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Unterstützen Sie die Forderung nach einem Importverbot für lebende Hummer
publiziert: Dienstag, 25. Aug 2015 / 09:39 Uhr
Die VSKT fordert nun ein Verbot des Imports von lebenden Hummern.
Die VSKT fordert nun ein Verbot des Imports von lebenden Hummern.

Die Vereinigung der Schweizer Kantonstierärztinnen und -ärzte (VSKT) beantragt beim Bundesrat, den Import von lebenden Hummern zum Zweck des Verzehrs zu verbieten.

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Weiterführende Links zur Meldung:

fair-fish schreibt Brief an Bundesrat
Möchten auch Sie an Bundesrat Berset schreiben?
www.fair-fish.ch

Sie macht damit auf ein grosses Tierschutzproblem aufmerksam: Die systematische Verletzung des schweizerischen Tierschutzgesetzes durch Lebendimporte von Hummern in die Schweiz. Aus diesem Anlass hat die Tierschutzorganisation fair-fish ein Schreiben zuhanden des Bundesrats verfasst, in dem sie ebenfalls ein entsprechendes Importverbot fordert. Die Stiftung für das Tier im Recht (TIR) unterstützt das Anliegen und bittet alle Tierschutzinteressierten, das Schreiben an den Bundesrat zu unterzeichnen.

Aus Tierschutzsicht höchst problematisch

Gemäss Angaben des VSKT stammen bis zu 90 Prozent der Hummer, die in der Schweiz verkauft werden, aus Nordamerika. Deren Lebendtransport, der sich über Wochen oder gar Monate hinziehen kann, ist aus Tierschutzsicht höchst problematisch. Den Tieren, die Einzelgänger und äusserst territorial veranlagt sind, werden nach dem Fang die Scheren mit Gummiringen zugebunden, was ihr Verteidigungs- und Fressverhalten sowie ihre Bewegungsfreiheit stark einschränkt. Vor und nach dem Transport werden sie in engsten Behältern gelagert, wo sie Verletzungen erleiden und erheblichem Stress ausgesetzt sind. Zudem erfolgt ihre Tötung selten tierschutzkonform. Aufgrund neuster wissenschaftlicher Erkenntnisse ist davon auszugehen, dass Hummer in der Lage sind, Schmerzen zu empfinden, da sie über ein hochentwickeltes Nervensystem verfügen. Dennoch sterben die Tiere nach wie vor häufig einen qualvollen Tod in siedendem Wasser. Schonender wäre etwa die Tötung mittels Elektrizität.

Tierquälerischer Umgang mit den Panzerkrebsen

Trotz dieser Erkenntnisse gibt es immer noch Schweizer Detailhändler, die lebenden Hummer anbieten. Leider fehlt vielen Konsumentinnen und Konsumenten das Bewusstsein hinsichtlich des tierquälerischen Umgangs mit den Panzerkrebsen. Die TIR und die Organisation fair-fish haben in den letzten Jahren bereits Aufklärungsarbeit zu diesem Thema geleistet und die Konsumenten aufgefordert, Druck auf die entsprechenden Betriebe auszuüben und künftig zumindest keinen Hummer einzukaufen beziehungsweise zu konsumieren, der nicht unmittelbar nach dem Fangen fachgerecht getötet wurde. Angesichts der enormen Leiden, die den Tieren insgesamt zugefügt werden, stellt sich dem verantwortungsvollen Konsumenten natürlich generell die Frage nach einem vollständigen Verzicht auf Hummerfleisch

Die VSKT fordert nun ein Verbot des Imports von lebenden Hummern. Dadurch soll der Schweizer Tierschutzstandard eingehalten und die Belastung für die Tiere auf ein Minimum begrenzt werden. Gestützt auf diese Forderung hat die Organisation fair-fish einen Brief an den Bundesrat Alain Berset verfasst und fordert die Bevölkerung auf, das Schreiben zu unterzeichnen und dem Bundesrat zuzustellen. Die TIR begrüsst das Anliegen des VSKT und bittet alle Tierfreunde um Unterstützung der Forderung nach einem Importverbot.

(li/Tier im Recht)

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