Unterbäch feiert erste Abstimmung von Frauen
publiziert: Sonntag, 29. Jul 2007 / 16:33 Uhr

Unterbäch - Unterbäch im Oberwallis hat am Wochenende mit einer zweitägigen Feier seiner Pionierrolle gedacht: Vor 50 Jahren - 14 Jahre bevor der Bund das Frauenstimmrecht einführte - durften in Unterbäch Frauen an einem eidgenössischen Urnengang teilnehmen.

Die Unterbächer hatten mit ihrem Vorgehen einen grossen Medienrummel ausgelöst.
Die Unterbächer hatten mit ihrem Vorgehen einen grossen Medienrummel ausgelöst.
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Auf Beschluss des Gemeinderats hatten am 3. März 1957 gegen den Widerstand von Bund und Kanton erstmals Frauen an einer eidgenössischen Abstimmung teilnehmen dürfen. Es ging um die Ausdehnung der Zivilschutzpflicht auf die Frauen.

Bern und Sitten sahen das Vorpreschen der Unterbächer gar nicht gern und erklärten die weibliche Stimmabgabe für illegal. Auch im Dorf war das Vorgehen umstritten. Die Parteigänger der Christlich-Sozialen Partei (CSP) waren dafür, jene der CVP dagegen.

Schliesslich nahmen 33 der 84 potenziell stimmberechtigten Unterbächerinnen an der Abstimmung teil. Um die Gültigkeit der männlichen Stimmen zu garantieren, legten sie ihre Stimmzettel in eine separate Urne. Die Vorlage wurde gesamtschweizerisch schliesslich mit knapp 52 Prozent der Stimmen abgelehnt.

Die Unterbächer hatten mit ihrem Vorgehen einen grossen Medienrummel ausgelöst. Sogar die «New York Times» interessierte sich für die Geschichte, denn die Schweiz war damals neben Liechtenstein eines der letzten Länder Europas, das den Frauen das Stimm- und Wahlrecht verwehrte.

(bert/sda)

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