Uri will keine zweite Röhre am Gotthard
publiziert: Freitag, 13. Jul 2012 / 12:21 Uhr
Die Urner Regierung ist gegen eine zweite Gotthardröhre.
Die Urner Regierung ist gegen eine zweite Gotthardröhre.

Altdorf - Die Urner Regierung will keinen zweiten Strassentunnel durch den Gotthard. Autos und Lastwagen sollen während der sanierungsbedingten Tunnelsperrung auf die Schiene. Allerdings lehnt sie auch eine Auto-Verladestation im Kanton Uri ab.

Ihr Partner für Signalisations-Projekte
5 Meldungen im Zusammenhang
Ende Juni hat sich der Bundesrat für den Bau eines zweiten Strassentunnels am Gotthard ausgesprochen. Damit soll eine Totalsperrung des Alpendurchgangs während der Tunnelsanierung in den 2020er-Jahren verhindert werden.

Die Urner Regierung ist gegen eine zweite Röhre und weiss ihre Bevölkerung hinter sich. Mit dem Bau eines zweiten Strassentunnels, so die Befürchtung, würde die Kapazität der Nord-Süd-Achse erhöht. Das aber verbietet die Verfassung aufgrund der vom Schweizer Volk angenommenen Alpeninitiative.

Landverschleiss zu gross

Wenn aber keine zweite Röhre gebaut wird, muss der Tunnel während zwei bis drei Jahren geschlossen werden. Autos und Lastwagen müssten dann mit der Bahn transportiert werden. Dazu brauchte es Verladestationen im Norden und im Süden. Nur: Die Urner Regierung will von einer solchen Einrichtung im Kanton Uri nichts wissen.

Bereits Bundesrätin Doris Leuthard hatte bemängelt, dass Uri zwar die zweite Röhre ablehne, aber nicht Hand biete für eine Verladestation. Auch der Urner SP-Landrat Toni Moser hat in einer Interpellation auf diese widersprüchlichen Signale hingewiesen. Diese Haltung irritiere und fördere indirekt den Bau der zweiten Röhre.

Doch die Urner Regierung bleibt hart. Die Verladestation müsse nördlich von Uri, also in einem andern Kanton, realisiert werden. In den am Donnerstag veröffentlichen Antworten auf zwei Vorstösse zu diesem Thema weist sie auf den grossen Landbedarf zwischen 52'000 und 61'000 m2 für eine solche Verladeanlage hin.

Keine weitere Belastung Uris

Uri habe bis jetzt grosse Bereitschaft für die Schaffung von Infrastrukturen gezeigt, schreibt die Regierung. Der Talboden sei durch den Bau des neuen Basistunnels während zwei Jahrzehnten stark beeinträchtigt. Eine weitere Beanspruchung einer grossen Landfläche für die Verladestation würde zu einer weiteren Belastung Uris durch Lärm und Luftverschmutzung führen.

Die Anregung von Landrat Moser, ein unzweideutiges Signal nach Bern zu senden und sich für die Verladestation auszusprechen, wenn dadurch die zweite Röhre verhindert werden könne, lehnt die Urner Regierung kategorisch ab.

(bg/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Luzern - Bundesrätin Doris Leuthard hat am Freitag in Luzern für ihr Konzept zur Sanierung des Gotthardstrassentunnels ... mehr lesen
Bundesrätin Doris Leuthard. (Archivbild)
Bern - Die SP Schweiz will den Bau einer zweiten Gotthard-Röhre mit einem Referendum verhindern. Der Entscheid des Bundesrats sei «höchst fragwürdig» und untergrabe den Willen des Volkes, welches sich für eine Verkehrsverlagerung auf die Schiene ausgesprochen habe. mehr lesen  1
Bern - Der Bundesrat will für die Sanierung des Gotthard-Strassentunnels eine zweite Röhre bauen. Dies habe er nach ... mehr lesen 2
Der Verkehr soll durch eine zweite Gotthard-Röhre geleitet werden.
Bern - Alpen-Initiative, WWF, Greenpeace, VCS, Pro Natura und Dutzende andere Organisationen reagieren auf die jüngsten Forderungen nach einer zweiten Tunnelröhre am Gotthard. Sie verlangen, dass die Sanierungszeit mit einem Ersatzangebot auf der Schiene überbrückt wird. mehr lesen 
Ihr Partner für Signalisations-Projekte
Carsharing:Mobility stellt schweizweit 2`600 Fahrzeuge an 1'340 Standorten rund um die Uhr in Selbstbedienung zur Verfügung.
Ausgebaut werden sollen gemäss Volksentscheid der Fernverkehr, der Regionalverkehr und der Güterverkehr.
Ausgebaut werden sollen gemäss Volksentscheid der Fernverkehr, der ...
Bahnverkehr  Bern - 2030 sollen mehr Züge fahren und das Schienennetz soll bis dahin ausgebaut sein. Das hat das Volk am 9. Februar beschlossen mit seinem Ja zu FABI und zum Bahninfrastrukturfonds. Was, wo und wann gebaut wird, ist offen. Nun ringen sechs Regionen um Mittel, deren Höhe noch gar nicht bekannt ist. 
Startschuss für Verteilkampf um Regionalverkehrausbau Bern - Der Verteilkampf um den Ausbau des Regionalverkehrs hat begonnen. Sechs Grossregionen haben ...
Die Regionen haben sich erstmals über die kantonale Raumplanung hinaus zusammengerauft.
Massiver Ausbau des Westschweizer Bahnverkehrs Renens VD - Die SBB, der Bund und die Verkehrsdirektoren der Kantone Waadt ...
SBB-Doppelstockzüge verzögern sich weiter Bern - Die neuen Doppelstockzüge für den Fernverkehr werden erst ab 2017 zum Einsatz kommen, ein weiteres Jahr ...
Wo bleiben die Doppelstockzüge? (Symbolbild)
Der Auftrag hat einen Umfang von insgesamt 980 Millionen Franken.
SBB-Milliardenauftrag: Erfolg für Stadler Rail St. Gallen - Die SBB darf den Milliardenauftrag für 29 NEAT-Züge an Stadler Rail vergeben. Das hat das ...
Titel Forum Teaser
  • PMPMPM aus Wilen SZ 162
    Hoffentlich... ...werden diese Kontingente endlich vernünftig eingesetzt und nicht wie ... heute 19:54
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2600
    Um... den Marktwert der angeblichen Flüchtlinge zu steigern, verweist man ... heute 13:05
  • Kassandra aus Frauenfeld 1072
    Nein! Man kann doch eine Initiative nicht allein deswegen annehmen, weil man ... gestern 12:37
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2600
    Was... kann man gegen Anschläge in Europa machen? Anscheinend gar ... gestern 11:20
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2600
    Dramatisch "sofort wieder Flüchtlingsfamilien nach Italien zurückschaffen" Hört ... gestern 09:54
  • jorian aus Dulliken 1524
    Geht es der Wirtschaft gut, geht es den Menschen gut oder doch nicht? Andere Länder sollen also dafür bezahlen, dass es in der CH zu wenige ... Mi, 26.11.14 06:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2600
    Das... Schlusswort zum Thema Gott wurde bereits gegen 1800 von einem Franzosen ... Mo, 24.11.14 22:52
  • PMPMPM aus Wilen SZ 162
    Differenzieren bitte... Sie schreiben von Rechten, welche ein Staat seinen Bürgern gewähren ... Mo, 24.11.14 21:44
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
FR SA SO MO DI MI
Zürich 4°C 10°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 4°C 9°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 3°C 6°C nebelig nebelig nebelig nebelig nebelig nebelig
Bern 6°C 8°C leicht bewölkt stark bewölkt stark bewölkt stark bewölkt stark bewölkt stark bewölkt
Luzern 7°C 8°C leicht bewölkt stark bewölkt stark bewölkt stark bewölkt stark bewölkt stark bewölkt
Genf 8°C 11°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Lugano 8°C 11°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
mehr Wetter von über 6000 Orten