Unterer Grindelwaldgletscher schmilzt im Rekordtempo
publiziert: Samstag, 2. Dez 2006 / 20:40 Uhr / aktualisiert: Samstag, 2. Dez 2006 / 21:06 Uhr

Grindelwald - Im Gebiet des Unteren Grindelwaldgletschers könnte bis 2011 ein grosser See entstehen.

Es sind verschiedene Szenarien für den Unteren Grindelwaldgletscher denkbar, u.a. eine grosser See.
Es sind verschiedene Szenarien für den Unteren Grindelwaldgletscher denkbar, u.a. eine grosser See.
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Gemäss Berechnungen von Glaziologen ist es möglich, dass sich das Volumen des heutigen Sees um das fünfzigfache auf 10 Millionen Kubikmeter vergrössert. Der bestehende kleine Gletschersee hat heute eine Grösse von rund 200 000 Kubikmetern, wie der vom Kanton Bern für die Überwachung beauftragte Geologe Hans Rudolf Keusen zu einem Bericht des «Berner Oberländer» sagte.

Im vorderen Teil des Gletschers bilden Geröll und Schutt des Felssturzes an der Eiger-Ostflanke einen riesigen Riegel. Unter dessen dickem Mantel schmilze das Eis deutlich langsamer als weiter hinten.

Hinter dem Riegel könnte sich laut Keusen bis in fünf Jahren ein Becken mit bis zu 10 Mio. Kubikmeter Wasser bilden, gespiesen unter anderem durch den Unteren Grindelwaldgletscher. Wegen seiner tiefen Lage auf 1400 Metern verliert der Untere Grindelwaldgletscher jährlich sechs Meter an Dicke, deutlich mehr als andere Gletscher.

See nur ein mögliches Szenario

Bei seinen Angaben stützt sich Keusen auf Berechnungen des ETH- Glaziologen Martin Funk. Keusen betonte jedoch, die Bildung eines derart grossen Sees sei nur eines der möglichen Szenarien. Denkbar sei auch, dass sich der See nicht voll ausbilde, weil der Gletscherabfluss intakt bleibe.

Keusen bestätigte auch Angaben des Zeitungsberichts, wonach das Unwetter im August 2005 wahrscheinlich den Felsrutsch an der Eiger- Ostflanke ausgelöst hat.

Zur Zeit des Unwetters hätten Bewohner in Grindelwald Grollen aus dem Erdinnern gehört. Zudem habe der Schweizerische Erbebendienst in dem Gebiet sogenannte Mikrobeben registiert. Diese entstanden vermutlich durch das «Aufknacken» des Gebirges durch grosse Wasserdrücke im Innern.

(fest/sda)

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