Unterlegener Bewerber erhält Recht
publiziert: Freitag, 24. Feb 2006 / 12:37 Uhr

Lausanne - Erhalten weibliche Stellenbewerberinnen bei gleicher Qualifikation den Vorzug, haben auch unberücksichtigt gebliebene Männer ein Beschwerderecht.

Das Bundesgericht gab dem unterlegenen Professor recht.
Das Bundesgericht gab dem unterlegenen Professor recht.
Das Bundesgericht hat dem Bewerber für eine Professorenstelle an der Uni Genf Recht gegeben.

Die medizinische Fakultät der Universität Genf hatte 2003 eine Professorenstelle ausgeschrieben.

Gemäss dem Genfer Universitätsgesetz ist bei gleich guter Qualifikation mehrerer Kandidaten der weiblichen Bewerberin der Vorzug zu geben.

Entscheid vorerst bestätigt

2004 gelangte ein Mann, dessen Bewerbung nicht berücksichtigt worden war, ans Rektorat. Dieses trat auf seine Klage jedoch nicht ein, da der Beschwerdeweg bei einer Verletzung der Vorzugsregel nur dem unterrepräsentierten Geschlecht offen stehe, also Frauen. Dieser Entscheid wurde vom Genfer Verwaltungsgericht bestätigt.

Das Bundesgericht hat die dagegen erhobene Beschwerde des Mannes nun gutgeheissen. Laut den Lausanner Richtern muss der Klageweg jeder Person offen stehen, die sich von einer Verletzung der Vorzugsregelung direkt betroffen fühlt.

Dies verlange das Bundesgesetz über die Gleichstellung von Mann und Frau, das der prozeduralen Autonomie der Kantone vorgehe. Das Verwaltungsgericht habe insbesondere übersehen, dass die Anwendung der Vorzugsregelung zunächst einen Vergleich der Qualifikationen voraussetze.

Um sicherzustellen, dass dieser Verleich diskriminierungsfrei ausfalle, müsse der Klageweg Personen beiden Geschlechts offen stehen. Eine ungleiches Klagerecht könnte laut Bundesgericht im übrigen auch den Verdacht nähren, dass die berücksichtigte Kanditatin einzig wegen ihres Geschlechts vorgezogen worden sei.

(rr/sda)

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