Würfelförmiger Charme
Unser Fahrbericht: Nissan Cube
publiziert: Mittwoch, 15. Jun 2011 / 15:29 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 21. Jun 2011 / 13:12 Uhr

Lange war der Nissan Cube den japanischen Autofahrern vorbehalten. Seit kurzem ist er auch bei uns erhältlich. Er wird ein Nischenplayer bleiben, weist aber mit seiner eckigen Karosserie erhebliche Vorteile auf, so ein geräumiges Lounge-Interieur.

Die Karosserie gefällt oder sie gefällt überhaupt nicht. Jedenfalls hebt sie sich markant im übrigen Strassenverkehr ab und spricht deshalb vor allem Individualisten an. Richtig ist wohl, dass Nissan mit dem Export nach Europa zugewartet hat, bis der Cube zum dritten Mal erneuert worden war. Der eckige Grundriss blieb, doch wurde der Fahrzeugkörper geglättet und mit etwas weicheren Linien sowie einer stärkeren Krümmung in den Flanken ausgestattet. Er ist auch länger und breiter geworden, ohne mit einer Länge von knapp vier Meter seine kompakten Aussenmasse zu verlieren.

?Schuhkarton-Design?
Das ?Schuhkarton-Design? schafft im Innern gute Raumverhältnisse. Die asymmetrische Heckpartie ist ein unverwechselbares Designmerkmal, hat aber auch einen ausgesprochen praktischen Aspekt. Das auf der Beifahrerseite ?um die Ecke? gezogene Seiten- bzw. Rückfenster gibt eine ungehinderte Sicht auf die am weitesten entfernte Ecke des Autos frei, was man beim Einparken sehr zu schätzen weiss. Die Hecktüre ist wie bei einem Kühlschrank seitlich aufgehängt, was das Einladen erleichtert. Da es sich um eine Schwenktüre handelt, ist beim Öffnen etwas Vorsicht am Platze, um niemandem in die Quere zu kommen. Allerdings ist ein Einrasten in drei Stellungen möglich.

Fröhliches Interieur
Eine ausgesprochen optimistische Wirkung geht vom Interieur aus. Es erfreut mit fröhlichen Details, so einem Kräusel-Effekt, den ein ins Wasser geworfener Stein erzeugt. Er wird am Dachhimmel, auf den Böden der Getränkehalter und an den Gehäusen der Radiolautsprecher nachgeahmt. Das angenehme Ambiente wird durch ein fest installiertes Panorama-Glasdach abgerundet. Neben einem konventionell ausziehbaren Rollo wird auch eine japanische Speziallösung für heisse Sommertage geboten: Eine Shoji-Jalousie, die an das traditionelle japanische Reispapier erinnert.

Bewährte Plattform
Die Plattform des Cube basiert auf derjenigen des Note, welche eine modifizierte Version der Renault/Nissan-Allianz-Plattform B darstellt. Der lange Radstand, die grossen Spurweiten und das bewährte Fahrwerk mit McPherson-Einzelradhaufhängung vorn und Verbundlenkerachse hinten sorgen für gutes Fahrverhalten und ausgewogenen Komfort.

Sparsamer Dieselmotor
Unser Testfahrzeug wurde mit dem sparsamen 1,5-Liter-Turbo-Dieselmotor angetrieben, der 81 kW/110 PS leistet. Der moderne, sehr elastische Motor verfügt über einen Dieselpartikel-Filter und ist kombiniert mit einem manuellen Sechsganggetriebe. Mit dieser Motorisierung ist eine Beschleunigung in 11,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h möglich. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei stattlichen 175 km/h. Das Sechsgang-Schaltgetriebe lässt eine gute Dosierung der Geschwindigkeit zu. Trotz des Leergewichts von rund 1,4 Tonnen kommt der Diesel-Cube mit 5,2 Liter im Mix aus, in der Stadt sind es sechs Liter, ausserstädtisch 4,7. Da ein 52-Liter-Tank zur Verfügung steht, ist eine erfreulich grosse Reichweite gegeben. Die CO2-Emissionen sind mit 135 g/km gering.

Breite serienmässige Ausstattung
Das serienmässige Ausstattungsniveau darf als überdurchschnittlich bezeichnet werden, vor allem auch sicherheitsmässig (beispielsweise Frontairbags, Seitenairbags in den Lehnen der Vordersitze, Kopfairbags vorne und hinten). Auch ist die Rücksitzbank um 240 Millimeter verschiebbar, was zu einem variableren Innenraum führt.

Gutes Preis-Leistungsverhältnis
Bei einem empfohlenen Verkaufspreis von 28'500 Franken ist angesichts der vollständigen Ausstattung ein gutes Preis-Leistungsverhältnis geboten, obwohl es sich trotz vorbildlicher Praktikabilität um ein höchst individuell ausgerichtetes Fahrzeug handelt.

(Franz Welte, St.Gallen/St.Galler Nachrichten)

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