Süden und eine moslemische Hälfte im Norden. In den Städten beider Landesteile leben aber auch Minderheiten der jeweils anderen Religionsgemeinschaft.

In dem bevölkerungsreichsten afrikanischen Staat liefern sich Moslems und Christen seit Tagen heftige Kämpfe. Auslöser der Unruhen waren ursprünglich Proteste gegen die in europäischen Zeitungen veröffentlichten Mohammed-Karikaturen.

(rr/sda)

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