Uribe fordert Bestrafung wegen Emblem-Missbrauch
publiziert: Donnerstag, 7. Aug 2008 / 10:23 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 7. Aug 2008 / 12:38 Uhr

Bogotá - Der Missbrauch des IKRK-Emblems durch die kolumbianische Armee wird erneut untersucht. Staatspräsident Alvaro Uribe forderte eine Bestrafung von Militärs, sollten diese in einer Untersuchung falsch ausgesagt haben.

Präsident Uribe entschuldigte sich beim IKRK.
Präsident Uribe entschuldigte sich beim IKRK.
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«Eine Lüge in einer Untersuchung mit dieser Wichtigkeit für die Nation ist unentschuldbar, weil es eine unverzeihliche Irreführung des Landes wäre», sagte Uribe gegenüber Pressevertretern in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá.

Die kolumbianische Regierung hatte im Juli Meldungen über die missbräuchliche Verwendung des Rotkreuz-Symbols bei der Befreiung von Ingrid Betancourt zunächst zurückgewiesen. Uribe räumte dann Mitte Juli in einer Stellungnahme ein, einer der beteiligten Retter habe sich wegen «grosser Nervosität» beim Anblick der vielen Guerilleros eine entsprechende Armbinde übergestreift.

Uribe berief sich dabei auf die Ergebnisse einer ersten Untersuchung der Vorwürfe. Diese wurde vom Verteidigungsministerium vorgenommen. Mit Hinweis auf die Ergebnisse entschuldigte sich Präsident Uribe beim IKRK.

IKRK in tiefer Sorge

Mit scharfen Worten reagiert die humanitäre Organisation nun auf die neuen Hinweise auf einen vorsätzlichen Missbrauch des Emblems durch die kolumbianische Armee. Auf bislang unbekannten Filmaufnahmen der Befreiung Betancourts und 14 weiteren Geiseln, die der kolumbianische Fernsehsender RCN am Montag ausstrahlte, war das Emblem mehrfach deutlich sichtbar.

Die humanitäre Organisation drückte in einer Mitteilung vom Mittwoch ihre «tiefe Sorge» aus über das, «was wie ein vorsätzlicher Missbrauch des Emblems des Roten Kreuzes während der Operation zur Befreiung der 15 Geiseln am 2. Juli aussieht».

(fest/sda)

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