Ultimatum läuft ab
Unverminderte Gewalt gegen syrische Opposition
publiziert: Samstag, 19. Nov 2011 / 18:57 Uhr / aktualisiert: Samstag, 19. Nov 2011 / 21:57 Uhr
Gewalt in Syrien. (Archivbild)
Gewalt in Syrien. (Archivbild)

Kairo/Beirut - Das syrische Regime ist auch kurz vor Ablauf eines Ultimatums der Arabischen Liga weiter mit brutaler Härte gegen seine Gegner vorgegangen. Oppositionsanhänger berichteten am Samstag von erneuten Angriffen im Zentrum und Nordwesten des Landes.

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Syrische Soldaten hätten auf der Suche nach Oppositionellen die Ortschaft Schesar in der Provinz Hama gestürmt, nachdem sie den Ort mit schwerer Artillerie beschossen hätten, hiess es in übereinstimmenden Berichten der in London ansässigen Menschenrechtsorganisation Syrian Oberservatory for Human Rights und der Örtlichen Koordinationskomitees.

Auch sei die Armee in die Region Dschabal al-Sawija an der Grenze zur Türkei eingerückt. In Dschabal al-Sawija seien zudem die Strom- und Telefonverbindungen gekappt worden. In der Region sind seit Monaten abtrünnige Einheiten der Streitkräfte aktiv.

Nach Angaben der staatlichen Agentur Sana wurden 140 Menschen bei Razzien «gegen Terroristen-Gruppen» festgenommen. Aktivisten berichteten, landesweit seien mindestens 13 Oppositionelle getötet worden, die Zahl der Verletzten wurde mit rund 140 angegeben. Zudem seien vier Angehörige des syrischen Geheimdienstes getötet worden.

Frist bis Mitternacht

Die Arabische Liga hatte Syrien am Mittwoch eine Frist von drei Tagen gesetzt, um die Gewalt gegen die Zivilbevölkerung zu beenden und andernfalls mit wirtschaftlichen Sanktionen gedroht. Zudem hatte die Liga die Mitgliedschaft Syriens ausgesetzt. Das Ultimatum soll Samstag um Mitternacht (Ortszeit, 23.00 Uhr MEZ) ablaufen.

Bis dann sollte die syrische Regierung zudem entscheiden, ob sie Beobachter der Arabischen Liga ins Land lässt. Der Sprecher des US-Aussenministeriums, Mark Toner, erklärte, Washington habe keine Hinweise darauf, dass die syrische Regierung den Vorschlag der Arabischen Liga tatsächlich akzeptiere.

Seit Beginn der Proteste im März kamen in Syrien UNO-Schätzungen zufolge mehr als 3500 Menschen ums Leben. Eine unabhängige Berichterstattung über die Ereignisse im Land ist praktisch unmöglich. Syrien lässt keine ausländischen Medien einreisen.

(bert/sda)

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