Unwetter vor einem Jahr: Schäden behoben
publiziert: Donnerstag, 17. Aug 2006 / 07:20 Uhr

Bern - Ein Jahr nach der Unwetterkatastrophe vom vergangenen August sind die Schäden in den am stärksten betroffenen Gebieten im Kanton Bern und der Zentralschweiz grösstenteils behoben.

Die schrecklichen Bilder des letzten Augusts haben sich vielen ins Gedächtnis eingebrannt.
Die schrecklichen Bilder des letzten Augusts haben sich vielen ins Gedächtnis eingebrannt.
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Vergessen ist die Katastrophe nicht. Zurück bleiben Narben, äusserliche wie innerliche.

Die Bevölkerung reagiere seit der Unwetterkatastrophe äusserst sensibel auf Wettervorhersagen, schildert Peter Flück, Gemeinderatspräsident von Brienz BE, die Stimmung in der Dorfbevölkerung.

Die Generation, die das Unwetter von 2005 miterlebt habe, werde die Angst vor einer neuen Katastrophe wohl nicht so schnell ablegen können, ist Flück überzeugt.

Bilder noch präsent

Die Bilder der Unwetterkatastrophe haben sich vielen ins Gedächtnis eingebrannt. Schlammlawinen, die sich mitten durch Dörfer wälzten, Erdrutsche, die Haus und Hof unter sich begruben, reissende Bäche, die Strassen, Felder und Wiesen zerstörten, Flüsse und Seen, die ganze Stadtteile meterhoch unter Wasser setzten.

Sechs Personen kamen bei der Unwetterkatastrophe ums Leben. Die Schäden im privaten und öffentlichen Bereich gingen in die Milliarden.

Allein im Kanton Bern wurde der Gesamtschaden auf über eine Milliarde Franken geschätzt. Im Kanton Uri wurde der volkswirtschaftliche Schaden auf 400 bis 500 Mio. Franken geschätzt, in Nidwalden auf rund 110 Mio. Franken und in Obwalden auf rund 300 Mio. Franken.

Folgenschwere Umsiedlungsentscheide

Inzwischen ist an den meisten Orten wieder der Alltag eingekehrt, die Aufräumarbeiten sind abgeschlossen, die meisten Schäden behoben. In manchen Gemeinden waren folgenschwere Umsiedlungsentscheide zu treffen. In Brienz mussten acht Familien ihre Häuser aufgeben, um dem Glyssibach mehr Raum zu gewähren.

Nach der Katastrophe haben Kantone und Gemeinden mit der Umsetzung von Sofortmassnahmen begonnen. Der Kanton Uri investierte beispielsweise 25 Mio. Franken, vorab in Reparaturen. Im Kanton Bern wurden Sofortmassnahmen unter anderem in Brienz und an der Aare bei Rubigen und in der Stadt Bern umgesetzt.

(rr/sda)

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