Unsichere Spitäler
publiziert: Mittwoch, 2. Mai 2007 / 16:12 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 2. Mai 2007 / 18:55 Uhr

Genf - Jeder zehnte Patient infiziert sich wegen Fehlern in der medizinischen Behandlung. Angesichts dieser hohen Zahl empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) konkrete Massnahmen, welche die Sicherheit für Patienten verbessern sollen.

Noch immer gibt es Spitäler, welche Spritzen mehrmals verwenden. (Archivbild)
Noch immer gibt es Spitäler, welche Spritzen mehrmals verwenden. (Archivbild)
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1,4 Millionen Patientinnen und Patienten werden täglich in Spitälern infiziert. In der Schweiz liegt die Zahl laut WHO bei jährlich 70'000 Infektionen. 5000 Patienten sterben daran.

Als weiteres Beispiel führte die UNO-Organisation die USA an, wo einer auf 136 Patienten an einer Infektion schwer erkrankt, mit der er sich im Spital angesteckt hat.

Dies ergibt zwei Millionen Infektions- und rund 80'000 Todesfälle jährlich.

Klare Empfehlungen

Die WHO erliess neun Empfehlungen. Diese hätten sich bereits als brauchbar erwiesen die «unannehmbar hohe Zahl von Infizierten zu senken», wie Liam Donaldson vom Weltbund für Patientensicherheit erklärte.

Empfohlen werden unter anderem einheitliche Namen der jeweiligen Medikamente, bessere Identifikation der Patienten, bessere Kommunikation während der Übergabe und eine auf das Notwendige beschränkte Behandlung.

Die Massnahmen reichen von höherer Präzision beim verordnen und verabreichen von Medikamenten über bessere Kontrollen der Katheter- und Infusions-Anschlüsse und einmalige Verwendung von Spritzen bis hin zu besserer Hygiene der Hände.

In gewissen Ländern habe die Befolgung dieser Massnahmen die Ansteckungsrisiken für die Patienten schon senken können, teilte die WHO weiter mit.

(rr/sda)

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