Untersuchung des Gaza-Angriffs gefordert
publiziert: Freitag, 10. Nov 2006 / 14:46 Uhr

Tel Aviv - Die internationale Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat eine unabhängige Untersuchung des tödlichen israelischen Granatenangriffs im Gazastreifen gefordert.

Der Angriff habe internationales Recht verletzt. (Archivbild)
Der Angriff habe internationales Recht verletzt. (Archivbild)
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Die interne Untersuchung der israelischen Armee unter dem Vorsitz des Generals Meir Kalifi, der zudem auch in die Befehlskette eingebunden sei, reiche nicht aus, kritisierte die Organisation in einer in Tel Aviv verbreiteten Mitteilung. Bei dem Angriff waren am Mittwoch mindestens 18 palästinensische Zivilisten getötet worden.

Ursache des tödlichen Artilleriefeuers auf palästinensische Wohnhäuser in Beit Hanun im nördlichen Gazastreifen war nach Angaben der israelischen Regierung ein «technischer Fehler».

Fehlgeleitete Grananten

Der Untersuchung zufolge war eine Computerkarte im Leitsystem des Geschützes Ursache der fehlgeleiteten Granaten. Eine Militärsprecherin hatte zudem gesagt, es sei «vorbeugend» gefeuert worden, nachdem Palästinenser aus dem Gebiet am Vortag Raketen auf Israel abgeschossen hätten.

Human Rights Watch zitierte UNO-Angaben, wonach die israelische Armee innerhalb von 30 Minuten 12 bis 15 155-Millimeter- Artilleriegranaten auf den Nordwesten von Beit Hanun feuerte.

Verletzung internaionalen Rechts

«Ein militärischer Angriff ohne genaues militärisches Ziel zum Zeitpunkt des Angriffs, gezielt auf oder nahe ziviler Wohngebiete, verletzt internationales Recht», erklärte die Menschenrechtsorganisation.

Eine umfassende Untersuchung müsse die Verantwortung der Befehlshaber klären.

Alarmbereitschaft in Israel

Inzwischen ist die israelische Polizei angesichts befürchteter Anschläge militanter Palästinenser in höchste Alarmbereitschaft versetzt worden.

Tausende zusätzliche Sicherheitskräfte wurden nach Angaben der Behörden in Stadtzentren im ganzen Land und entlang der Grenze zum Westjordanland eingesetzt. Allein am Tempelberg in Jerusalem sollte ein Aufgebot von 2500 Polizisten befürchtete Unruhen nach dem Freitagsgebet in der Al-Aksa-Moschee verhindern.

(ht/sda)

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