Unterschätzte Schreib- und Leseschwäche
publiziert: Mittwoch, 15. Nov 2006 / 17:15 Uhr

Bern - Jede zehnte Schweizerin, jeder zehnte Schweizer kann trotz Schulabschluss nicht lesen und schreiben.

Dass an Illetrismus so viele Menschen leiden, wissen nur die wenigsten.
Dass an Illetrismus so viele Menschen leiden, wissen nur die wenigsten.
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Dass an Illetrismus so viele Menschen leiden, wissen aber nur die wenigsten. Das zeigt eine Umfrage des Forschungsinstituts gfs-zürich.

Nur 13 Prozent der 1010 Befragten wussten, dass rund 500 000 Erwachsene trotz durchlaufener Schule weder lesen noch schreiben können.

Knapp ein Drittel ahnte überhaupt nicht, dass es unter Erwachsenen Lese- und Schreibschwächen geben kann. Ein Prozent gab an, selber Mühe mit Lesen und Schreiben zu haben.

Wichtige Aufklärung

Die Umfrage wurde von der Stiftung Alphabetisierung und Grundbildung Schweiz (SAGS) in Auftrag gegeben. Die Stiftung wurde im vergangenen September gegründet. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, das Phänomen Illetrismus in der Schweiz besser bekannt zu machen. Zudem will sie für mehr Geld für die Erwachenenbildung lobbyieren.

Doch sind in der Schweiz nicht alle gleich schlecht über Lese- und Schreibschwächen von Erwachsenen informiert. In der Westschweiz wussten 26 Prozent, dass jeder zehnte Erwachsenen von Illetrismus betroffen ist, in der Deutschschweiz und in der italienischen Schweiz waren es hingegen nur je 9 Prozent.

Dass es das Phänomen Illetrismus überhaupt gibt, wussten in der Westschweiz 18 Prozent nicht. In der Deutschschweiz und in der italienischen Schweiz waren es 33 respektive 34 Prozent.

Vorbild Westschweiz

«In der Westschweiz ist die Aufklärungsarbeit zentralistischer organisiert», sagte SAGS-Geschäftsführer Dimitri Derisiotis auf Anfrage. Zudem sei es in einer kleineren Region einfacher zu kommunizieren. Eine Rolle spielten auch immer die finanziellen Mittel.

Für die Umfrage interviewte gfs-zürich Anfang November 2006 1010 stimmberechtigte Schweizerinnen und Schweizer per Telefon. Das Vertrauensintervall liegt bei +/- 3,2 Prozent.

(bert/sda)

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